INHALTVSVERZEICHNIS

 
Rückschau
    Münchner GI-Runde 2020
    Mitgliederversammlung
Vorschau
    Mobiles GIS-Forum auf 2021 verschoben
    Leitfaden Mobile GIS wird aktualisiert
    Fortschreibung „Leitfaden Geodäsie und BIM“ 2020 – Frist für Einreichungen verlängert!
AUS DER LEHRE - ABSOLVENTEN UND IHRE THEMEN
    Entwicklung eines Geodesign-Werkzeugs zur automatisierten 3D-Gewässerschlauchmodellierung unter Berücksichtigung verschiedener Uferausprägungen (Doris Stadlmann)
    Erkennung von Sturmwürfen mittels Deep Learning auf PlanetScope-Satellitenbildern und hochauflösenden Luftbildern (Wolfgang Deigele)
    Daten-Workflow für IoT-basierte intelligente Bewässerungsysteme (Max Winderl)
UNSERE MITGLIEDER
    Hochauflösende luftgestützte Laserscandaten als umfassende Grundlage für Trassenplanungen am Beispiel Wertingen-Kötz
    SDDI-Modellregionen in Bayern gestartet
    Online-Bauauskunft bei der Westnetz
    Digitales Lager für Geodaten mit novaFACTORY
SONSTIGES
    con terra im FME-Webinar Frühling
    Einsatz von Unmanned Aerial Vehicles in der Vermessungsverwaltung der Kommunen

   

RÜCKSCHAU

Münchner GI-Runde 2020: Intensiver Austausch – ganz virtuell

Erstmals fand die Münchner GI-Runde am 6. Mai als virtuelle Veranstaltung statt. Mit reicher Themenvielfalt und der Verleihung der Förderpreise stieß die Vortragsveranstaltung bei den rund 180 Teilnehmern aus Wirtschaft, Verwaltung und Hochschulen auch in der digitalen Variante auf großen Beifall.

Bei Inkrafttreten der Corona-Beschränkungen blickte der Vorstand des Runden Tisch GIS e.V. auf eine nahezu vollständig vorbereitete Münchner GI-Runde. Die Entscheidung lag nahe: Die Veranstaltung sollte auch in der Corona-Pandemie stattfinden. Heraus kam eine virtuelle Veranstaltung, die dank der Themensetzung und der Flexibilität von Referenten und Teilnehmern ein voller Erfolg wurde. „Wir wollten die Veranstaltung gerade in diesen Corona-Zeiten nicht sang- und klanglos absagen“, eröffnete  Prof. Dr. Thomas H.Kolbe, Vorstandsvorsitzender des Runden Tisch GIS, die virtuelle GI-Runde.

Die Themen im Einzelnen:

Smart City
Klaus Illigmann, Keynote-Sprecher von der Landeshauptstadt München, betonte, man müsse das Smart-City-Konzept zielgerichtet voranbringen. Das große Thema sei im digitalen Umfeld der Städte die Daten-Governance und Transparenz. Mit Blick auf smarte Pilotprojekte gibt es in München eine ganze Bandbreite an Ansätzen – von Mobilitätsstationen und Stadtauto-Angeboten über Parkangebote, dem Umbau des öffentlichen Raums, bis zu 3D-Stadtmodellen und einer Smart City App. Er wies auch auf das große europäische Projekt „Smarter Together“ hin.

IoT und Sensoren
Der Sensortechnologie kommt im Umfeld des Internet of Things (IoT) eine Schlüsselrolle zu. Prof. Sebastian Steinhorst zeigte in seinem Vortrag, dass Sensoren entscheidend für das Funktionieren von IoT sind. Steinhorst, Professor für Embedded Systems and Internet of Things an der TU München, stellte die unterschiedlichen Sensor-Kategorien für IoT hervor. Stefan Herlé vom Geodätischen Institut und Lehrstuhl für Bauinformatik & Geoinformationssysteme der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen befasste sich in seinem Vortrag der Beantwortung der Frage: Wie können Geoinformationen genutzt werden, um die Verteilung von raumzeitlichen Ereignissen im IoT besser umzusetzen?

Eine abschließende Betrachtung zum Thema „Sensornetzwerke in Stadt und Land – Alternativen zu 5G“ boten David Gackstetter, Zentralinstitut Hans Eisenmann – Forum für Agrarwissenschaften der TUM, und Bruno Willenborg, Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie Lehrstuhl für Geoinformatik (TUM).

Digitaler Zwilling
Dr. Matthias Goldstein, Siemens Digital Industries Software, berichtete in seinem Vortrag wie wichtig der digitale Zwilling mittlerweile für die Industrie ist. „Immer neue Herausforderungen, immer individuellere Produkte, bezahlbar und schnell lieferbar.“ Nach Ausführungen von Prof. André Bormann, Lehrstuhl für Computergestützte Modellierung und Simulation an der TUM, begleite der digitale Zwilling den realen Zwilling über den gesamten Lebenszyklus und wird mittels Daten aktuell gehalten. Zur „Geschichte vom Digitalen Zwilling der Stadt und seinen Geschwistern“ referierte abschließend Dr. Andreas Donaubauer vom Lehrstuhl für Geoinformatik der TUM.

Deep Learning und urbane Indikatoren
Wie das Deep Learning für Anwendungen in den Agrar- und Umweltwissenschaften verwendet werden kann, zeigte Ribana Roscher von der Remote Sensing Group. „Das Märchen vom globalen Ranking der Stadtgrößen“ thematisierte Dr. Hannes Taubenböck, unter anderem Privatdozent an der Universität Würzburg.  Den Abschluss fand der Thementag zur Münchner GI-Runde 2020 mit dem Vortrag von Dr. Thomas Prinz (Research Studios Austria Salzburg) zu räumlichen Indikatoren und der Nachverdichtung.

Innovationsforum
Im parallelen Innovationsforum standen die Themen Infrastruktursicherheit und Digitalisierung – das BIL-Bauanfrageportal im BIM-Prozess (Jens Focke, BIL eG Bonn) und das Thema CityMap. Über die damit verbundene interaktive Auskunft für die Smart City referierte Eric Straalmann von VertiGIS. Christian Neuwirth, Universität Salzburg beendete die Themen im Innovationsforum mit seinen Ausführungen zu „Z_GIS Online Kompakt – Online-Schulungen zu GI Spezialthemen auf universitärem Niveau“.

Fernerkundung und 3D bis Geomassedaten in den Praxisforen
Stefan Rattmann, Kreisverwaltung Kleve, verwies im Rahmen seines Vortrags zum Thema „Cop4ALL: Copernicus für ATKIS, ALKIS und Landbedeckung in NRW“ auf das zentrale Element des Fernerkundungsverfahrens. Unter dem Themenblock „3D“ referierte Dr. Katja Maerker von der Landeshauptstadt Dresden über einen innovativen Ansatz zur Nutzung des Dresdner 3D-Stadtmodells zur Schadensanalyse von Gebäudetypen für Gefahren durch Starkregen. Der Vortrag von Udo Laschet, WSW Energie & Wasser AG (Wuppertal), und Dr. Joachim Thiel, CADMAP Ingenieurgesellschaft mbH in Essen bearbeitete das Thema der „3D-Visualisierung von Starkregenereignissen“. Den Themenpool im „virtuellen Raum zwei“ komplettierten die Ausführungen zu Geomassendaten. Einen Ausblick zu „3D-GeoMassendaten für interkommunale Anwendungen – Solarpotenziale und Siedlungsmanagement“ bot Dr. Ulrich Huber, Landratsamt Cham. Die weiteren Themen in diesem Block reichten vom hochdetaillierten Baumodell und der Solarpotentialanalyse über Geodaten als Basis webbasierter 3D-Visualisierungen mit ArcGIS bis zu Analyse von 3D-Geomassendaten und Praxisbeispielen aus der Bauleitplanung.

Förderpreise
Abschließend gab Professor Dr. Ralf Bill von der Universität Rostock die Förderpreis-Gewinner bekannt. Kurzpräsentationen der Kandidaten waren bei der Eröffnungssession per Video eingespielt worden und die Teilnehmer der GI-Runde konnten per Mausklick über den Publikumspreis abstimmen. In der Kategorie „Masterarbeit“ gewann Marius Laska (RWTH Aachen) mit dem Thema: „Continuous Learning for Indoor Localization using Crowdsourced Data“. Dr. Andreas Braun, Eberhard Karls Universität Tübingen, ging in der Kategorie „Dissertation“ zu „Radar satellite imagery for humanitarian response. Bridging the gap between technology and application“ als Sieger hervor.

Die erste virtuellen Münchner GI-Runde wurde mit einem positiven Fazit von Philipp Willkomm, M.O.S.S. Computer Graphik Systeme GmbH und 2. Vorstand des Runden Tisch GIS e.V. geschlossen. Das Ergebnis der Münchner GI-Runde: Großer Zuspruch der Teilnehmer aus Wirtschaft, Verwaltung und den Hochschulen mit rund 180 Anmeldungen sowie 27 Vorträgen und zehn Ausstellern.

Weitere Informationen unter: https://rundertischgis.de/images/3_veranstaltungen/muc_gi_runde/2020/5_20_Nachlese_Virtuelle_GI_Runde_final.pd

Mitgliederversammlung – virtuell beschlussfähig und zukunftsorientiert

 

 

Am 25. Mai 2020 trat die Mitgliederversammlung des Runden Tisch GIS e.V. erstmals virtuell zusammen. Trotz der neuen Meetingkultur zeigte sich einmal mehr, wie erfolgreich Vorstand, Beirat und Mitglieder gemeinsam für den Verein eintreten.

Die wichtigsten Ergebnisse in der Zusammenschau:

Aufgrund der Corona-Pandemie und des Lockdowns wurden für das Jahr 2020 zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, so einige Schulungstermine, das 3D-Forum Lindau und das Mobile GIS-Forum. Die Münchner GI-Runde fand hingegen virtuell statt (siehe Zusammenfassung). Das kommunale GIS-Forum im November 2020 wird stattfinden, noch ungeklärt ist die Art und Weise, virtuell oder als Präsenzveranstaltung.

Der Rückblick 2019 und Ausblick auf Aktivitäten 2020 sowie der Wirtschaftsplan 2020 wurden von den Mitgliedern angenommen. Besondere Erwähnung fanden die im Jahr 2019 neu hinzugekommenen Programmpunkte der Exkursionen sowie das Mentoringprogramm. Der Jahresrückblick zeigte, dass mehr als 800 Teilnehmer an Veranstaltungen des Runden Tisch GIS e.V. in 2019 teilgenommen haben. Zu den Veranstaltungen gehörten wie gewohnt die Münchner GI-Runde, Geo@Aktuell, das 3D-Forum Lindau, das Mobile GIS-Forum Augsburg, sowie das Kommunale GIS-Forum Neu-Ulm. Der Runde Tisch GIS e.V. hat sich wie in den Jahren zuvor auch in 2019 wieder an der Intergeo sowie an der BIM World beteiligt. Des Weiteren bot der Runde Tisch GIS in 2019 drei Weiterbildungskurse an. Erstmals fand eine Exkursion zum Mitglied „Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald“ statt. Das neue Angebot sieht vor, dass institutionelle Mitglieder Exkursion anbieten, um die Attraktivität des Vereins für persönliche Mitglieder zu erhöhen.

Weitere Aktivitäten im vergangenen Geschäftsjahr waren die Aktualisierung des Leitfadens Geodäsie und BIM, der in der Version 2.0 auf der Intergeo vorgestellt wurde sowie die Beteiligung an der BIM World in München mit dem Workshop „Digital Twins for Buildings and Cities. Im neuen Projekt „Nutzung von Geomassendaten der Bayerischen Vermessungsverwaltung durch Pilotanwender verschiedener Branchen“ wurden insgesamt 15 Pilotprojekte auf den Weg gebracht.

Der Runde Tisch GIS e.V. blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Auch im laufenden Geschäftsjahr bleibt der Runde Tisch GIS e.V. trotz der kurzfristigen Unterbrechung der Aktivitäten durch die Corona-Einschränkungen gewohnt aktiv. Bleiben Sie weiter dabei oder steigen Sie jetzt ein. Als Netzwerk, Multiplikator und Initiator zahlreicher Aktivitäten rund um GIS und Geo-IT unterstützt der Runde Tisch GIS e.V. auch und besonders in dieser ungewöhnlichen Phase.

VORSCHAU

Mobiles GIS-Forum auf 2021 verschoben

Der Runde Tisch GIS e.V. hat das Mobile GIS-Forum 2020 auf den 10. Juni 2021 verschoben. Merken Sie den Termin schon jetzt vor.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen zu COVID-19 und der damit einhergehenden Planungsunsicherheit haben sich der Runde Tisch GIS e.V. und die GI Geoinformatik entschlossen, das 15. Mobile GIS Forum auf den 10. Juni 2021 im Bayerischen Landesamt für Umwelt in Augsburg zu verschieben. Merken Sie sich diesen Termin gerne bereits jetzt vor!

Leitfaden Mobile GIS wird aktualisiert

Der Leitfaden „Mobile GIS – GNSS-basierte Datenerfassung und Mobile Mapping“ wird aktualisiert. Noch sind Anzeigenplätze frei, auch redaktionelle Inhalte können noch zugeliefert werden. Gestalten Sie mit an der Version 4.0.

Der „Leitfaden Mobile GIS – GNSS-basierte Datenerfassung und Mobile Mapping“ erfährt in seiner Version 4.0 ein Update. Der Leitfaden wird zur Intergeo 2020 in Berlin vorliegen. Die Anzeigenbuchung wird bis zum 15.07.2020 verlängert. Auch Projektbeispiele können noch eingereicht werden. Bitte wenden Sie sich an die Geschäftsstelle des Runden Tisch GIS e.V.

Zum Leitfaden: https://rundertischgis.de/publikationen/leitfaeden.html#a_mobilegis

 

 

Fortschreibung „Leitfaden Geodäsie und BIM“ 2020 – Frist für Einreichungen verlängert!

Aufgrund der aktuellen Situation gibt es bei der Fortschreibung des „Leitfaden Geodäsie und BIM“ eine Fristverlängerung. Für Sie ergibt sich damit noch die Möglichkeit, mit Beiträgen oder Anzeigen dabei zu sein. Die Annahme von Beiträgen wurde auf den 29.06.2020 verlängert.

Der „Leitfaden Geodäsie und BIM“ des DVW e.V. und des Runden Tisch GIS e.V. zeigt mit seiner großen Nachfrage und den hohen Downloadzahlen den stetigen Bedarf an Informationen zum Thema BIM und Geodäsie in unserer Branche. Aus diesem Grund wird der Leitfaden auch in diesem Jahr fortgeschrieben. Die Frist für Anmeldungen von redaktionellen Input wurde auf den 29.06.2020 verlängert.

Praxisberichte, Produktvorstellungen oder eine Werbeanzeige müssen bis zum 10.7.2020 abgegeben werden. Ansprechpartner im Redaktionsteam sind Prof. Robert Kaden und Martin Fritsch (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Für die Version 2.1 werden ergänzende Beiträge von Ihnen, von Kolleginnen und Kollegen der Praxis und Wirtschaft gesucht:

  • Praxisberichte von Unternehmen und Behörden (max. 3 Seiten)
  • Produktvorstellungen von Hard- und Softwareanbietern (1 Seite nach Template)
  • Werbeanzeigen (A4 oder A5)
  • Durchführungsanleitungen zu konkreten, geodätischen Aufgaben im Bereich BIM (max. 5 Seiten)

Sie helfen damit nicht nur Unternehmen und Behörden unserer Branche, fit für das Arbeiten mit BIM zu werden, sondern zeigen auch potenziellen Auftraggebern, dass Sie es bereits heute umsetzen können! Die erweiterte Version 2.1 des „Leitfaden Geodäsie und BIM“ wird auf der INTERGEO 2020 in Berlin präsentiert und steht im Anschluss wieder als frei zugängliches PDF-Dokument zum Download oder als Print-on-Demand bereit.

AUS DER LEHRE - ABSOLVENTEN UND IHRE THEMEN

Entwicklung eines Geodesign-Werkzeugs zur automatisierten 3D-Gewässerschlauchmodellierung unter Berücksichtigung verschiedener Uferausprägungen

Geoinformationssysteme sind zu einem unabdingbaren Werkzeug im Bereich der Landschaftsplanung geworden und finden beispielsweise bei Gewässerrenaturierungen Anwendung. Um die Planung von neuen Gewässerläufen mit gängigen GIS-Programmen zu unterstützen, wurde ein Werkzeug für die automatisierte 3D-Modellierung eines Gewässerlaufs konzipiert. Eine Masterarbeit von Doris Stadlmann.

Vor dem Hintergrund renaturierungsökologischer Anforderungen ermöglicht das Werkzeug die Berücksichtigung variabler Gewässerbreiten und unterschiedlich ausgeprägter Uferböschungen entlang des Gewässerverlaufs. Der Nutzer übergibt dafür nur wenige Daten in Form von zweidimensionalen Geometrien und Tabellenwerten. Als Beispiele sind der Verlauf des Gewässers als Liniengeometrie, die Definition verschiedener Uferprofile über Tabellenwerte oder die räumliche Abgrenzung einzelner Gewässerabschnitte zu nennen. Bestandteil des Konzepts sind die erforderlichen nutzerspezifischen Eingabedaten sowie die notwendigen Modellierungsschritte. Das Ergebnis der Modellierung stellen 3D- Polylinien dar, die Gewässerbett und Uferböschungen abbilden und sich als Bruchkanten in einem TIN integrieren und visualisieren lassen.

Weiter wurden verschiedene Ansätze entwickelt, die eine anschließende Analyse des Planungsentwurfs erlauben. Das Werkzeug gewährleistet damit nicht nur, die 3D- Modellierung automatisiert und nach einer Anpassung der Eingabewerte beliebig oft ausführen zu können. Zusätzlich lassen sich mit jeder Änderung landschaftsplanerisch relevante Analysewerte generieren. Hierbei sind beispielsweise abgeleitete Gewässerquerschnitte oder der Wert des Bodenvolumens zu nennen, das für die Anlage des neuen Gewässerlaufs bewegt werden muss. Durch die enge Kopplung von Planungsentwurf und Analyse folgt das Werkzeug dem Ansatz des Geodesigns. Eine Implementierung des Werkzeugs erfolgte mit dem ArcGIS-Modelbuilder.

Die gesamte Arbeit ist hier erhältlich: https://mediatum.ub.tum.de/attfile/1540778/incoming/2020-Mar/1_MA_Stadlmann.pdf

Erkennung von Sturmwürfen mittels Deep Learning auf PlanetScope-Satellitenbildern und hochauflösenden Luftbildern

Wie Sturmwürfe mithilfe von Satelliten- und Luftbildern mithilfe von Deep Learning schnell erfasst werden können, ist die Masterarbeit Wolfgang Deigele nachgegangen.

Bedingt durch den Klimawandel nimmt die Anzahl an Stürmen in den letzten Jahren immer weiter zu. Daraus können schwere Schäden in Forstgebieten entstehen. Wenn die umgeworfenen Bäume nicht rechtzeitig lokalisiert und entfernt werden kommt es nicht nur zu monetären Einbußen, sondern es steigt unter anderem auch die Gefahr einer Infektion durch den Borkenkäfer. Daher ist es wichtig, möglichst schnell und genau die betroffenen Gebiete zu finden. Traditionelle Ansätze der Schadensdetektion stützen sich auf einen Vorher-Nachher-Vergleich mittels Bild- oder Radardaten, ein neuer Ansatz mittels Deep Learning kommt mit einem einzigen Bild nach dem Sturm aus. In dieser Masterarbeit werden Satellitendaten der PlanetLabs Corperation mit 3 m Auflösung sowie Luftbilddaten vom der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft mit 0.2 m Auflösung von einem Gebiet im Osten Bayerns verwendet, um zwei verschiedene Neuronale Netzwerke zu trainieren. Diese können anschließend in einem 2-Stufen-Ansatz verwendet werden, um zuerst grob anhand von Satellitenbildern, und anschließend fein anhand von Luftbildern den Sturmschaden zu erkennen.

Als Architektur für die CNNs wird U-Net verwendet, welches ursprünglich für biomedizinische Bildsegmentierung entwickelt wurde, sich jedoch auch sehr gut für Fernerkundungsdaten eignet. Die erzielten Ergebnisse übertreffen die Erwartungen, vor allem bei den Satellitenbildern. So ergeben sich Intersection over Union-Koeffizienten von 0.55 (Satellit) und 0.73 (Luftbild). Diese sind in etwa vergleichbar mit der menschlichen Genauigkeit, jedoch um ein Vielfaches schneller. Ein Vergleich mit einem unabhängigen Datensatz aus Hessen zeigt, dass prinzipiell eine Anwendung auf komplett neue Daten möglich ist, wenn auch mit geringerer Genauigkeit, sofern die Netzwerke nicht nachtrainiert werden. Durch eine Integration der Netzwerke in ArcGIS Pro ist eine einfache Ausführung sowie anschließende automatische Nachbearbeitung und Vektorisierung der Ergebnisse möglich.

Link zur Masterarbeit: http://mediatum.ub.tum.de/doc/1543002/1543002.pdf

Daten-Workflow für IoT-basierte intelligente Bewässerungsysteme

Wasserknappheit ist ein weltweit wachsendes Problem. Der Extremsommer 2018 hatte auch in Deutschland schwerwiegende Folgen für die Erträge der Landwirte. Neue Konzepte zur Sicherstellung der Ernten bei Wasserknappheit und Extremwetter sind zwingend notwendig. Maximilian Winderl untersuchte in seiner Studienarbeit einen Daten-Workflow für intelligente Bewässerungssysteme.

Diese studentische Arbeit, welche in Zusammenarbeit mit DHI WASY GmbH und dem Lehrstuhl für Geoinformatik der Technischen Universität München durchgeführt wurde, befasst sich demnach mit Aspekten der Automatisierung von Bewässerungssystemen. Das konkrete Ziel der Arbeit war es einen Daten-Workflow zu etablieren, der eine robuste und effektive Möglichkeit zur Digitalisierung und Speicherung von Daten bietet.

Das Monitoring von Parametern wie Klima- und Bodenbedingungen, Wasserressourcen und dem Zustand der Pflanzen ist für die Schaffung eines vollautomatischen Bewässerungssystems unerlässlich. Des Weiteren bieten Wasserhaushaltsmodelle zusätzliche Daten, welche Landwirten und Entwicklern die Möglichkeit geben, verschiedene Szenarien zu simulieren und Vorhersagen zu treffen. Das Sammeln dieser Informationen wirft die Frage auf, wie all diese Daten verarbeitet, gespeichert und effektiv genutzt werden können, um den Wasserverbrauch zu optimieren. Robuste und effektive Daten-Workflows sind essentiell, um benutzerfreundliche, übertragbare und transparente Optimierungsalgorithmen zu entwickeln. Verschiedene Anbieter von Sensortechnologien bieten unterschiedliche Wege ihre Daten zu liefern, was zu Interoperabilitätsproblemen führt. Darüber hinaus werden Modellergebnisse in der Regel in Formaten geliefert, die stark von Sensordaten abweichen, obwohl es für die Validierung, den Vergleich und die Visualisierung essentiell ist, dass Modell- und Sensordaten im gleichen Format zur Verfügung stehen. Durch die Konvertierung der Daten in den SensorThingsAPI - Standard des Open Geospatial Consortiums (OGC) wurden diese Probleme gelöst. Dieser Web Service Interface-Standard bietet einen intelligenten Ansatz der Datenspeicherung und Interaktion für IoT-Anwendungen mit hohem Detaillierungsgrad. Sowohl Sensor- als auch Modelldaten wurden innerhalb des Standards erfolgreich implementiert.

Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Möglichkeiten zur Speicherung statistischer Daten innerhalb des Standards gelegt. Sowohl Modelldaten als auch Sensormessungen sind mit Unsicherheit behaftet. Das Erfassen, Speichern und Visualisieren statistischer Daten hat große Bedeutung, da Statistiken als Entscheidungshilfe dienen und sie die Grundlage für Optimierungsalgorithmen darstellen. Ein enormes Potenzial für die Optimierung der Bewässerung und der Zeitreihenvorhersage liegt im Bereich der Machine Learning Algorithmen. Daher wurde der Daten-Workflow so aufgebaut, dass er es anderen Entwicklern ermöglicht, die gespeicherten Daten in einem geeigneten Format für die Entwicklung derartiger Algorithmen zu exportieren.

Ein beispielhafter Daten-Workflow wurde auf Grundlage der Daten des Projektes „Irrimode“ erstellt, an welchem die DHI WASY GmbH mitwirkt [1]. Die operativen Partner im Projekt Irrimode sind Gut Mennewitz GmbH, das Ingenieurbüro Irriproject Dirk Borsdorff und die AGRO-SAT Consulting GmbH. Weitere assoziierte Partner sind DLG e.V. Fachzentrum Landwirtschaft, die Hochschule Anhalt FB I - Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung und die Obsthof Am Süßen See GmbH. Ziel des vom Bundesland Sachsen-Anhalt und dem EU-Fonds ELER geförderten Projektes ist die Digitalisierung und Optimierung des Tropfenbewässerungssystems eines Pilotfeldes in Bernburg. Dafür wurde ein holistischer Ansatz gewählt, der verschiedene Komponenten wie ein "MIKE-SHE"-Modell, Wetterdaten und Echtzeit-Sensordaten umfasst.

Die Sensordaten der Versuchsfelder (gewonnen durch eine Klimastation und Bodensensoren vor Ort) werden über die Anwendungsprogrammierschnittstelle (API) der Firmen, die die Technologien bereitstellen, erfasst. Darüber hinaus liefert ein bestehendes Wasserhaushaltsmodell, das mit der Software MIKE-SHE erstellt wurde, simulierte Daten zum Bodenfeuchtegehalt. Alle genannten Daten, sowohl von Sensoren als auch simulierte Daten des MIKE-SHE Modells wurden erfasst und in das Spektrum des OGC SensorThingsAPI Standards konvertiert.

Als Erweiterung des Daten-Workflows ist es essentiell automatisierte Systeme transparent zu gestalten, um das Vertrauen der Landwirte zu gewinnen. Darüber hinaus sind Hybridsysteme erwünscht, bei denen der Bediener Entscheidungen, sowohl auf Grundlage von Erfahrungen als auch mithilfe zusätzlicher Informationen, treffen kann. Die Visualisierung von Daten ist für die Transparenz eines Systems unerlässlich. Echtzeit-Anwendungen erfordern eine Echtzeit-Visualisierung, d.h. eine kontinuierliche Verfolgung aller Parameter muss ermöglicht sein. Zu diesem Zweck wurde eine einfache interaktive, kartenbasierte Web-Anwendung zur Visualisierung aller gegebenen Daten erstellt. Hierfür wurde die sogenannte „Leaflet“ JavaScript basierte Bibliothek genutzt. Ein weiteres Tool zur Visualisierung in Form von Dashboards ist Grafana, welches ein Add-on für das SensorThingsAPI Standard zur einfachen Implementierung bietet. Die erzeugten Dashboards wurden in die interaktiven Karte integriert. Darüber hinaus wurde eine graphische Benutzerschnittstelle eingerichtet, um die Daten-Workflow-Skripte für den täglichen Gebrauch zugänglich zu machen. Diese Komponenten der Visualisierung wurden ebenfalls in den Daten-Workflow miteingebracht.

Mit der erfolgreichen Implementierung des Daten-Workflows erfolgte ein nächster Schritt in Richtung Vollautomatisierung des Bewässerungssystems. Modell- und Sensordaten wurden im Kontext des Internets der Dinge in einen einheitlichen Standard überführt. Schnittstellen zu den Sensoranbietern, der Wetterstation und des MSHE-Modells wurden programmiert. Nach erfolgreicher Speicherung der Daten, können sie zur weiteren Nutzung im entwicklerfreundlichen Format exportiert werden. Zudem wurden die Daten in Form einer Leaflet-Karte mit integrierten Grafana Dashboards visualisiert und eine Benutzeroberfläche für die vereinfachte Handhabung des Daten-Workflows geschaffen.

Der vollständige Bericht und Skripte sind unter folgendem Link zugänglich: https://github.com/MaxWin959/study_project.

UNSERE MITGLIEDER

Hochauflösende luftgestützte Laserscandaten als umfassende Grundlage für Trassenplanungen am Beispiel Wertingen-Kötz

Im März 2020 wurde für die bayernets GmbH ein topo-bathymetrischer Laserscan eines 41 km langen Trassenkorridors der Gastransportleitung zwischen Wertingen und Kötz durchgeführt. Durch bestimmte Voraussetzungen erfasst der Laserscan nicht nur Gelände und Vegetation, sondern auch Gewässersohlen und unter Wasser befindliche Objekte.



Abbildung 1: Ausschnitt Laserpunktwolke mit klassifizierten Geländepunkten eingefärbt mit RGB auf Grundlage des Orthobilds und nach Höhe eingefärbten Punkten, die Hochspannungsleitungen/Mittelspannungsleitungen und Vegetation abbilden.

Im März 2020 wurde für die bayernets GmbH ein topo-bathymetrischer Laserscan eines 41 km langen Trassenkorridors der Gastransportleitung zwischen Wertingen und Kötz durchgeführt. Derlei Laserscans zeichnen sich durch eine hohe Informationsdichte von 30-50 Punkte je m² aus, klassische topographischen Aufnahmen liegen oftmals bei 4-8 Punkten je m². Durch Verwendung einer grünen Wellenlänge (532 nm) und einer Inklination des Laserstrahls können mit einem kombinierten topo-bathymetrischem Laserscan nicht nur das Gelände und die Vegetation erfasst werden, sondern auch Gewässersohlen und unter Wasser befindliche Objekte. Durch die Inklination wird zudem die Vegetation besser detektiert und durchdrungen, als auch vertikale Strukturen wie Gebäudefassaden und Objekte wie Hochspannungsleitungen (Abb. 1) besser abgebildet als mit Nadirmessenden (ohne Inklination). Auch wird der Geländeverlauf unterhalb dichter Vegetation auf Grund der Inklination besser erfasst. Durch Auswertung der mitgespeicherten Full-Waveform-Signale lässt sich der Geländeverlauf im Gewässer und unter dichter Vegetation nochmals besser abbilden.

Die Befliegung dient als umfassende Bestandsvermessung für die weiteren Planungen zum Trassenbau. Um die geforderte Genauigkeit von ±5 cm einzuhalten, wurden die Laserscandaten auf terrestrisch eingemessene Referenzdaten kalibriert und anhand ebenfalls terrestrisch gemessener Kontrolldaten geprüft. Beim Streifenabgleich wurden die maximalen Abweichungen zwischen einzelnen Scans auf in der Regel unter 4 cm minimiert, d.h. 70% aller ermittelten Streifendifferenzen sind kleiner als 4 cm, um eine in sich konsistente Punktwolke zu erhalten (Abb. 1).

Aus der Punktwolke wurden die Geländepunkte über und unter Wasser klassifiziert, aus denen ein Geländemodell abgeleitet wurde, sowie Bestandspläne erstellt. Aus zeitgleich aufgenommenen Luftbildern mit einer Auflösung von ca. 5cm pro Pixel wurden Orthobilder berechnet. Neben den Geländepunkten sind Gebäude sowie Hochspannungsleitungen, Gewässersohlen und eben die Vegetation, insbesondere Waldränder, erfasst. Durch die Verschneidung der 3D-Messdaten mit GIS-Daten und der DFK können effizient Betroffenheiten von Grundstücken ermittelt und Konfliktpunkte mit der tatsächlichen Infrastruktur besser beurteilt werden.

Weitere Informationen:
www.steinbacher-consult.com, www.ahm.co.at

SDDI-Modellregionen in Bayern gestartet

Anfang dieses Jahres ist das Projekt SDDI-Modellregionen Bayern (SDDI = Smart District Data Infrastructure) erfolgreich gestartet. Ziel des Projektes ist der Aufbau und Betrieb einer offenen regionalen Dateninfrastruktur sowie einer 3D-Kartenanwendung auf Open-Source-Basis.

Dabei soll ein skalierbarer „Baukasten“ für die Nutzung von Daten und Diensten entstehen, der auf Open-Source-Software aufbaut. Ins Leben gerufen wurde das Projekt zum Aufbau einer offenen regionalen Dateninfrastruktur für Kommunen und Regionen vom Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B). Federführend unterstützt wird das ZD.B dabei von der TU München (Lehrstuhl Geoinformatik) und virtualcitySYSTEMS. Darüber hinaus stellt das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV) geeignete Daten für die Modellprojektphase bereit. Bereits heute liegen den Kommunen und Landkreisen zahlreiche Daten aus verschiedenen Bereichen wie Mobilität, Energie, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Tourismus, Logistik etc. vor. Welchen Mehrwert besitzen diese Daten und für wen? Wie können Bürger an diesen Daten partizipieren? Und wie können diese Daten sinnvoll verwaltet, abgebildet und zugänglich gemacht werden? Genau hier setzt das SDDI-Konzept an.

Sechs Kommunen und Landkreise nehmen am Projekt „SDDI-Modellregionen in Bayern“ teil:

  • LK Neustadt a.d. Waldnaab
  • LK Wunsiedel
  • Stadt Haßfurt
  • LK Freyung-Grafenau
  • Stadt Grafing
  • Stadt Garching

In jeder Modellregion wird ein Katalogdienst (zentrale „Datenschnittstelle“) aufgesetzt, der den Zugang und die Nutzung unterschiedlicher Datensätze und Dienste ermöglicht. Der Katalogdienst wird mit dem Open-Source-Tool CKAN durch die TU München vorbereitet und zur Verfügung gestellt. Des Weiteren wird für jede Modellregion eine 3D-Kartenanwendung basierend auf der 3D-Komponente des Masterportals aufgebaut. Hierbei unterstützt virtualcitySYSTEMS die einzelnen Modellregionen bei der Erarbeitung und Umsetzung von individuellen Use Cases und dem Aufbau der 3D-Kartenanwendung. Wesentlich ist dabei, dass ein tatsächlicher, nachhaltiger Nutzen und Mehrwert mit allen Stakeholdern herausgearbeitet wird.

Bis Ende 2020 soll aus den gewonnenen Erkenntnissen des Projekts ein SDDI-Leitfaden resultieren, der es ermöglicht, das Konzept auf weitere Kommunen und Landkreise zu übertragen. Ebenfalls soll eine Community entstehen, die ihre Erfahrungen und Erkenntnisse untereinander austauscht und das SDDI-Konzept zukünftig weiter vorantreibt.

Weitere Informationen:

https://zentrum-digitalisierung.bayern/themenplattform-digitales-planen-und-bauen-und-smart-cities-and-regions/
https://www.virtualcitysystems.de/
https://www.lrg.tum.de/gis/projekte/sddi/

 

Online-Bauauskunft bei der Westnetz

Westnetz setzt seit März 2019 bei Planauskünften mit der Applikation Grid Online auf das Produkt UT Bauauskunft der AED-SICAD. Neben der externen Planauskunft haben sich hierbei in den vergangenen Monaten auch die Rollen des internen Beauskunfters für externe Leitungsanfragen sowie die allgemeine interne Auskunft etabliert.

Nach einer längeren Einführungsphase konnte die Westnetz im Frühjahr letzten Jahres mit Grid Online erfolgreich ein neues Online-Auskunftssystem starten (https://bauauskunft.westnetz.de). Vorangegangen war eine intensive Projektphase, in der AED-SICAD gemeinsam mit Westnetz das Produkt UT Bauauskunft maßgeschneidert erweitert hat. Der Fokus lag dabei auf der Rolle des internen Beauskunfters sowie Performance und Sicherheitsaspekten.

Für Sascha Kesseler, Projektleiter Grid Online bei der Westnetz, ist die Applikation vor allem durch die Implementierung des internen Bearbeiters zu einem kompletten Produkt geworden. „Plananfragen unserer Kunden werden einheitlich, schnell, mit gleichbleibender Qualität beantwortet und an nur einer Stelle dokumentiert und archiviert“, sagt er. In 2019 konnten bereits neue Höchstwerte für die Nutzung verzeichnet werden. Mit über 140.000 Auskünften bei 400.000 angefragten Bereichen wurden über 2,4 Mio. PDF-Dokumente automatisiert erzeugt und ausgeliefert.

Für den weiteren Ausbau der UT Bauauskunft gibt es bei Westnetz bereits Planungen. So sollen verstärkt die Themen mobile Nutzung und integrierte Administration fokussiert werden.

Weitere Informationen: https://www.aed-sicad.de/index.php/neuigkeiten-details/westnetz-erreicht-mit-ut-bauauskunft-nutzerhoechstwerte.html

 

Digitales Lager für Geodaten mit novaFACTORY

Mit dem Digitalen Lager für Geodaten werden Grundgedanken der Lagerhaltung aus der industriellen Produktion auf Geodaten übertragen, um eine zuverlässige, effiziente und ressourcenschonende Umgebung für die Produktion und Bereitstellung von Geodatenbeständen zu schaffen.

novaFACTORY ist als Lösung für die Verwaltung und Verteilung amtlicher Geobasisdaten bereits in breiter Anwendung und erfüllt je nach Betriebsszenario schon heute wesentliche Aufgaben eines Digitalen Lagers. Durch seine offenen Strukturen und ein durchgreifendes Rollen- und Rechtemanagement bietet novaFACTORY die erforderlichen Werkzeuge, um eine umfassende digitale Lagerhaltung für Geodaten abzubilden.

Der Grundgedanke des Digitalen Lagers für Geodaten liegt in der bedarfsgerechten Bereitstellung von Daten für alle auf den Daten aufbauenden Prozesse unabhängig davon, ob es sich um interne Verarbeitungs- oder externe Bereitstellungsprozesse finaler Datenprodukte handelt. Dazu werden in novaFACTORY Rohdaten, Zwischenergebnisse und Endprodukte der verschiedenen primär mit novaFACTORY verwalteten geotopographischen Datenbestände eingespielt. Diese können um weitere Datenbestände bzw. die Anbindung unabhängiger Datenhaltungskomponenten ergänzt werden, sodass beispielsweise Vektordaten der ALKIS oder ATKIS Welt in Weiterverarbeitungsprozessen mittels novaFACTORY verfügbar gemacht werden können. 

Die bedarfsgerechte Datenbereitstellung für Produktions- und Veredelungsprozesse erfolgt durch Datenbereitstellung in geeigneten Eingangsstrukturen maßgeschneidert für die Werkzeuge, die den jeweiligen Prozess realisieren. Alternativ erfolgt die Gesamtsteuerung des Prozesses durch novaFACTORY. Auch die Rückübernahme von Zwischen- und Endergebnissen in das novaFACTORY Datenmanagement wird entsprechend realisiert.

Die bedarfsgerechte Datenbereitstellung an Dritte erfolgt vor dem Hintergrund der Produktdefinitionen der jeweiligen Datenprodukte (z.B. AdV-Datenprodukte). Die Bandbreite der automatischen novaFACTORY Bereitstellungsmöglichkeiten ermöglicht dabei eine datei- oder dienstebasierte Bereitstellung.

Weitere Informationen zur Umsetzung eines Digitalen Lagers für Geodaten mit novaFACTORY finden Sie hier

https://www.moss.de/wp-content/uploads/2020/04/2020_novaFACTORY_Digitales_Lager_f%C3%BCr_Geodaten.pdf

SONSTIGES

con terra im FME-Webinar Frühling

Entdecken Sie die Möglichkeiten der Datenintegrationsplattform FME. Am 3. Juni 2020 Webinar zum Thema Copernicus Daten mit FME einfach und effektiv nutzen.

Nutzen Sie die Gelegenheit und lernen Sie im Webinar-Frühling von con terra  die führende Datenintegrationsplattform für Geodaten noch besser kennen.
Am 3. Juni findet die letzte Veranstaltung der Reihe statt. Fünf Mal haben wir Ihnen ein neues Themengebiet für die tägliche Arbeit mit der FME Plattform vorgestellt.

3. Juni 2020 Copernicus Daten mit FME einfach und effektiv nutzen
Mit FME können Sie die frei verfügbaren Daten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus für Ihre Zwecke nutzbar machen. Wir zeigen Ihnen anhand von verschiedenen Anwendungsbeispielen, wie Sentinel Daten einfach mit FME eingelesen, verarbeitet und in Wert gesetzt werden können.

Referenten: Henning Birkenbeul, Henning Lackenberg

Melden Sie sich dazu einfach zu diesem Webinar an – ganz egal, ob Sie Neuling oder bereits FME Experte sind.

Die Teilnahme ist kostenlos!

Einsatz von Unmanned Aerial Vehicles in der Vermessungsverwaltung der Kommunen

Moderne flächenhafte 3D-Vermessung mit UAV-Systemen. Eine Handreichung des Deutschen Städtetages.

Einfach zu steuernde, unbemannte Fluggeräte haben sich in den vergangenen Jahren in verschiedenen Aufgabenfeldern etabliert. Die auch als Drohnen, Mikro- und Multicopter bezeichneten Unmanned Aerial Vehicles (UAV) werden zum Beispiel in Industrie und Landwirtschaft, im Sicherheits- und Rettungswesen oder für Film- und Fotoaufnahmen genutzt. Auch in der Vermessung kommt diese Technologie immer häufiger zum Einsatz. Die Geräte sind schnell einsatzbereit und können sofort auswertbare Informationen sammeln, aus denen sich zum Beispiel 3D-Objekte berechnen lassen. Auf UAV-Plattformen können außerdem unterschiedliche Vermessungssensoren installiert werden, die je nach Bedarf und Einsatzbereich spezifische Erhebungen aus der Luft vornehmen. Die Möglichkeiten der UAV-Erfassung ergänzen die klassischen Methoden der Photogrammetrie, also der Erkundung aus der Luft und vom Boden aus zum Zwecke der Raumdarstellung. Mit vergleichsweise geringem Aufwand können damit vollumfängliche Geodaten für konkrete raumbezogene Aufgabenstellungen gewonnen werden. Die Daten können vielfältig ausgewertet werden, zum Beispiel für die Bauplanung, für das Erstellen von Geländemodellen, für Bestandsdokumentationen oder in der Denkmalpflege. Die vorliegende Handreichung stellt die Voraussetzungen zum Einsatz von Unmanned Aerial Vehicles vor, identifiziert Einsatzbereiche und zeigt anhand von Best Practice-Beispielen Aufwand und Nutzen im Praxiseinsatz. Das Papier kann bei Entscheidungsprozessen zur Beschaffung von UAV-Geräten herangezogen werden.

Die Handreichung kann hier direkt heruntergeladen werden:
http://www.staedtetag.de/imperia/md/content/dst/veroeffentlichungen/mat/handreichung_einsatz_uav_vermessungsverwaltung.pdf