TISCHVORLAGE

Erinnerung: Münchner GI-Runde 2019 am 14. und 15. März

Sie haben sich noch nicht angemeldet? Versäumen Sie die nunmehr sechste Münchner GI-Runde am 14. und 15. März 2019 an der TU München nicht: Zwei Tage, die sich den aktuellen Entwicklungen in der Welt der Geoinformation widmen. Die GI-Runde führt dabei Wissenschaftler, Praktiker, Unternehmen und nicht zuletzt den Nachwuchs in einzigartiger Weise zusammen.

Hochkarätige Wissenschafts-, Praxis- und Innovationsforen, prägen neben der Keynote und den eigens für den Nachwuchs reservierten Vorträgen auch 2019 die Münchener GI-Runde. Das vollständige Programm finden Sie auf der Webseite des Runden Tisches GIS.

Mit ihrer Keynote „KI-Methoden für die Fernerkundung“ wird Prof. Xiaoxiang Zhu von der TU München/DLR die Veranstaltung eröffnen und dabei direkt einen wichtigen Metatrend der Informatik aufgreifen, der künftig auch bei der Verarbeitung von Geodaten eine Rolle spielen wird.

In den Wissenschaftsforen geht es u.a. unter der Überschrift „Simulation und GIS“ beispielsweise um Verkehrsprognosen und Gefährdungsanalysen für urbane Gebiete. Aktuelle Diskussionen zu den künftigen Möglichkeiten selbstfahrender Automobile werden unter dem Stichwort „Straßenraummodellierung und Monitoring“ aufgegriffen, denn ohne hochgenaue Referenzkarten sind autonome Fahrzeuge nicht vorstellbar. Das stellt die Entwickler vor eine ganze Reihe neuer Herausforderungen.

Open Data, Next Generation GDI, BIM und Sensordaten lauten einige Stichworte in den Praxis- und Innovationsforen. Schließlich runden die Finalisten des Förderpreises Geoinformatik 2019 und auch die Preisträger des ersten Hackathons des Runden Tisches GIS e.V. in Kooperation mit den Stadtwerken Augsburg mit ihren jeweiligen Arbeiten das Programm ab. Die feierliche Verleihung des Förderpreises im Rahmen der Abendveranstaltung verbindet Fachliches und Gemütliches.

Sie sind darum herzlich eingeladen sich mit dem Besuch der zahlreichen Vorträge der Wissenschaft-, Praxis- und Innovationsforen zu aktuellen Themen in Forschung und Praxis zu informieren. Treffen Sie Experten, knüpfen Sie Kontakt zum Nachwuchs, diskutieren Sie mit und melden Sie sich auch jetzt noch zur Münchner GI-Runde 2019 an. Weitere Informationen und das detaillierte Programm unter https://rundertischgis.de/veranstaltungen/münchner-gi-runde.html.

 

Geo@aktuell im Zeichen der Mobilität

Die halbtägige Expertenrunde Geo@aktuell des Runden Tisches GIS steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Mobilität. Warum dabei nichts ohne Geodaten geht, wird daher am 9. April im Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in München deutlich. Unmittelbar im Anschluss findet am gleichen Ort die Mitgliederversammlung des Runden Tisches GIS statt.

Das Mobilitätsverhalten der Menschen in den Metropolen ändert sich nachhaltig. Dauerstaus und Parkplatznot, dazu laufend steigende Kosten für den eigenen PKW – viele Stadtbewohner haben sich schon jetzt dazu entschieden, kein Auto mehr zu besitzen. Dazu treten viele Stadtverwaltungen auf die Notbremse. Die schon jetzt völlig überlastete Infrastruktur soll entlastet werden. 

Es braucht neue Wege für Mobilität: Autonome Autos, die selbstständig zu einer Adresse fahren, sind dabei nur ein Teil der künftigen Organisation. Die Vernetzung der Mobilitätsanbieter ist der nächste Schritt. Was heute noch eine Monokultur ist, die zu 90 Prozent aus Autos im Privatbesitz besteht, wird in Zukunft ein Mix aus verschiedenen Angeboten sein. Dazu gehört ein moderner Nahverkehr ebenso wie Carsharing, Ridesharing, Ridepooling, elektrische Motorroller, elektrische Tretroller, Fahrräder oder Fußgänger.

Geo@aktuell wird 2019 das Mega-Thema Mobilität aufgreifen: Es geht darum die Mobilität in urbanen Räumen mithilfe von Geoinformationen intelligent zu konzipieren. Hochkarätige Referenten werden skizzieren, wie das aussehen kann. Als Ergebnis des Hackathons des Runden Tisches GIS in Augsburg, der sich ebenfalls ganz dem Thema Mobilität widmete, werden dazu einzelne, praktische Lösungsansätze präsentiert. Die Sicht eines Energieversorgers auf die Elektromobilität ist ebenso Vortragsthema, wie das Engagement des Bundesverkehrsministeriums für datenbezogene Anwendungen und Digitalisierungsprogramme, die der Mobilität der Zukunft auf die Sprünge helfen sollen.

Das detaillierte Programm und eine Online-Anmeldung zu diesem interessanten Vormittag finden sie unter https://rundertischgis.de/veranstaltungen/geo-aktuell/655-geo-aktuell-2019.html.

 

Neues Mentoren-Programm

Die Münchner GI-Runde ist in diesem Jahr auch der Start für das neue Mentorenprogramm des Runden Tisches GIS. Es richtet sich speziell an Young Professionals in der ersten Phase ihres beruflichen Lebens. Sie haben dabei die Möglichkeit, über das Netzwerk des Runden Tisches GIS einen erfahrenen Ansprechpartner zu finden, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Einzige Voraussetzung: Eine persönliche Mitgliedschaft beim Runden Tisch GIS, die es für Berufseinsteiger und Studierende zu sehr günstigen Konditionen gibt.

Die Welt der Geoinformatik ist vielfältig. Schon die Wege in den Beruf sind durch eine Vielzahl von Studiengängen und Qualifizierungen gekennzeichnet, die beruflichen Tätigkeiten selbst bieten ebenfalls ein breites Spektrum. Da kann es nützlich sein, einen Lotsen zu haben, der dabei hilft, eigene Wünsche und tatsächliche Chancen zueinander zu bringen. Genau dabei unterstützt Sie der Runde Tisch GIS künftig mit seinem Mentorenprogramm. Wir wollen erfolgreiche Tandems bilden aus erfahrenen Experten und jungen Einsteigern mit neuem Wissen – über die Grenzen des jeweiligen Arbeitgebers hinaus. Davon können beide Seiten profitieren.

Der Runde Tisch hilft, die richtigen Kontakte zu finden. Ob und wie sich die Zusammenarbeit von Mentor und Mentee entwickelt, hängt danach allein vom Engagement der beiden Beteiligten ab. Alles bleibt dabei vertraulich. Es gibt gegenüber dem Runden Tisch GIS keine Berichtspflichten und wir geben auch keine Information über die jeweiligen Duos an Dritte. Erleben sie einfach, wie ein Netzwerk praktisch funktioniert. Bleiben sie über die Webseite des Runden Tisches GIS auf dem Laufenden. Nach der Münchner GI-Runde gibt es dort detaillierte Informationen zu Ablauf und Bewerbungsverfahren – für künftige Mentee und interessierte Mentoren.

 

Internationales 3D-Forum in Lindau

Am 7. und 8. Mai ist der Runde Tisch GIS erneut Mitveranstalter des Internationalen 3D-Forums in Lindau, das 2019 zum 18. Mal an den Bodensee einlädt. In diesem Jahr rückt erstmals das Thema „Künstliche Intelligenz“ als Megatrend in den Fokus. Denn auch alles rund um dreidimensionale Datenerzeugung und Visualisierung wird davon nicht unberührt bleiben.

Neue Themen wie Mobile Mapping, UAVs/Drohnen und BIM haben rund um das Thema 3D in den vergangenen Jahren immer wieder für neue Impulse gesorgt. Jetzt rückt eine neue Thematik von gesellschaftsverändernder Dimension in den Fokus: Die Künstliche Intelligenz (KI).

Das 18. Internationale 3D-Forum im Mai diesen Jahres wird sich daher erstmals mit KI im Kontext mit virtuellen 3D-Stadtmodellen beschäftigen. Das 3D-Forum Lindau bietet somit eine gute Gelegenheit, die aktuellen Entwicklungen und Trends in äußerst rasant voranschreitenden Technologien der 3D-Stadt- und Gebäudemodelle mit all seinen damit verbundenen Themen kompakt und informativ dargestellt zu bekommen.

Neben wissenschaftlichen und technologischen Neuheiten und Trends sind aber vor allem die Vorträge aus der Praxis mit entsprechenden Anwendungen und Beispielen Schwerpunkt der Veranstaltung. Referenten aus Wissenschaft, Verwaltung und der Wirtschaft gewähren Einblicke in ihre Projekte.

Die Veranstaltung richtet sich damit an ein breites Feld von Leitungs- und Führungskräfte der Kommunen, Landkreise, Stadtwerke und andere öffentliche Institutionen sowie Hochschulen und Unternehmen der Bereiche Stadtplanung, Stadtentwicklung, Energieversorgung / EVUs, Stadtwerke, Hoch- und Tiefbau, Infrastrukturplanung, Wasserwirtschaft, GIS, Vermessung, Tourismus, Geomarketing, Wirtschaftsförderung, Immobilienmarketing, Facility Management sowie an Systemhersteller, Dienstleister und Projektträger, die in diesen Aufgabenfeldern tätig sind.

Am zweiten Tag werden Vertiefungsthemen näher aufbereitet und an Beispielen erläutert. Zudem finden dann wieder der CityGML-Workshop sowie Firmenworkshops statt. In einer Ausstellung präsentieren spezialisierte Firmen den neuesten Stand der 3D (Web)GIS- und Visualisierungstechnologien sowie der 3D-Datenerfassung mittels bild- und LASER-basierender Systeme. Die Veranstaltung ist zudem von der Architektenkammer Baden-Württemberg als Fortbildungsveranstaltung für Architekten anerkannt.

Das vollständige Programm und die Anmeldung zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

Beiträge für das 14. Mobile GIS-Forum gesucht

Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz und die Wasserwirtschaft: Das werden am 18. Juli die inhaltlichen Schwerpunkte des 14. Mobilen GIS-Forums des Runden Tisches GIS in Augsburg sein. Unternehmen, Universitäten und Anwender aus dem Kreis der Mitglieder des Runden Tisches GIS, die in diesen Bereichen Vorträge rund um mobile GIS-Lösungen bzw. mobile Datenerfassung beisteuern wollen, sollten sich schon jetzt bei der Geschäftsstelle des Runden Tisches GIS melden. Ein interessiertes Publikum erwartet sie im Bayerischen Landesamt für Umwelt.

Das diesjährige Mobile GIS-Forum wird erneut in bewährter Kooperation mit der GI-Geoinformatik GmbH aus Augsburg organisiert. Die GI Geoinformatik, das langjährige Firmenmitglied des Runden Tisches GIS, feiert zudem in diesem Jahr sein 25-jähriges Firmenjubiläum und lädt daher am Abend der Veranstaltung dazu ein, dieses Jubiläum gemeinsam zu feiern.

Am darauffolgenden Vormittag (Freitag 19. Juli) wird zudem eine Fachexkursion zum Thema Wasserversorgung der Stadt Augsburg angeboten. Dies ist auch Teil der aktuellen Bewerbung Augsburgs zum UNESCO-Welterbe: “Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg”. Beim 14. Mobilen GIS-Forum stehen wieder die aktuellen Entwicklungen bei der mobilen Datenerfassung entlang der gesamten Verarbeitungskette im Fokus: Datenerfassung – Datenaufbereitung – Datenbereitstellung; diesmal erweitert um die mobile Datenerfassung mittels Laserscanning.

 

 

Neu am Runden Tisch GIS: Landesanstalt für Landwirtschaft

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) ist das Wissens- und Dienstleistungszentrum für die Landwirtschaft in Bayern – und die Behörde ist neues Mitglied des Runden Tisches GIS.

Die anwendungsorientierte Forschung der LfL greift Fragestellungen aus der Praxis auf und stellt den landwirtschaftlichen Unternehmen auf verschiedenen Wegen anwendbare Lösungen zur Verfügung. Der Hoheits- und Fördervollzug sowie die Beratung runden das Angebot ab und machen die LfL zu einem wichtigen Partner der bayerischen Land- und Ernährungswirtschaft. Daten mit Raumbezug werden an der LfL bereits seit Jahrzehnten an vielen Stellen, wie zum Beispiel im Feldversuchswesen, bei der Erfassung von agrarmeteorologischen Messwerten oder auch beim Monitoring von Fischbeständen, erhoben, ausgewertet und veröffentlicht.

Den rund 1300 Mitarbeitern der LfL stehen zur Erfüllung ihrer Aufgaben Geographische Informationssysteme (GIS) wie zum Beispiel ArcGIS und Cadenza als Spatial-Reporting-Software zur Verfügung. In den letzten Jahren wurde mit der Software Cadenza eine organisationsweite (Geo-)dateninfrastruktur – das sogenannte LfL-Datenportal - für die Bereitstellung von Daten und Karten sowohl für die Mitarbeiter der LfL als auch für die der Landwirtschaftsämter aufgebaut. Das LfL-Datenportal dient dabei vorrangig der Bereitstellung von (Geo-)daten und dem Transfer von Wissen innerhalb der Behörde über Tabellen, Diagramme und Karten. Daneben existiert seit 2015 das Wildtierportal, über welches vielfältige Informationen über Wildtiere, Forstgutachten und Flächennutzung in der Landwirtschaft über Webkarten im Internet bereitgestellt werden. Etwas später ist aufbauend auf dem Wildtierportal ein interaktives Wildtier-Managementsystem für regionale Arbeitsgemeinschaften entstanden, welches Landwirten, Naturschützern und Jägern als GIS-basiertes Kommunikationswerkzeug zur Verfügung steht.

Aktuelle Herausforderungen sind die Bereitstellung von mobilen GIS-basierten Auskunfts- und Erfassungssystemen, sowohl innerhalb der Behörde für die Erfüllung von Monitoringaufgaben, als auch bei den Wildtier-Arbeitsgemeinschaften.

 
 

FERNSCHREIBEN

Koordination statt Kostenexplosion

Kaum verstummt der Presslufthammer an einer Straßenkreuzung, schon ertönt der Lärm des nächsten Gerätes an derselben Stelle. Das muss nicht sein: Mit PlanTogether von GRINTEC wird überflüssigen Baustellen der Kampf angesagt.

Mit PlanTogether können bereits geplante Bauvorhaben schnell und einfach erfasst werden. Die Erfassung erfolgt entweder manuell oder über einen automatischen Abgleich mit anderen Systemen. Details zu den einzelnen Bauvorhaben (Art, Ort oder Zeitraum der Bautätigkeiten) werden allen Beteiligten lange vor dem geplanten Beginn der Arbeiten auf übersichtliche Art und Weise zur Verfügung gestellt – entweder vor einem Kartenhintergrund oder in Listenform. Monate oder sogar Jahre im Voraus kann somit eventuell anfallender Koordinations- und Optimierungsbedarf festgestellt werden.

Arbeiten, die unterschiedliche Sparten (Gas, Wasser und Strom) betreffen, aber in verschiedenen Zeiträumen an ein und derselben Stelle durchgeführt werden sollten, können somit zusammengefasst und gemeinsam abgewickelt werden. Durch das Zusammenlegen der Baustellen wird vor allem das Budget geschont und eine Kostenexplosion verhindert. Aber auch die Nerven jener Menschen werden geschont, die in unmittelbarer Nähe der Baustellen wohnen.

Alle in PlanTogether vorgenommenen Änderungen von Eigenschaften einzelner Planungsobjekte (z.B. Startzeitpunkt der Arbeiten) werden mitprotokolliert. Durch einen Aufruf der Änderungshistorie können beispielsweise alle im Rahmen von Bausitzungen getroffenen Entscheidungen in ihrem inhaltlichen und zeitlichen Ablauf nachvollzogen werden. Der aktuelle Stand ist jederzeit für alle Beteiligten abrufbar – etwaige Änderungen können auch automatisch via E-Mail an die zuständigen Sachbearbeiter übermittelt werden.

PlanTogether ist eine Web-Anwendung, die in bereits bestehenden Rechenzentrum betrieben werden kann. Ein rollenbasiertes Berechtigungskonzept stellt zu jedem Zeitpunkt sicher, dass Nutzer nur die für sie bestimmten Informationen sehen oder bearbeiten dürfen.

 

XPlanung ist verpflichtender Standard

Dass die XPlanung das verbindliche Austauschformat für IT-Verfahren im Planungsbereich ist, wurde vom IT-Planungsrat bereits im Oktober 2017 beschlossen. Doch was heißt das nun konkret? Die IP SYSCON GmbH bietet dazu Software-Lösungen und Beratung an.

Im Zuge des Beschlusses, XPlanung als Standard verbindlich vorzuschreiben, wurde auch die „Handreichung“ der neu gegründeten Leitstelle XPlanung / XBau Auskunft herausgegeben. Darin heißt es: „Für IT-Verfahren, die neu implementiert oder in wesentlichem Umfang überarbeitet werden, ist der Beschluss sofort bindend umzusetzen. Alle bestehenden IT-Verfahren in den Bau- und Planungsverwaltungen von Gebietskörperschaften sind bis zum Ende einer fünfjährigen Übergangsfrist (Februar 2023) zu ertüchtigen, um XPlanung- und XBau-basierte Daten- und Nachrichtenobjekte verarbeiten zu können.“ Den konkreten rechtlichen Hintergrund für die XPlanung beim Kommunen bilden im Übrigen oft die E-Government-Gesetze der Länder, die auf die Beschlüsse des IT-Planungsrates verweisen.

Damit verbunden ist sicherlich nicht nur die Anschaffung neuer Software-Komponenten, sondern auch beim Datenaustausch ist künftig darauf zu achten, dass dieser XPlan-konform erfolgt. Ziel ist es, den Datenaustausch und die Datennutzung zu verbessern. Wichtigstes Handlungsfeld der XPlanung wird daher die verlustfreie Datenübermittlung von Stelle A zu Stelle B sein. Hierzu gehört zum Beispiel die Datenweitergabe eines Planungsbüros als Auftragnehmer an die jeweilige beauftragende Kommune. Die IP SYSCON GmbH bietet hierzu Software-Lösungen sowie Beratung und Hilfe an.

 

geoplana und die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn

Im Jahr 2019 steht die Stadt Heilbronn ganz im Lichte der Bundesgartenschau. Die Stadt setzte dabei bei der Planung ganz auf Transparenz, so dass die Entstehung der Schau durch Veranstaltungen von jedermann mitverfolgt werden konnte. Die Firma geoplana hat dafür entscheidende Datengrundlagen geliefert.

Im Frühjahr 2012 entschied das Baudezernat der Stadt Heilbronn, ein rund 70 Hektar großes Gebiet von der Marbacher Ingenieur GmbH photogrammetrisch aufnehmen zu lassen. Noch vor Beginn der Planungsmaßnahmen mussten belastbare Geodaten über das gesamte Planungsgebiet vorliegen. geoplana erhielt den Zuschlag, über das Zielgebiet - eine Fläche von ca. 8,2 Quadratkilometern - einen digitalen, stereoskopischen Farbbildmessflug durchzuführen. Der Auftrag umfasste einen digitalen Bildmessflug 638 Meter über Grund mit einer 60-prozentigen Längs- und 50-prozentigen Querüberdeckung, aus der sich Orthophotos mit einer Bodenauflösung von fünf Zentimetern ableiten ließen. Eingesetzt wurde die digitale Messkamera Z/I DMC II 140 der Firma Leica.

Weiter sollten für drei weitere Teilbereiche hochpräzise Geländemodelle mit einer Höhengenauigkeit von deutlich unter zehn Zentimetern erzeugt werden. Höhenpunkte im Zehn-Meter-Raster, Bruchkanten, markante Punkte, Formlinien, Aussparungsflächen sowie der Umring des Auswertebereichs mussten erfasst werden. Außerhalb der Auswertebereiche kam für die Flugplanung und Orthophotoherstellung ein Digitales Geländemodelle (DGM) des Auftraggebers zum Einsatz. Abgerundet hat den Auftrag die detaillierte Erfassung zahlreicher topographischer Elemente, wie zum Beispiel Straßenränder, Brücken, Höhenlinien, Bodenbeläge oder Gebäude.

Mit diesen umfassenden, hochpräzisen und aktuellen Daten stand den Planern der Bundesgartenschau ein Geobasisdatenbestand zur Verfügung, auf den alle folgenden Planungsmaßnahmen aufsetzen konnten.

Die Bilder des bisher letzten Bildmessflugs vom September 2018 lieferte geoplana im November an das Vermessungs- und Katasteramt der Stadt Heilbronn aus. Diese Befliegung war auf das Bundesgartenschaugelände begrenzt und diente in erster Linie der Dokumentation. Die gewonnenen Orthophotos zeigen die enorme Wandlung dieses knapp 40 Hektar umfassenden Areals. Neue Gewässerflächen, Grünanlagen, Gebäude, Brücken und Straßen sind entstanden. Eindrücklich belegt durch den Vergleich mit den Orthophotos aus Bildflügen der Jahre 2010, 2014 und 2017, die ebenfalls von geoplana produziert worden sind.

Die Bundesgartenschau in Heilbronn wird am 17. April 2019 eröffnet und schließt am 6. Oktober 2019.

 

HELSINKI 3D+ Eine Live-Simulation

Im Dezember 2018 hat die Stadt Helsinki mit virtualcitySYSTEMS ein Stadtplanungs- und Stadtentwicklungsprojekt gestartet, bei dem neben dem virtualcityPLANNER und virtualcityBIM auch die neue Simulationssoftware ANSYS Discovery Live von CADFEM eingesetzt wird. Auf diese Weise erschließen sich ganz neue Möglichkeiten.

Schon in frühen Planungsphasen können durch den kombinierten Einsatz dieser Softwareprodukte Entwürfe im realitätsnahen 3D-Umfeld bewertet und komplexe Strömungsverhältnisse schnell und unkompliziert analysiert werden. Über den virtualcityPLANNER lassen sich Planungsmodelle erstellen und in die Kartenanwendung integrieren. Zusätzlich können detaillierte BIM-Gebäudemodelle über das virtualcityBIM Plug-In im Stadtmodell ergänzt werden. So lassen sich Windlasten für neue Gebäudeentwürfe unter Einbeziehung der vorhandenen Bebauung bestimmen, aber auch notwendige Veränderungen für die bestehende Bebauung werden erkennbar. Ob Geometrien manuell angepasst, Objekte verschoben oder ausgeblendet werden, das Simulationsergebnis stellt die Änderungen nach wenigen Sekunden dar.

Das Team um Jarmo Suomisto von HELSINKI 3D+ nutzt diese Lösung seit Anfang des Jahres vor allem für die Abbildung instationärer turbulenter Windströmungen beim Bau des Smart City Quartiers Kalasatama. Ganz entscheidend für HELSINKI 3D+ war hierbei der nahtlose Prozess von virtualcitySYSTEMS vom 3D-Stadtmodell über die Planungs- und BIM-Integration zur Simulation.

Darauf aufbauend können auch weiterführende Fragen, wie zur Belüftung der Stadt oder zum Personenkomfort, beantwortet werden, um diese Aspekte ebenfalls frühzeitig in den Planungsprozess zu integrieren. Auch die 3D-Simulation von Schadstoffverteilungen oder Gefahrstoffkonzentrationen für Aufgaben des Umweltschutzes oder der Sicherheit ist auf eine wirtschaftliche und zeitnahe Art und Weise möglich.

UMLAUFMAPPE

Verkehrsministerium lädt zum Data-Run

Im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Berlin findet am 22. und 23. März 2019 der BMVI Data-Run statt. Das Ministerium lädt dazu ein, 24 Stunden lang innovative Mobilitätslösungen auf Basis von Daten aus dem Geschäftsbereich des BMVI voranzutreiben. Beim Coding sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Kombination der vom BMVI bereitgestellten Daten mit anderen Daten ist explizit gewünscht.

Teilnehmen können Programmierer und Programmierinnen, Gründer und Gründerinnen, Entwickler und Entwicklerinnen und sonstige Interessierte! Egal ob aus der IT oder aus anderen Bereichen, z.B. der Betriebswirtschaftslehre oder dem Grafikdesign. Auch interessierte Zuschauer und Zuschauerinnen sind eingeladen. Die Teilnahme am BMVI Data-Run ist kostenlos.

Das Ministerium gibt Fragestellungen („Challenges“) vor, aus denen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihren Favoriten für die Bearbeitung während des Hackathons auswählen können. Aktuell sind schon Aufgaben genannt, bei denen es um mehr Sicherheit bei dem Gebrauch von Drohnen geht: Aus vorhandenen Datenpools und Informationsquellen soll ein präzises Abbild der Realität entstehen, das für mehr Freiheit für Drohnenpiloten bei gleichzeitigem Schutz des regulären Flugverkehrs und der Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger sorgt.

Gesucht sind außerdem digitale Ideen rund ums Radfahren, seien es Apps, Infoangebote, interaktive Visualisierungen, Gadgets, Hard- oder Software. Und schließlich gibt es noch eine kreative Herausforderung, bei der es darum geht, Daten verschiedener Projekte mit weiteren Daten, die zum Beispiel über die mCLOUD verfügbar sind, zu einem echten Mehrwert zu vernetzen. Je weniger die ursprünglichen Daten miteinander zu tun haben, aber je sinnvoller die Lösung ist, umso besser.

Alle Informationen und die Möglichkeit, sich anzumelden, gibt es auf der eigens vom Ministerium eingerichteten Webseite.

 

Weitere Termine des Runden Tisches GIS

  • 9. April 2019 – Mitgliederversammlung des Runden Tisches GIS e.V. im LDBV München
  • 17. bis 19. September 2019 – Intergeo in Stuttgart
  • 5. November 2019 – Kommunales GIS-Forum in Neu-Ulm
  • 26. und 27. November – 2019 BIMWorld Munich.