TISCHVORLAGE

Münchner GI-Runde 2019: Jetzt bewerben

Am 14. und 15. März kommenden Jahres tagt wieder die Münchner GI-Runde. Zu den aktuell geplanten Themen der Konferenz gehört diesmal unter anderem das Monitoring und die Modellierung von Straßenräumen. Breiten Raum werden – nicht nur bei diesem Fachthema – die Aspekte Visualisierung und Simulation von Daten einnehmen.

Das reicht von den Möglichkeiten der automatisierten Objekterkennung in Punktwolken bis hin zum Einsatz georeferenzierter, sensorgesteuerter Augmented Reality in Echtzeit. Die Wissenschaftsforen beleuchten dabei den Stand der Forschung, während die Praxisforen beispielhafte Projekte von Anwendern vorstellen. Innovative Projekte und kreative, neuartige Anwendungen und Lösungen rund um die Verwendung von Geoinformationen sind dann den Innovationsforen vorbehalten.

Gerade hier können und sollen sich vor allem kleine und mittelständische Unternehmen präsentieren. Noch gibt es Platz für Bewerber mit interessanten Themen, die kompakt in Zehn-Minuten Vorträgen präsentiert werden können. Die Firmen treffen auf der GI-Runde auf ein zumeist gut informiertes Fachpublikum, dessen primäres Interesse der inhaltliche Austausch ist. Für Unternehmen bedeutet ein Auftritt in München daher vor allem die Chance, vielfältige Kontakte zu anderen Firmen, wissenschaftlichen Institutionen und Behörden zu knüpfen und nicht zuletzt von der Öffentlichkeitsarbeit des Runden Tisches GIS rund um die Veranstaltung zu profitieren. Noch bis 15. Januar gibt es die Chance, sich mit einem neuen Produkt oder innovativen Projekten  für die Innovationsforen zu bewerben.

Abrunden lässt sich ein solcher Auftritt auf der Konferenz noch mit zusätzlicher Präsenz in der Firmenausstellung. Auch dafür stehen noch Plätze in der Immatrikulationshalle der TU München zur Verfügung. Hier geht es zu weiteren Informationen und zur Anmeldung.

 

BIM World 2018: Geo 4 BIM

Auch 2018 präsentierte der Runde Tisch GIS in Zusammenarbeit mit dem Leonhard Obermeyer Center (LOC) der TU München wieder einen gut frequentierten Workshop auf der BIM World in München. Mit mehr als 120 Ausstellern, insgesamt über 100 ReferentInnen und rund 4000 Fachbesuchern, ist die BIM World inzwischen die weltweit wichtigste Konferenz und Messe zum Thema Building Information Modeling.

Building Information Modeling (BIM) steht als Begriff für die Digitalisierung und Prozessoptimierung der gesamten Bau- und Gebäudeindustrie. Das geht über digitale Gebäudemodelle, wie sie in der GIS-Welt bislang gebräuchlich sind, weit hinaus. Zusätzlich zur Visualisierung und bisherigen Semantik der Modelle treten zahlreiche neue Anforderungen an die Modellierung von Gebäudeteilen, die auch Konstruktionslogik in der Bauphase sowie die spätere Nutzung und das Gebäudemanagement berücksichtigen. Noch einmal stärker wirken sich diese Zusammenhänge und die daraus resultierende Integration zahlreicher bislang getrennter oder auch schlicht unterlassener Datenmodellierungen in einem gemeinsamen Datenbestand bei Infrastrukturbauten wie Straßen, Tunnel oder Gleisanlagen aus. Professor André Borrmann, Leiter des Lehrstuhls für Computergestützte Modellierung und Simulation, Mitglied im LOC und Berater der Bundesregierung zur Einführung der BIM-Methode für Bauprojekte, führte anhand der gerade laufenden Pilotprojekte in die Thematik ein. Professor Thomas Wunderlich von der TU München, Lehrstuhl für Geodäsie und ebenfalls Mitglied im LOC widmete sich in seinem Workshop-Beitrag der Problematik der Einbettung von BIM-Projekten in die Realität.

Um Daten aus dem Planungsmodell einer BIM-Anwendung direkt in die Landschaft zu übertragen, bedarf es klarer Standards und Übereinkünfte hinsichtlich des Bezugssystems zur Georeferenzierung, wie Wunderlich betonte. Bei örtlich begrenzten Bauprojekten ist die Wahl eines verzerrungsfreien, lediglich örtlich gültigen Bauwerkskoordinatensystems üblich und ausreichend. Es wird vor Baubeginn vor Ort durch ein entsprechendes Festpunktfeld umgesetzt. Im BIM kann dann im Maßstab 1:1 geplant werden. Mit Bezug auf das Festpunktfeld lassen sich die Maße aus dem Bauwerkskoordinatensystem im BIM zumeist ohne Abbildungskorrektionen in die Örtlichkeit übertragen.

Bei langgestreckten oder großräumigen Bauplanungen funktioniert das aber so nicht mehr, weil zum Beispiel umfangreiche Daten aus einem überörtlichen Koordinatenreferenzsystem gebraucht werden, etwa um Anschlussdifferenzen zu Nachbargebieten zu vermeiden oder auch einfach, weil die Maße zur Absteckung (zum Beispiel in ein Landeskoordinatensystem) übertragen werden sollen.

Zwischen den Maßen vor Ort und den Maßen im BIM sind durch die Abbildungsverzerrungen und der Divergenz der Lotlinien Korrektionsmaße an den Längen notwendig. Bei großen, insbesondere lang gestreckten Anlagen können die Abbildungskorrekturen in Abhängigkeit der Ost-West-Ausdehnung und/oder unterschiedlicher Höhenlage zu allem Überfluss auch noch unterschiedlich hohe Beträge erreichen. Man wird deshalb auch noch Teilgebiete mit voneinander verschiedenen Maßstäben festlegen müssen. Entsprechend komplex wird die Datenübertragung. Wenn also nicht von Beginn an der Umgang mit den Korrektionen und dem verwendeten Koordinatensystem und seinem Maßstab umsichtig überlegt, vereinbart und von allen Beteiligten eingehalten wird, kann es zu Widersprüchen zwischen den Maßen der Absteckung und den maßstabsfesten Bauteilen kommen, wie sie im BIM dokumentiert sind. Entsprechende Anforderungen über die Bezussyteme sind daher laut Wunderlich in die Definitionen von Datenmodellen und Schnittstellen von BIM und GIS aufzunehmen. Bislang gibt es sie dort nicht in ausreichender Tiefe.

Beide Professoren wiesen in ihren Beiträgen auf den Leitfaden BIM und Geodäsie des DVW und des Runden Tisch GIS zur vertieften Lektüre hin.

Im weiteren Verlauf des Workshops wurde anhand von Beispielen, etwa bei der Windparkplanung, die Daniel Holweg von M.O.S.S. vorstellte oder bei unterirdischen Infrastrukturplanungen, die Sabine Schönhut von Obermeyer Planen und Beraten behandelte, die Bedeutung des Zusammenwirkens von BIM und GIS belegt. Özgur Ertac von Esri Deutschland und Stefan Trometer von virtualcitySYSTEMS erläuterten den Nutzen von 3D-Plattformen, die es erlauben, Planungsprojekte einer Stadt/Region zu visualisieren, zu bewerten und im Bedarfsfall auch Ereignisse zu simulieren.

 

Hackathon „Neue Wege für die Mobilität in Augsburg“

Knapp 80 TeilnehmerInnen in 19 Teams aus drei Ländern hatten sich zum ersten Hackathon des Runden Tisches GIS beim Kooperationspartner Stadtwerke Augsburg (swa) eingefunden. Das Ziel: Neue Wege für die Mobilität in Augsburg entwickeln. Dafür stand eine umfangreiche Datenplattform aus freien, amtlichen und kommerziellen Daten zum Thema Mobilität bereit.

Ein „Hackathon“, eine Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“ ist ein intensives, 24-stündiges Treffen kreativer Köpfe, die neue Ideen zu einem vorgegeben Thema entwickeln. In Augsburg ging es darum, Ideen und konkrete Lösungsansätze zu finden, wie die Digitalisierung und Vernetzung von Daten die Mobilität von morgen gestalten kann. „Die swa waren dafür der ideale Partner“, sagt Dr. Klaus Brand, vom Vorstand des Runden Tisch GIS. Denn neben Bus und Straßenbahnen gehören auch Carsharing und ein Fahrradverleih zum Angebot der Stadtwerke. Und auch E-Mobilität wird in Augsburg mithilfe der swa vorangetrieben. Es gibt also bereits zahlreiche Komponenten für eine vernetzte Mobilität.

Dazu kam die Bereitschaft der swa, die Teilnehmer des Hackathon mit ihren Daten zu versorgen. „In erster Linie finden wir die Idee toll, junge Menschen und ihre Ideen an einem Ort zu vereinen“, sagt Dr. Walter Casazza, Geschäftsführer der swa. „Natürlich würden wir uns auch freuen, wenn wir die ein oder andere Idee auch in die Umsetzung bringen können – wir sind immer auf der Suche nach neuen Lösungen, um unser Mobilitätsangebot weiter zu optimieren.“

Rund 24 Stunden lang haben die Kreativen dann vom 23. auf den 24. November die Köpfe zusammengesteckt und präsentierten danach in kurzen vierminütigen Pitches ihre Ergebnisse. Von fertigen Apps zum Thema vernetzte umweltfreundliche Fortbewegung mit Belohnungssystemen, bis 3D-Visualisierungen von Routen, bessere Vernetzung des Angebots, Möglichkeiten zur Erhöhung des Anteils von Fahrradfahrern bis zu neuen Infrastrukturplanungen für das Verkehrsnetz war alles dabei. Vier Preisträger in verschiedenen Kategorien konnten am Ende die gesponserten Siegerschecks über  jeweils 2.500 Euro entgegennehmen:

  • Die beste Idee: „GIS-Joe“ von der Hochschule für Technik Stuttgart mit einer Anwendung für sicheres Routing für Fahrradfahrer, aufbereitet in ansprechender 3D-Visualisierung.
  • Die beste Präsentation: „AEco“ von der TU München befassten sich mit nachhaltiger Mobilitätsplanung, durch kombinierte Nutzung von z.B. Fahrrad, ÖPNV und Carsharing. Die Ergebnisse und das Bonussystem wurden in einer fertigen App anschaulich präsentiert.
  • Die beste Realisierung: „The A-Team“ ebenfalls von der TU München, belohnt umweltfreundliches Mobilitätsverhalten durch Bonuspunkte, welche bei regionalen Partnern eingelöst werden können, z. B. Gutscheine für Freibier einer regionalen Brauerei.
  • Der Publikumspreis wurde von allen Anwesenden gewählt: das Team „ImbaHacks“ von der Hochschule Augsburg, zeigte wie man das bestehende sternförmige ÖPNV-Netz mit dem Gleissystem der Augsburger Lokalbahn zu einem Ring schließen könnte. Auf diesem sollen elektrogetriebene Schienenfahrzeuge zum Einsatz kommen und Umstiegspunkte zum bestehenden Netz eingerichtet werden.

Auch die übrigen Teams, die zum Teil nur knapp hinter den Gewinnern lagen, zeigten Ideen, die hochinnovativ waren und das Mobilitätsangebot in Augsburg noch flexibler, umweltfreundlicher und zukunftssicherer machen können. Teilweise konnten diese Ideen und komplexen Lösungen in der kurzen Zeit von vier Minuten nicht in vollem Umfang vorgestellt werden. Der Runde Tisch GIS gibt allen Teams die Möglichkeit, die Präsentationen auf der Veranstaltungswebseite www.neue-wege-augsburg.de zu veröffentlichen. „Ich bin wirklich begeistert von unseren Teilnehmern und wie sie alle die 24 Stunden genutzt haben“, zog Jürgen Biedermann, Geschäftsbereichsleiter Multimobilität bei den swa und Mitorganisator des Hackathon, am Ende seine Bilanz.

Veranstalter des Hackathon waren der Runde Tisch GIS e.V. und die Stadtwerke Augsburg. Der Lehrstuhl für Geoinformatik der TU München war für die Datenplattform verantwortlich.

 

Kommunales GIS-Forum: Stadt, Land, GIS

Ein Tag „Kommunales GIS-Forum 2018“ im November in Neu-Ulm und drei Themenblöcke zeigen die vielfältigen Facetten moderner GIS-Anwendungen. Rund 100 ExpertInnen aus dem GIS-Umfeld diskutierten über smarte, digitale und rechtssichere Fragestellungen im Zeichen kommunaler Selbstverwaltung.

„Digitale Strategien und Geoinformationen – Wie erfolgreiche Vernetzung gelingen kann“ lautetet gleich zum Einstieg der Titel der Keynote von Dr. Stefan Ostrau, Leitzielverantwortlicher Digitalisierung im Kreis Lippe (Nordrhein-Westfalen) und Vorstand des Vereins Kommune 2.0. Ostrau plädierte dabei zwar für Leuchttürme und Modellregionen, in denen die Digitalisierung besonders intensiv vorangetrieben wird, forderte aber zugleich, eine durchgängige Vernetzung in Städten und Kommunen herzustellen und keine Insellösungen zu schaffen. Im Übrigen stehe die Digitalisierung längst als politisches Schwerpunktthema auf der Agenda der Verantwortlichen sehr weit oben. „Wir haben daher auch kein Erkenntnisproblem, sondern die Herausforderung der praktischen Umsetzung.“

Der Status quo der Digitalisierung in Kommunen zeige ein Bild mit Nachholbedarf. Nach einer Umfrage „Der digitale Landkreis“ des Deutschen Landkreistages in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IESE vom Sommer 2018 haben 57 Prozent der befragten Landkreise keine eigene Digitalisierungsstrategie oder bisher keine Anpassung des Kreisentwicklungsplans an die Digitalisierung vorgenommen. Als Hemmschuh sehen die Landkreise mit über 30 Prozent der Nennungen vor allem den fehlenden Breitbandausbau. Hinzu komme die nicht vorhandene Qualifikation des Personals – ganz zu schweigen von der allgemein schlechten Personalausstattung. „Im Grunde sind das die Hausaufgaben, denen sich Kommunen stellen müssen“, meint Ostrau. Er illustrierte am Beispiel seines Heimatkreises Lippe, wie vielfältig die Herausforderungen sind. So reichen die Aufgaben des „Zukunftskonzepts Lippe 2025“ vom schnellen Internet über digitale Bürgerdienste bis zur digitalen Arbeit, Bildung und dem Thema Open Data.

Themenblock I: Datenschutz und Sicherheit
Trotz aller digitalen Zukunftsbilder und den damit verbundenen Chancen dürfen potenzielle Risiken nicht vergessen werden. Dies verdeutlichten die Inhalte des ersten Themenblocks zu zur Datensicherheit und dem Datenschutz. Daniel Kleffel, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) in Nürnberg, machte am Beispiel des Zugangs zu SCADA-Systemen in der Wassersteuerung über das Internet deutlich, wie leichtsinnige manche Betreiber vorgehen. „Sieben bayerische Kommunalbetriebe nutzten das gleiche Passwort und die gleiche Benutzerkennung.“  Für ihn gehe es vor allem darum, die Sensibilität der Mitarbeiter in den Organisationen zu schärfen, um Vorfälle zu vermeiden oder zumindest die Auswirkungen zu minimieren.

Gleich zwei Referenten beschäftigten sich mit dem Thema Datenschutz. Corina Scheiter, Geschäftsstelle des Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz, referierte über neue Herausforderungen an den Datenschutz durch Smart Cities und autonomes Fahren. Hier gehe es um den Verlust von Anonymität – Stichwort Tracking – sowie einem Verlust der (Entscheidungs-)Freiheit. Das Thema Datenschutz müsse insgesamt mit der technologischen Entwicklung Schritt halten. Eine vertrauenswürdige und zuverlässige, elektronische Kommunikation, sei überhaupt die Basis einer erfolgreichen Digitalisierung.

Enger fasste Elisabeth Mayer, Datenschutzbeauftragte des Landkreises Regensburg, das Thema am Beispiel der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Sie machte noch einmal deutlich, dass es sich um ein Grundrecht handelt. Trotz aller Praxis gelte demnach: Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist grundsätzlich verboten, es sei denn, es liegt die wirksame Einwilligung des Betroffenen vor. Aber auch bei Aufgaben, die im öffentlichen Interesse liegen, können personenbezogene Daten verarbeitet werden. Hierzu zählt nach Mayers Worten der Schutz lebenswichtiger Interessen, wie zum Beispiel im Katastrophenfall.

Themenblock II: Wohnen und Verdichten
Hier stellten unter anderem Dr. Ulrich Huber und Dr. Markus Lemberger ihr GIS-Werkzeug für Siedlungsentwicklungs- und Leerstandsmanagement vor.  Der Workflow reicht von der Berechnung und Prüfung des Leerstands im GIS bis zur Leerstandserfassung im Außendienst. Sogar Exposés für die Vermarktung seien möglich. Selbst an Prognosen traue man sich, durch die Integration weiterer Daten. So erstelle man ein Kataster mit leerstandsgefährdeten Wohngebäuden, in die Altersdaten der Einwohner, baurechtliche Aspekte und Daten des Katastrophenschutzes eingingen. Ein praktisches Ergebnis: Im Landkreis Cham stehen rund 1500 Gebäude leer (4,1 Prozent) und in rund 2600 Gebäuden (7,1 Prozent) wohnen aktuell ausschließlich Menschen, die über 75 Jahre alt sind (7,1 Prozent).

Mit dem Thema der Erreichbarkeit im ländlichen Raum beschäftigte sich Christian Gerten vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) in Dortmund. Am Projektbeispiel in Calw zeigte Gerten ein Werkzeug zur Entscheidungsunterstützung für die Infrastruktur- und Nahverkehrsplanung. Als Informationen flossen in das unterstützende „Entscheidungs-Werkzeug“ die Faktoren Bildung, Gesundheit, Nahversorgung sowie Freizeit, Behörden und Dienstleistungen ein. Wichtig sei nach Gertens Worten, mithilfe des Werkzeugs Simulationen durchzuführen, um beispielsweise Veränderungen des Standorts aufzuzeigen. Gerten beschrieb hierzu ein konkretes Szenario am Beispiel des Wegfalls von Hausärzten ohne Nachfolge ab 2030. Hierbei wurde grafisch deutlich, dass sich die Wegezeiten zum nächsten Hausarzt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in manchen Gebieten auf 40 Minuten oder mehr summieren können.

Themenblock III: Mobilität
Im dritten Block zum Schwerpunkt „Mobilität“ zeigte sich gleich eine Herausforderung im Big-Data-Zeitalter: aktuelle Bestands- und vor allem Zustandsdaten über das Straßennetz sowie zu Rad- und Fußwegen mit vertretbaren Kosten zu pflegen. Joachim Naujoks von der Stadt Esslingen stellte dazu eine eigene 360°- Befahrungslösung“ für weniger als 10.000 Euro Investition. Der Fokus lag nach Naujoks Worten zunächst auf der Erfassung des Straßenzustands, um die nächsten Sanierungsarbeiten festzulegen. Profiteure der Daten seien zudem das Referat für den öffentlichen Nahverkehr sowie das Grünflächenamt. Das System sei nach Ansicht von Naujoks so flexibel, um per Begehung auch Fuß- und Radwege zu dokumentieren oder Kanäle mit Booten zu befahren.

Über das Befahren einer Stadt unter dem Blickwinkel eines Radfahrers referierte Nicola Forster. Sie präsentierte ihre Masterarbeit an der Universität Augsburg zum Thema: „Analyse von Gefahrenstellen zwischen Pkw- und Fahrradfahrern mithilfe von Geodaten“. Augsburg war zugleich ihr Untersuchungsgebiet, in dem sie für die Jahre 2014 und 2015 insgesamt 730 Unfälle mit Radfahrern erfasste und geokodierte. Das Ergebnis: Vor allem die Unfallzahlen mit Fahrradfahrern beim „Einbiegen“ (41 Prozent) und „Abbiegen“ mit 38 Prozent überwiegen deutlich. Auf die Frage nach den Einflussfaktoren für Unfälle zeigt sich an den Ergebnissen des Bewertungsindex, dass Straßenbahnen, Ampelanlagen oder die Geschwindigkeit maßgebliche Gefahrenquellen sind. Forster leitet aus den Ergebnissen, Vorschläge zu Erweiterungen und Umbauten im Radwegenetz ab, damit Autofahrer beispielsweise im rechten Winkel auf den kreuzenden Radweg zufahren müssen.

Es gibt einen ausführlichen Bericht zur Veranstaltung, verfasst von Andreas Eicher. Reservieren Sie außerdem jetzt schon den Termin für das Kommunale GIS-Forum 2019 am 5. November kommenden Jahres.

 

 

Trendanalyse zur Intergeo 2018

Bereits zum 15. Mal in Folge war ein Team aus Studierenden und wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des Lehrstuhls für Geoinformatik der TU München (TUM) im Auftrag des Runden Tisch GIS auf der Intergeo unterwegs, um wegweisende Trends und die aktuellsten Entwicklungen der Branche zu identifizieren. Die Ergebnisse wurden in einer Trendanalyse zusammengefasst, deren Vollversion in der Zeitschrift für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement (zfv ) erschienen ist.

Erste Erkenntnis dieser Analyse: Vor allem das Thema “Digitalisierung” zieht sich wie ein roter Faden durch die Messethemen und stellt damit auch für die Geodäsie einen Megatrend dar. Diese Tatsache und auch der Wandel, der damit einhergeht, waren auf der Intergeo 2018 in Frankfurt mit seinen diversen und umfangreichen Facetten eindrucksvoll ersichtlich. Die Schlagworte hierzu lauten Smart Cities, Cloud Computing, Machine Learning, Digitales Bauen und eGovernment. Außerdem hat sich wie in den Vorjahren erneut die zentrale Stellung des Themenbereichs der UAVs bestätigt. Eine starke Tendenz besteht außerdem in Richtung BIM (und der Integration mit GIS) sowie der Künstlichen Intelligenz im Bereich von Big-Data-Analysen.
Beim Thema 3D-Stadtmodellierung war der Begriff „Digitaler Zwilling“ ein sehr oft diskutiertes Thema der diesjährigen Intergeo. Dabei lassen sich laut Aussteller-Angaben zwei klare Trendrichtungen erkennen: Auf der einen Seite die automatisiert erstellten 3D-Mesh-Darstellungen und auf der anderen Seite die mit semantischen Informationen angereicherten Stadtmodelle. Allerdings nähern sich beide Varianten immer mehr einander an.

Auf der Messe wurden vor allem Produkte angeboten, die mit Hilfe von halbautomatischen und manchmal auch automatischen Prozessen auf Basis von Bilddaten und Punktwolken Gebäudemodelle generieren können. Diese Prozessierungen bringen auch das Thema Big Data ins Bewusstsein. Allerdings ist der Umgang mit großen Datenmengen im GIS-Umfeld schon lange eine Herausforderung, nicht zuletzt an die Hardware. Die verschiedenen Bereiche der Branche stützen sich daher auf bereits bestehende Lösungen der Datenverarbeitung – unter anderem bei der Prozessierung von Punktwolken und Satellitendaten, dem Datentransfer der Daten von Befliegungen oder bei der Generierung von 3D-Stadtmodellen aus verschiedenen Datenquellen. Hier erregte auch eine Open-Source Entwicklung Aufmerksamkeit: die Punktwolken-Library Entwine kann durch die serverseitig parallelisierte Verarbeitung einen Datensatz der Niederlande, bestehend aus über 600 Milliarden Punkten, clientseitig in unterschiedlichen Detaillierungsgraden visualisieren.

Darüber hinaus waren auch erste Anwendungen maschinellen Lernens zu finden, beispielsweise um Satellitenbilder automatisch zu analysieren und Features zu extrahieren. Dank maschinellen Lernens ist das Analysieren auch von massiven Mengen an Satellitenbildern heute bereits in großem Umfang und nahezu in Echtzeit möglich.

Lesen Sie die Trendanalyse auch in vollständiger Länge.

 

Neu am Runden Tisch GIS: geoplana

geoplana ist ein Spezialunternehmen für Bildmessung und Bildmessflüge. Mit eigenen Flugzeugen und modernster Kameratechnik (Leica DMCII und DMCIII) fliegt geoplana im Auftrag von Städten und Gemeinden, von Industrieunternehmen oder für Landesvermessungsämter und macht Messbilder von höchster Präzision.

Diese hochauflösenden Fotos werden anschließend den Kundenwünschen entsprechend weiterverarbeitet. Je nach Kundenwunsch, vermisst geoplana auf diese Art z.B. Überschwemmungsgebiete oder versiegelte Flächen, erstellt Lärmkataster oder 3D-Stadtmodelle, Punktwolken oder Ortho- bzw. True-Orthofotos. Alles in höchster Auflösung. Da der Kunde jederzeit auf die kalibrierten Daten zurückgreifen kann, sind Auswertungen auch innerhalb der Flugintervalle jederzeit möglich. Ein relativ neues Geschäftsfeld, das die bisherigen Leistungen ergänzt, ist die Einrichtung und regelmäßige Pflege von GIS-Systemen insbesondere für Kommunen.

Die gesamte Produktionslinie von der terrestrischen Vermessung, dem Bildflug über die Luftbildauswertung bis hin zur Lieferung der fertigen Daten deckt geoplana über die eigenen Büros in Marbach, München und Koblenz mit eigenen Spezialisten ab. Alles garantiert ‚Made in Germany‘. Da geoplana zudem über einen eigenen Flugplatz am Firmensitz verfügt, sind die Wege und Lieferzeiten bei geoplana entsprechend kurz.

Das geoplana-Team besteht aus hoch qualifizierten Fachleuten der verschiedensten Disziplinen: Hier arbeiten Hand in Hand Vermessungsingenieure, Geologen, Geographen, Photogrammetrie-Operateure, Betriebswirte, Kartographen, Wirtschaftsingenieure und Informatiker. Dieses Wissen kombiniert mit einer hochpräzisen, modernen und technisch ausgereiften Ausrüstung sind Voraussetzungen für erfolgreiche Lösungen.

Die geoplana Ingenieurgesellschaft besteht seit 1965 und ist seit ihrer Gründung auf Photogrammetrie und Fernerkundung spezialisiert. Auch stürmischen Zeiten konnte die Firma mit ihrer konsequenten Ausrichtung trotzen. Heute gehört geoplana zum Städteverlag, einer mittelständischen, international tätigen Firmengruppe und Spezialisten für Kartografie.

 

 

AUS DER LEHRWERKSTATT

Absolventen und ihre Themen

Hier stellen wir regelmäßig interessante Themen von Absolventen der Hochschulmitglieder des Runden Tisches GIS vor. Das soll zugleich die große Bandbreite möglicher Fragestellungen zeigen, die mit geographischen Daten verbunden sind. Diesmal:

Berechnung des Energiebedarfs von Wohngebäuden auf Basis von semantischen 3D-Stadtmodellen am Beispiel der Gemeinde Poing von Dominik Fuchs, BA Lehrstuhl für Geoinformatik, TU München

In den vergangenen Jahren wurden in vielen Kommunen und Städten in ganz Deutschland Programme für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und zur Reduktion des CO2-Ausstosses umgesetzt. Dazu wurden u. a. Programme aufgesetzt, um Anreize für Hausbesitzer zu schaffen, ihre Gebäude zu sanieren und dabei sowohl selbst Geld zu sparen als auch weniger Ressourcen zu verbrauchen, die Treibhausgase emittieren.

Ein großes Problem dieser Aktionspläne ist, dass Kommunen und andere staatliche Stellen, die über Fördermaßnahmen Bescheid wissen, keine Informationen darüber haben, wen diese explizit ansprechen könnten. Daher wurde in der Bachelorarbeit ein Tool entwickelt, welches den Heizenergiebedarf von Gebäuden mittels der Software FME automatisiert und großräumig abschätzen kann. Grundlage dafür ist die DIN 18599, welche von Energieberatern für diesen Zweck verwendet wird.

Als Input sind lediglich ein CityGML 3D-Stadtmodell der jeweiligen Kommune und ein Excel Sheet mit Daten zum Baualter der Gebäude nötig. Anhand des Alters lassen sich gebäudespezifische Parameter, wie Wärmedurchgangskoeffizienten oder Durchlassgrade der Fenster, abschätzen. Geometrische Eigenschaften der jeweiligen Gebäude, wie zum Beispiel Flächeninhalte, die Neigung des Daches oder die Orientierung der Wände, werden entweder aus dem CityGML-Stadtmodell ausgelesen oder mittels FME berechnet. Außerdem ist es möglich, realitätsnähere Daten als das Referenzklima aus der Norm mit einzubeziehen, falls diese vorhanden sind. So können z.B. die Ergebnisse eines Tools zur Berechnung der solaren Einstrahlung auf Gebäude des Lehrstuhls für Geoinformatik an der TU München, das u. a. auch die Verschattung durch Nachbargebäude berücksichtigt, verwendet werden, was die Genauigkeit der Energiebedarfsschätzung erhöht.

Nach erfolgreichem Durchlaufen des Workflows erhalten die Kommunen ein Excel-Sheet mit den verwendeten Daten (U-Wert, Alter, …) und den berechneten Heizenergiebedarfen für alle Monate und das gesamte Jahr. Außerdem wird eine Google Earth KML-Datei zur Verfügung gestellt, die die 3D-Visualisierung der Ergebnisse ermöglicht (siehe Abbildung). Die Gebäude sind dabei entsprechend ihres Heizbedarfs pro Quadratmeter Nutzfläche eingefärbt, sodass mögliche Schwerpunkte schnell identifiziert werden können. Wenn man ein Gebäude selektiert, wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Energiebedarfsschätzung angezeigt. Außerdem kann explizit nach Adressen gesucht werden, falls ein bestimmtes Gebäude von Interesse ist. Die Arbeit im Volltext.


 
 

FERNSCHREIBEN

GeoOffice xPlanung bei der Stadt Bielefeld

Als die Stadt Bielefeld Ende 2013 eine neue GIS-Lösung zur Erstellung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans (FNP, LSP) suchte und AED-SYNERGIS mit GeoOffice bereits eine XPlan-konforme Software anbieten konnte, griffen die Verantwortlichen in Bielefeld beherzt zu. Eine Entscheidung, die sich heute mehr als bezahlt macht.

Ralf Kroymann, heute im Amt für Personal, Organisation, IT und Zentrale Leistungen der Stadt Bielefeld tätig, erinnert sich an die damalige Weichenstellung: „Wir suchten eine Software, die es ermöglichte, verschiedene Verfahrensstände der Pläne komfortabel zu verwalten, und einen Anbieter, der die Plandaten aus dem bisherigen System übernahm. AED-SYNERGIS konnte mit GeoOffice xPlanung auch diese Anforderungen erfüllen.“ Flächennutzungspläne und Landschaftspläne basieren bei der Stadt Bielefeld auf einem XPlan-konformen Datenmodell. Seit Oktober 2014 basiert der FNP der Stadt Bielefeld auf einem XPlan-konformen Datenmodell. Seit Juni 2015 werden auch die Landschaftspläne Xplan-konform bearbeitet.

Jessica Volke vom Bauamt ist im Team „Gesamträumliche Planung” mit fünf weiteren Kollegen zuständig für den Flächennutzungsplan. Sie ist sehr zufrieden: „Wir konnten sogar einige spezielle Fachbedeutungen, die wir in Bielefeld führen, mit in das neue Datenmodell integrieren, z.B. die Begriffe Baumarkt und Campingplatz.“ Begeistert ist Volke auch von der integrierten Planverwaltung: „AED-SYNERGIS ist hier vorbildlich auf unsere Wünsche eingegangen. Dieses Werkzeug wird jetzt sehr gut von den Anwendern genutzt.” Ralf Kroymann ergänzt: „Bei der Veröffentlichung der Pläne im Intra- und Internet bietet GeoOffice mit dem Sharing-Werkzeug ein hervorragendes Tool, das es ermöglicht, komplexe Symbole und Beschriftungen in Annotations umzuwandeln. Die Pläne werden so direkt und mit viel Zeitersparnis über den ArcGIS Server veröffentlicht.”

So sind die Verantwortlichen in Bielefeld dem IT-Planungsratsbeschluss vom Oktober 2017 um einiges zuvorgekommen und profitieren heute doppelt von der Einführung der neuen xPlan-konformen GIS-Lösung.

 

Umweltdatenmanagement – Eine Geo-Inspiration

Für eine besondere Neuerscheinung wirbt aktuell der Harzer Verlag: In seinem Buch "Umweltdatenmanagement - Eine Geo-Inspiration" setzt sich Autor Dr. Heino Rudolf tiefgreifend und kritisch mit der Nutzung der Datenspezifikationen der Geo-Normen für Umweltdaten auseinander und analysiert den Einsatz von INSPIRE in der Praxis. Allerdings kommt das Werk mit seinen unkonventionellen Lösungsideen, Gedichten, Zitaten und musikalischer Untermalung etwas anders daher, als die üblichen Bücher zu diesem Thema.

Rudolf ist ein großer Verfechter der INSPIRE-Grundidee und sieht in ihr den Königsweg für Behörden und Unternehmen, mit ihren Geo- und Umweltdaten den Prozess der Digitalsierung unserer Gesellschaft mitzugestalten. Vielleicht darum entwickelt er eine völlig neue Methode zur Ausarbeitung von Datenmanagementlösungen für Umweltdaten. Im Buch werden diese Ansätze ausgearbeitet, erläutert und an vielfältigen Anwendungsbeispielen mit ausgearbeiteten UML-Klassendiagrammen vorgestellt: ein Gesamtmodell zum Ökosystem, das dann detailliert für Modelle zur Luftqualität, zu Bodenkennwerten, Klima/Energie, Gewässer und Wasserwirtschaft, Umweltrecht und Überwachung, Kanal- und Straßennetzen, Prozesssteuerungen umgesetzt wird.

Drei Leitgedanken für alternative INSPIRE-Lösungen fasst der Autor in seinem Buch zusammen: Wir haben nur ein Realitätsmodell statt 34 und genau ein INSPIRE-Annexthema: Ökosystem. Wir modellieren zweistufig und arbeiten für die Datenbereitstellungen Anwendungsbeispiele aus und mit entmystifizierten Modellen stellen wir die Daten in einfachen Formaten und Strukturen bereit. Lassen Sie sich von den vielen Anwendungsfällen inspirieren.

Das Buch kann zum Preis von 29,80 Euro über den Bernhard Harzer Verlag bestellt werden.

 

Salzburg feiert 30 Jahre Z_GIS

Die Universität Salzburg hatte im Oktober 2018 zu einem Festakt in die Residenz zu Salzburg eingeladen. Der Anlass war das 30-jährige Jubiläum des interfakultären Fachbereichs Geoinformatik –  Z_GIS und der 60. Geburtstag von Professor Josef Strobl, der Z_GIS 1988 gegründet hat.

Der Rektor der Uni Salzburg, Heinrich Schmidinger, erwähnte in seinem Grußwort, dass Strobl als Wissenschaftlicher Assistent GIS in den 80er Jahren an die Uni Salzburg gebracht habe. Z_GIS ist heute als interfakultär geführter Fachbereich großteils über Drittmittel finanziert, beschäftigt rund 95 MitarbeiterInnen und ist in die Bereiche Integrated Spatial Analysis (Angewandte Forschung und Entwicklung), GIScience (Grundlagenforschung) sowie Spatial Knowledge & Transfer (Fernstudien UNIGIS, AGIT Symposien, Technologietransfer) gegliedert.

Aufgrund seiner zahlreichen Kontakte mit Partneruniverstäten und Unternehmen „sei Z_GIS heute der international bekannteste Fachbereich der gesamten Universität“, so der Rektor. Der Landeshauptmann Stv. Christian Stöckl überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung und zeichnete Strobl mit dem Ehrenzeichen des Landes Salzburg aus. Er hob den hohen Stellenwert der Geoinformatik für den Standort Salzburg besonders hervor: „Die Geoinformatik an der Uni Salzburg hat sich durch die intensive Kooperation mit der Wirtschaft und wegen ihrer vielfältigen internationalen Beziehungen zu einem Aushängeschild für Salzburg entwickelt“. Dies sei das große Verdienst von Josef Strobl. Die Laudatio hielt anschließend sein Stellvertreter, Professor Thomas Blaschke.

Sämtliche Redner würdigten übereinstimmend Strobls große Pionierleistung. Ihm sei es mit viel Engagement, Idealismus und Beharrlichkeit gelungen, Z_GIS zu einer international angesehenen Institution in der Academic Community der Geoinformatik zu entwickeln. Wenn man nach vorne schaue, dann ist zu erwarten, dass die rasante Entwicklung der Technik und der Systeme mit künstlicher Intelligenz die Funktionalität der Geoinformatik bedeutend steigern wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden neue Anwendungsfelder entstehen und innovative Geo-Applikationen verfügbar sein.
Natürlich werden die großen Internet- und Software-Konzerne (Google, Apple, Microsoft, etc.) die digitalen Technik-Trends ebenfalls nutzen, um der „Generation Smartphone“ attraktive GIS-Funktionalitäten anbieten zu können. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich diese Konzerne mehr nach den finanziellen Interessen ihrer Unternehmen ausrichten werden (Werbung) und weniger am tatsächlichen Nutzen für die Menschen interessiert sind. Aus der Anwendungspraxis dürfte weltweit mit einer stark wachsenden Nachfrage nach Aus- und Weiterbildung für die Geoinformatik auf akademischen Niveau zu rechnen sein. Für diesen Technologietransfer ist Z_GIS mit seinem weltweiten Partnernetz und seinen Weiterbildungsprogrammen bereits heute sehr gut aufgestellt – Infos unter www.zgis.at.  

Der Vorstand des Runden Tisch GIS e.V. an der TU München freut sich über den großen Erfolg von Z_GIS und gratuliert dem ganzen Team zum 30-jährigen Jubiläum sowie seinem „Spiritus Rektor“, Josef Strobl, zum 60. Geburtstag sehr herzlich. Der Runde Tisch GIS wünscht den Salzburgern, dass sie ihre großartige Erfolgsgeschichte erfolgreich fortschreiben können und er hofft auf weitere fruchtbare Zusammenarbeit mit Z_GIS.

 

Geo Delft 2018

Vom 1. bis einschließlich 5. Oktober 2018 fanden die vier internationalen Konferenzen „ISPRS Technical Commission IV Symposium 2018“, „13th International 3D GeoInfo Conference 2018“, „6th International FIG Workshop on 3D Cadastres“ und „3rd International Conference on Smart Data and Smart Cities“ zum ersten Mal gemeinsam im Rahmen der Großveranstaltung „Geo Delft 2018“ an der TU Delft, Niederlande statt. Dort wurden zahlreiche Arbeiten aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung aus der ganzen Welt vorgestellt. Rund 500 Besucher, ReferentInnen sowie Mitwirkende und Helfer nahmen an der Veranstaltung teil.

In der gemeinsamen Eröffnungssession „The Best of the Netherlands“ am ersten Konferenztag berichteten Keynote-Sprecher über den aktuellen Stand der Digitalisierung und Modernisierung in der Stadtverwaltung und Stadtplanung sowie über Techniken und Innovationen in der GIS-Ausbildung in den Niederlanden. In ihrem Vortrag begrüßte Dorine Burmanje, CEO der niederländischen Agentur kadaster für Kataster, Grundbuch und Vermessungswesen, alle Besucher mit den Gemälden des bekannten niederländischen Malers Jan Vermeer van Delft. Der Zusammenhang zwischen der 2D- und 3D-Welt sowie die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen wie Künstlern, Architekten, Astronomen, Geographen und Geodäten wurden anhand Vermeers Kunstwerken sowie eines 3D-Modells des modernen Delfter Hauptbahnhofs hervorgehoben. In seinem Plenarvortrag präsentierte Joris Goos, Programm-Manager für digitales Management und Engineering in Rotterdam, das Konzept „Digital City Rotterdam“. Dieses stützt sich auf die drei Hauptbereiche Data Science, Business Science und Künstliche Intelligenz. Im letzten Eröffnungsvortrag zeigte Willemijin Simon van Leeuwen, dass das Erlernen von Geowissenschaften nicht nur Erwachsenen vorbehalten ist. Zusammen mit ihren Schülern stellte sie das Projekt „Geocraft“ vor, in welchem die gesamten Niederlande auf Basis des sehr beliebten Spiels „Minecraft“ in die digitale Welt abgebildet wurde. Interessierte TeilnehmerInnen konnten sich z.B. mithilfe eines Head-Mounted Displays frei in der digitalen Welt bewegen, um die Landschaften und Gebäude sowie ihr Wohnhaus zu besichtigen. Organisiert ist diese Welt auch: Die Gemeinden werden von den sogenannten „Bürgermeistern“ geleitet, die selbst Schüler sind und von Schülern gewählt wurden.

Nach der Eröffnungssitzung fanden die vier Konferenzen parallel in verschiedenen Räumen und zu unterschiedlichen Zeiten statt, wobei die „13th 3D GeoInfo 2018“ bzw. „3rd International Conference on Smart Data Smart Cities“ Konferenz jeweils zwei Tage (01. – 02.10. bzw. 04. – 05.10.), die „6th International FIG Workshop on 3D Cadastres” Konferenz drei Tage (02. – 04.10.) und die „ISPRS Technical Commission IV Symposium 2018“ Konferenz den gesamten Zeitraum vom 01. bis einschließlich 05.10. in Anspruch nahmen. Dieser Bericht umfasst die Konferenzen „13th 3D GeoInfo 2018“ und die „3rd International Conference on Smart Data Smart Cities.“

13th 3D GeoInfo 2018
Wie in jedem Jahr lag der Fokus der Konferenz 3D GeoInfo vor allem auf den Bereichen 3D-Geoinformation, Erhebung und Analysis von Geodaten, fortschrittliche 3D-Modellierung sowie 3D-Visualisierung auf Akademie-, Industrie- und Regierungsebene. Im Rahmen der diesjährigen Tagung wurden rund 60 Arbeiten in 7 Hauptkategorien über zwei Tage eingeteilt und vorgestellt, nämlich „Visualisation & Dissemination“, „Acquisition & Reconstruction“ und „EuroSDR/VOLTA: NMCAS (3D Geoinformation for National and Cadastral Mapping Agencies)“ am ersten Konferenztag, sowie „Modelling“, „Applications (General & Heritage)“, „Applications (Environment)“ und „Processing“ am zweiten Konferenztag.

Unter den zahlreichen spannenden Vorträgen stellten beispielsweise im Bereich „Acquisition & Reconstruction“ die Referenten aus Singapur ihre Arbeit zum „Modeling Trees for Virtual Singapore: From Data Acquisition to CityGML Models“ vor, welche mehrere Methoden zur Datenerhebung und Modellierung von 3D-Bäumen in drei LODs (Level of Details) 1 – 3 untersucht. Seit Jahrzenten bemüht sich der neulich weltweit als „City of Gardens“ bezeichnete Stadtstaat Singapur darum, die unschätzbaren grünen Landschaften mitten in den ohnehin begrenzten urbanen Räumen zu sichern bzw. auszuweiten. Bisher sind ungefähr 1,5 Millionen Bäume zwischen Gebäuden und anderen urbanen Infrastrukturen der Stadt platziert worden. Die Modellierung im „Digitalen Zwilling“ Singapurs stellt vor allem aufgrund des zeitlichen Baumwachstums eine große Herausforderung dar. Die Autoren stellten ein Framework vor, in dem jeder einzelne Baum lokalisiert und anschließend in CityGML mit sowohl geometrischen als auch semantischen Informationen modelliert werden kann.

Im Bereich „Applications (Environment)“ präsentierte Bruno Willenborg von der Technischen Universität München die Forschungsarbeit „Integration of Semantic 3D City Models and 3D Mesh Models for Accuracy Improvements of Solar Potential Analyses“, welche 3D-Meshmodelle mit ihren dazugehörigen semantischen 3D-Stadtmodellen verknüpft und somit sinnvolle Stadtanalysen ermöglicht. Als Einsatz verwendeten die Autoren die geometrischen Abstände zwischen Dreieck-Meshes und semantischen Flächen sowie das Verfahren Region Growing mit Plane Fitting. Die resultierenden mit semantischen Informationen angereicherten Dreieck-Meshes sind dann in CityGML gespeichert. Im Anwendungsfall einer Solarpotentialanalyse in Helsinki zeigt sich der Vorteil des Ansatzes darin, dass die Abschätzungsgenauigkeit des Solarpotentials dadurch erheblich erhöht wurde.

CityGML spielte wie bereits in den letzten Jahren eine zentrale Rolle in vielen Forschungsarbeiten der diesjährigen Konferenz. In ihrem Vortrag über „The Rotterdam 3D City Model, from Innovation to Implementation“ stellte Jane Hermans-van Ree, Geoinformationsabteilung der Stadt Rotterdam, die Vision eines semantischen 3D-Stadtmodells „Rotterdam 3D“ und deren Realisierung in CityGML, vor. Die Autoren Ioannis Pispidikis und Efi Dimopoulou, Nationale Technische Universität Athen (NTUA), Griechenland, präsentierten ihre Arbeit über einen „CityGML RESTful Web Service: Automatic Retrieval of CityGML Data Based on Their Semantics. Principles, Guidelines and Bldg Conceptual Design“, welcher im Vergleich zum Web Feature Service (WFS) semantische Abfragen unterstützt. Die Autoren Helen Eriksson, Lars Harrie and Jesper Paasch, schwedisches Landesvermessungsamt (Lantmäteriet) sowie Universität Lund und Gävle, Schweden, verglichen in ihrem Vortrag „What Is the Need for Building Parts? - A Comparison of CityGML, INSPIRE Building and a Swedish Building Standard“ die vier Standards CityGML, INSPIRE Building, einem schwedischen Building-Standard und IFC im Kontext von Building-Parts. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass alle Standards ähnliche Konzepte definieren, aber klare Empfehlungen zur Untergliederung von Gebäuden in Gebäudeteile für die Verwendung in nationalen Kontexten fehlen.

In seinem Plenarvortrag am zweiten und letzten Konferenztag sprach Dr. Claus Nagel, CTO des Unternehmens virtualcitySYSTEMS GmbH und stellvertretender Vorsitzender der OGC-Arbeitsgruppe CityGML, über „Use Cases of 3D City Information Models“, wo er mehrere open-source GIS-Werkzeuge für diverse Anwendungsszenarien vorstellte und somit die wichtige Bedeutung derzeitiger Open Source Standards für die Zusammenarbeit zwischen Entwicklern, Forschern, usw. aus aller Welt betonte. Zum Abschluss des Plenums wurde Singapur zum Gastgeber der nächsten internationalen „3D GeoInfo 2019“ Konferenz benannt. Organisatoren sind die Singapurische Landesbehörde (SLA) und die Nationale Universität Singapur (NUS).

3rd International Conference on Smart Data Smart Cites
Der Fokus der internationalen Konferenz „Smart Data Smart Cities“ lag wie in den letzten zwei Jahren auf den neuartigen Forschungsarbeiten und Innovationen in Geoinformations- und Kommunikationssystemen in Smart Cities. Die zweitägige Konferenz umfasste dieses Jahr 24 Vorträge aus sieben Hauptkategorien, nämlich „3D“, „Sustainable Mobility“, „Dashboards/WebGIS“ und „Transport“ am ersten Konferenztag, sowie „Citizen Engagement and Participation“, „Sensors“ und „Urban Decision Making“ am zweiten Konferenztag.

Im Bereich „3D“ präsentierte  Xander den Duijn, GIS-Berater des Unternehmens tensing aus den Niederlanden, in seinem Vortrag „Modelling Below- and Above-Ground Utility Network Features with the CityGML Utility Network ADE: Experiences from Rotterdam“ die Erkenntnisse seines Teams beim Einsatz der „CityGML Utility Network ADE“ in Rotterdam. Dabei konzentrierten sich die Autoren auf die Modellierung unterirdischer Infrastrukturen der größten Seehafenstadt Europas, indem sie die Struktur der Eingangsdaten entsprechend der ADE anpassten und diese anschließend in die kostenfreie open-source 3D City Database (3DCityDB) importierten. Es wurde gezeigt, dass die (angepasste) 3DCityDB auch für die Durchführung Graph-basierter topologischer Operationen kompatibel ist.

In seinem Plenarvortrag „Smartphone Positioning and 3D Mapping Indoors“ stellte Dr. Ruizhi Chen, Leiter des „State Key Laboratory of Information Engineering in Surveying, Mapping and Remote Sensing“ an der Wuhan Universität, die Forschungsarbeiten seines Teams über „Smartphone Positioning and 3D Mapping Indoors“ vor. Im Vergleich zur Outdoor-Positionierung, welche heutzutage mithilfe von z.B. GPS oder Galileo problemlos auf Smartphones überall auf der Erde funktioniert, ist die Indoor-Positionierung oft als problematisch anzusehen, da die von Satelliten gesendeten Ortungssignale je nach verwendeten Baumaterialien in Räumen sehr stark gedämpft werden können. Um dieses Problem zu beheben, schlugen die Forscher aus China mehrere Ortungsmethoden vor, die nicht nur anhand „Wireless Local Area Network“ (WLAN), sondern auch über akustische Rückmeldung sowie Beleuchtung des Innenraums die aktuelle Position des Nutzers bestimmen können. Die Positionierungsgenauigkeit liegt bei Berücksichtigung dieser Ansätze  auch bei schlechten Bedingungen deutlich unter 50 cm.

In der gemeinsamen Abschlusssitzung der Großveranstaltung „Geo Delft 2018“ wurde der Best Paper Award an die Autoren J. Oehrlein, A. Förster, D. Schunck, Y. Dehbi, R. Roscher und J.-H. Haunert des Artikels „Inferring Routing Preferences of Bicyclists from Sparse Sets of Trajectories“ verliehen. Dabei ging es um die automatische Klassifizierung der aufgenommenen Fahrradrouten in verschiedene Kategorien, welche durch maschinelles Lernen und selbst entwickeltes Analyseverfahren erkannt wurden.  Basierend auf eingegebene Präferenzen können favorisierte Straßenarten und Segmente automatisch identifiziert bzw. für die Routenplanung vorgeschlagen werden. Die vorgestellten Methoden sind sogar für Eingangsdaten mit geringer Abdeckung der verfügbaren Fahrradrouten einsetzbar. Zum Abschluss wurde bekannt gegeben, dass die nächste internationale Konferenz Smart Data Smart Cities im Rahmen der Veranstaltung „Geospatial Kuala Lumpur“ vom 1. bis einschließlich 3. OKtober 2019 in Kuala Lumpur, Malaysia stattfinden wird. 

Noch nie zuvor veranstalteten die vier internationalen Organisationen ISPRS, FIG, 3DGeoInfo und UDMS ihre Konferenzen gemeinsam in einer Großveranstaltung wie die „Geo Delft 2018“ in Delft, Niederlande. Besucher und Referenten hatten daher die Gelegenheit, nicht nur innerhalb ihres Arbeitskreises, sondern auch mit Experten und Firmen aus anderen Disziplinen ihre Ideen auszutauschen. Trotz der hohen Anzahl an Besuchern und Vorträgen war es den Organisatoren und Mitwirkenden gelungen, alle vier Konferenzen hervorragend innerhalb von fünf Tagen durchzuführen. Die Konferenzen waren somit dieses Jahr erfolgreich beendet.

 

Zum Stand der Bürgerforschung

Aufbauend auf dem ‚BürGEr Schaffen WISSen‘ GEWISS Projekt ist jetzt das Buch „Citizen Science – Innovation in Open Science, Society and Policy“ erschienen. Es befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen, die Bürger aktiv an Forschungsaufgaben und Prozessen zu beteiligen. Es ist als kostenfreier Download verfügbar.

In Zusammenarbeit mit der Europäischen Citizen Science Association (ECSA) konnten Susanne Hecker und Anett Richter zu diesem Thema die Beiträge von rund 120 AutorInnen aus 16 Ländern zusammentragen. Die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit an wissenschaftlichen Forschungsprojekten gilt als ein rasch expandierendes Feld in Open Science und Open Innovation. Bürgerforschung oder auch Citizen Science kann Innovation in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik durch integrierte Produktion von öffentlichem Wissen und Engagement für die Wissenschaft stärken. Als ein wachsendes, weltweites Phänomen wird es durch die Entwicklung neuer Technologien gestärkt, die Menschen einfach und effektiv mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft verbinden. Angetrieben von den Wünschen der Bürger aufgrund neuerer gesellschaftlicher Trends, auch aktiv an wissenschaftlichen Prozessen beteiligt zu sein, bietet Citizen Science Beiträge zum Anstieg des Tertiärbereichs. Die Kapitel sind global aufgestellt und betrachten die Rolle von Citizen Science im Kontext der breiteren Agenda von Open Science und Open Innovation. Darüber hinaus bietet Citizen Science auch ein wertvolles Instrument für Bürger, um eine aktivere Rolle in nachhaltiger Entwicklung zu spielen.

Das Herausgeber-Team wurde unterstützt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ, dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena, sowie dem University College London UCL, Imperial College London, dem Museum für Naturkunde in Berlin und dem Wilson Centre Thinktank in Washington..

 

UMLAUFMAPPE

FMEdays 2019 im World Conference Center Bonn

con terra und Safe Software laden 2019 wieder gemeinsam zu den FMEdays ein. Die große europäische FME-Anwenderkonferenz wird vom 18. bis 20. März im ehemaligen Plenargebäude des Deutschen Bundestages in Bonn stattfinden.

Auf den FMEdays bietet sich die einmalige Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und Networking mit FME-Anwendern, Entwicklern und Datenexperten aus Deutschland und ganz Europa. FME-Freunde und Anwender können sich auf drei spannende Tage rund um die FME-Technologie in einem einzigartigen Ambiente freuen. Neben spannenden Anwendervorträgen und technischen Beiträgen werden Expertenrunden, Impulsvorträge sowie Workshops zu verschiedenen Themen angeboten. Gespannt sein dürfen Teilnehmer wieder auf die Beiträge von Don Murray und Dale Lutz - den Gründern und Vorstandsvorsitzenden von Safe Software. Ein weiteres Highlight im Programm werden exklusive Präsentationen von Safe Softwares Entwicklern und Chefarchitekten sein: Lernen Sie die Neuerungen der FME 2019 kennen und werfen Sie einen Blick in die Zukunft der FME Plattform!
Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und beteiligen Sie sich aktiv am Programm! Wir freuen uns auf Ihren Beitragsvorschlag unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Alle Informationen zu den FMEdays und die Möglichkeit zur Anmeldung zum Frühbuchertarif finden Sie unter www.fme-days.de.

 

TERMINE

 

Münchner GI-Runde 2019

14. und 15. März 2019, Programm in Kürze hier abrufbar

Mitgliederversammlung Runder Tisch GIS e.V.

9. April 2019