3D-Visualisierung kommunaler Fragestellungen am Beispiel Simulation von Starkregenereignissen und Hochwasser

20.11.2019 10:00 – 16:00 Uhr

Technische Universität, München Arcisstr. 21, 80333 München

Raum -1112, Lageplan

Referent: Dr. Joachim Thiel CADMAP Consulting Ingenieurgesellschaft mbH, Essen und Dr. Luca Casagrande M.O.S.S. Computer Grafik Systeme GmbH, Taufkirchen

Preis: 300,- € (Frühbucherrabatt bis 23.10.2019, danach erhöht sich die Teilnehmergebühr auf 345,- €). Mitgliedern des Runden Tisches GIS wird ein Rabatt von 20% gewährt.

Die Kursgebühr beinhaltet Seminarunterlagen, Pausengetränke und Mittagessen.

Vorkenntnisse: Grundlagen der Web-Technologie (HTML, JavaScript)

 

 

 

Kurzbeschreibung

Der sich vollziehende Klimawandel rückt die Thematik der häufiger und extremer auftretenden Starkregen und Hochwässer verstärkt ins Bewusstsein der politisch Verantwortlichen und der Bürger.  
Die Simulation der Starkregenereignisse wird häufig bereits von den Verantwortlichen durchgeführt, die Ergebnisse werden aber oft ausschließlich als Listen, bestenfalls als Gefahrenkarten mit entsprechender Einfärbung der maximalen Wasserstandes vorgehalten. Die 3D-Visualisierung der Auswirkungen solcher Naturereignisse geht hier einen wichtigen Schritt weiter und wird zum wichtigen Hilfsmittel für politische Entscheidungen und transparente Bürgerinformationen.
Der Kurs stellt Möglichkeiten der klassischen Gefahrenkartenauskunft vor und gibt Einblick in die Möglichkeiten der 3D-Visualisierung. Er geht dabei auch auf die benötigten Basis- und Fachdaten ein. Im Kurs wird weiterhin aufgezeigt, wie die neuesten Technologien der 3D-Visualisierung (WebGL, 3D-Kacheln, Vektor-Kacheln, etc.) es ermöglichen, nahezu beliebige Datenmengen zu visualisieren und mit den Daten auch unter Verwendung von Zeitvariablen zu interagieren.

Inhalte

Der sich vollziehende Klimawandel rückt die Thematik der häufiger und extremer auftretenden Starkregen und Hochwässer verstärkt ins Bewusstsein der politisch Verantwortlichen und der Bürger. Den politischen Verantwortlichen obliegt nicht nur eine Informationspflicht sondern die Informationsbereitstellung wird von den Bürgern immer stärker und konsequenter eingefordert.  
Aus diesem Grunde liegt der Schwerpunkt des Kurses auf der 3D-Visualisierung der Auswirkungen solcher Naturereignisse als Hilfsmittel für politische Entscheidungen und für transparente Bürgerinformationen und Öffentlichkeitsarbeit.
Aus Vorsorge- und Planungsgründen wird die Simulation der Starkregen meist bereits von den Verantwortlichen durchgeführt beziehungsweise vergeben. Die Ergebnisse solcher Simulationen werden aber oft ausschließlich als Listen, bestenfalls als Gefahrenkarten mit entsprechender Einfärbung des maximalen Wasserstandes vorgehalten. Eine Beauskunftung ist daher meinst schwer und nur wenig anschaulich durchzuführen.
Im ersten Schritt hilft  hier schon eine Gefahrenkartenauskunft im Web, in der der Bürger die Karte zu seiner Adresse lokalisieren kann und sich die überfluteten Flächen in Abhängigkeit vom Regenereignis anzeigen kann. Ein anderer Weg ist die Bereitstellung von Berichten „um das Grundstück des Bürgers herum“ nach Bekundung des berechtigten Interesses. Letzteres erfordert natürlich eine Automatisierung. Für diese Beauskunftungswege werden Lösungen und Projektbeispiele vorgestellt.
Letztendlich handelt es sich aber bei den oben beschriebenen Beauskunftslösungen immer um die statische Beauskunftung der Maximalstände bei den jeweiligen Modellregen. Fragestellungen wie die Auswirkungen der Flutkurve sind hiermit nicht zufriedenstellend zu beantworten: „An welcher Seite des Hauses wird das Wasser zusätzlichen Druck ausüben?“, „Wird der Maximalstand nur ganz kurz erreicht oder kurzzeitig an der Hauswand überschritten?“, „Wie lange kann ich mein Haus nicht verlassen bis die Wasseransammlung versickert oder abgelaufen ist?“. All diese Fragestellungen können ausschließlich durch eine 3D-Visualisierung transparent und anschaulich beantwortet werden. Zudem sind einige der Fragestellungen nur mit einer Visualisierung des zeitlichen Verlaufs eines Starkregens zu beantworten.
Der Kurs stellt Möglichkeiten der klassischen Gefahrenkartenauskunft vor und gibt Einblick in die Möglichkeiten der 3D-Visualisierung. Es werden Voraussetzungen diskutiert und Lösungsansätze auf eigenen IT-Systemen oder in der Cloud vorgestellt.
Die technologische Entwicklung hat die Art und Weise verändert, in der geografische Daten angezeigt und mit ihnen interagiert werden kann. Dank Technologien wie WebGL ist es heute möglich, ohne zusätzliche Plug-Ins eine erhebliche Datenmenge im Browser anzuzeigen. Die Entwicklung ist daher von statischen, vorgenerierten Rasterkarten, zu Vektorbildern übergegangen, bei denen der Benutzer die volle Freiheit der Interaktion hat. Beispielsweise kann die graphische Ausprägung geändert oder die Daten ohne serverseitige Prozeduren analysiert werden. Darüber hinaus können mit Technologien wie Vektorkacheln oder 3D-Kacheln erhebliche Informationsmengen mit hohem Detaillierungsgrad dynamisch angezeigt werden, um gezielt nur die für den Benutzer sichtbaren Daten zu laden.
Der Kurs vermittelt an Hand praktischer Beispiele aus dem Anwendungsbereich Starkregen und Hochwasser, wie moderne 3D-Visualisierungen aufgesetzt und veröffentlicht werden können.

Lernziele

Möglichkeiten der Bürgerinformation und Gefahrenkartenbereitstellung

Zielgruppe

Tiefbauamtsleiter und Fachexperten, Zuständige für kommunale Öffentlichkeitsarbeit

 

Anmeldung 3D-Visualisierung

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