TISCHVORLAGE

Mobiles GIS-Forum 2018

Augmented Reality und Naturschutz: Das 13. Mobile GIS-Forum des Runden Tisches GIS in Kooperation mit der Augsburger GI Geoinformatik GmbH erweitert in seinem diesjährigen Programm nicht nur die Realität, sondern damit erneut auch sein Themenspektrum. Am 12. Juli erwartet die Teilnehmer im Landesamt für Umwelt in Augsburg eine Keynote, zahlreiche Praxisbeispiele und eine Firmenausstellung.

"Die Bedeutung von Augmented Reality für mobile GIS-Anwendungen" lautet der Titel der Keynote von Dr. Josef Kauer. Der Präsident der BIM World Munich war lange Jahre in führenden Positionen bei Microsoft sowie Intergraph tätig und wird einen guten Überblick üer aktuellen Entwiklungen in diesem Themenfeld geben. Seine globale Sicht wird ergänzt mit Anwendervorträgen, die sich dem Thema aus der  Perspektive der praktischen Anwendung nähern. Es geht unter anderem um Gewässerbewertungen, mobile Datenerfassung wildlebender Tiere oder Fragen der Flurbereinigung. Den thematischen Schwerpunkt bildet diesmal erkennbar der Bereich Natur, Umwelt und Ressourcen sowie die Land- und Forstwirtschaft. In bewährter Form ergänzen Beiträge aus dem Bereich von Forschung und Lehre das Vortragsprogramm und geben ihre Antworten auf die Frage, welche Vorteile und neue Anwendungsgebiete Augmented Reality für die Vermessung und Geoinformationen erschließen kann. Eine Firmenausstellung mit aktuellen Produkten aus dem Bereich der räumlichen Datenerfassung sowie Weiterverarbeitung rundet die Veranstaltung ab. Die Anmeldung ist selbstverständlich online möglich.

 

Geo@Aktuell 2018: 3D in der Fläche

Alle reden von 3D-Daten, aber sie dürfen natürlich kein Selbstzweck sein. Welche Anforderungen an die Qualität und Quantität der Daten sind also realistisch, welche Anwendungen sinnvoll und was ist heute bereits möglich? Das waren die Grundfragen, um welche die Geo@Aktuell in seiner diesjährigen Auflage kreiste. "3D Geoinformation in der Fläche - mehr als Gebäudemodelle" lautete der Titel.

Die Erfahrungen von Bürgermeister Achim Beck aus dem baden-württembergischen Niedernhall bringen es auf den Punkt: „Viele Bürger und auch Gemeinderäte können Pläne schlecht lesen und sich ein Bauvorhaben in der Realität nicht vorstellen. Entscheidungsprozesse wären deutlich erleichtert, wenn die Planungen visualisiert werden könnten.“ Visualisierung und Simulation von Planungsvorhaben, die einen künftigen Bau anschaulich machen, sind demnach sicher eines der wichtigsten Anwendungsfelder von 3D-Daten. Doch die Tagung Geo@Aktuell des Runden Tisches GIS unmittelbar vor der Jahreshauptversammlung des Vereins im Bayerischen Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung trug weit mehr Anwendungsszenarien zusammen. Das reichte von Sichtbarkeits- und Verschattungsanalysen über Fragen der Energieplanung, des Hochwasserschutzes und der Simulation von Detonationen – etwa um die Auswirkungen von unumgänglichen Sprengungen von Blindgängern an ihrer Fundstelle abzuschätzen – bis zu Anwendungen in Trainingssimulatoren für Straßenbahnen.
Entscheidend ist, dass abhängig vom Anwendungszweck jeweils andere Ausprägungen und Inhalte der Daten erforderlich sind – mit dem Zusatz „mehr als Gebäudemodelle“ war dieser Umstand bereits im Titel der Veranstaltung angedeutet. Automatisierte Verfahren, um die jeweils gefragten Inhalte als 3D-Daten aus den Datenbeständen von ALKIS und ATKIS zu erzeugen fehlen aber noch, wie Philipp Willkomm bereits in der Einführung deutlich machte. Der Runde Tisch GIS hat die Möglichkeiten der automatisierten Datenerzeugung mit Blick auf angestrebte Verwendungen über die Grenzen einzelner Datenbestände hinweg in einem gemeinsamen Forschungsprojekt 3D-DLM, finanziert durch die Vermessungsverwaltungen Bayerns und Baden-Württembergs,  selbst ausgelotet. Dr. Andreas Donaubauer und Caroline Marx von der TU München präsentierten die entsprechenden Konzepte dazu. Sie machten vor allem den Mehrwert eines semantischen Modells deutlich, bei dem die enthaltenen Objekte nach thematischen und funktionalen Aspekten strukturiert sind.
Den praktischen Nutzen auch für kleinere und mittelgroße Gemeinden machte schließlich Gerald Graf in Vertretung von Bürgermeister Achim Beck deutlich. Laut Bürgermeister profitiert die Gemeinde Niedernhall dabei vom Projekt Smart Villages des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung in Baden-Württemberg. Das Konzept der Datenvernetzung der Smart Cities wird dabei auf kleine Orte übertragen, in denen zum Beispiel innerörtliche Bauprojekte unter Umständen noch einen viel größeren Einfluss auf das Ortsbild und die weitere Entwicklung haben, als in großen Städten. Wie man sich in Bayern flächenhaft auf den Weg zur 3D-Modellierung macht, war der Beitrag aus dem Haus des Gastgebers der Veranstaltung, den Dr. Robert Roschlaub vom Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung beisteuerte.

 

Personen & Köpfe

Auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des Runden Tisches GIS standen auch personelle Entscheidungen über Vorstand und Beirat. Es gab einige Veränderungen und zwei neue Ehrenmitglieder.

Turnusgemäß stand die Wahl von drei Vorstandsmitgliedern an. Die Vereinsmitglieder bestätigten Prof. Thomas H. Kolbe vom Lehrstuhl für Geoinformatik der TU München als 1. Vorsitzenden und Philipp Willkomm von der M.O.S.S. Computer Grafik Systeme GmbH als 2. Vorsitzenden. Ebenso wurde Sigrid Koneberg, Amtsleiterin des GeodatenService München, als weiteres Vorstandsmitglied wiedergewählt.

Zu entscheiden war in diesem Jahr zudem über den kompletten Beirat. Seine Mitglieder verstehen sich dem Vorstand gegenüber als neutrale, unabhängige und kritische Berater und geben das Ergebnis ihrer Beratungen in Form von Empfehlungen an den Vorstand weiter. Bis auf Ulrich Voerkelius stellten sich alle amtierenden Beiratsmitglieder zur erfolgreichen Wiederwahl. Für ihn wurde Dr. Achim Hellmeier vom Ingenieurbüro Real.IT Rauminformationen neu in das Gremium gewählt.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete sich Ulrich Voerkelius aus beruflichen Gründen auf eigenen Wunsch von der aktiven Vereinsarbeit, die für ihn 2004 mit der Wahl in den Beirat begann. Bereits 2005 wurde er in den Vorstand gewählt, in dem er bis 2015 wirkte, bevor er erneut in den Beirat wechselte. Dort übernahm er zuletzt die Funktion des Sprechers. Er wird dem Runden Tisch GIS als persönliches Mitglied verbunden bleiben. Professor Kolbe bedankte sich bei  Ulrich Voerkelius für die lange sehr gute Zusammenarbeit.
Als Dank und Anerkennung für langjähriges Engagement im Verein wurde außerdem Dr. Klement Aringer, der frühere Präsident des Bayerischen Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, zum Ehrenmitglied ernannt. Die gleiche Auszeichnung wurde auch Dr. Andreas Donaubauer vom Lehrstuhl für Geoinformatik der TU München zugedacht. Andreas Donaubauer ist Gründungsmitglied des Runden Tisches GIS und hat in den bisherigen 18 Jahren seiner Mitgliedschaft zahlreiche Projekte geleitet, ist ständiges Mitglied des Programmkomitees der Münchner GI-Runde und Mitherausgeber von Tagungsbänden und Leitfäden des Runden Tisches GIS e.V.

 

17. Internationales 3D-Forum Lindau

Dreidimensionale Stadtmodelle in Architektur und Infrastrukturplanung, BIM in Hoch- und Tiefbauprojekten, webbasierte 3D-Visualisierung und INSPIRE/3D-Gebäudemodelle: Das waren am 15. und 16. Mai die Schwerpunktthemen des 17. Internationalen 3D-Forums in Lindau. Erstmals fungierte der Runde Tisch GIS dabei als Mitveranstalter. Rund 270 Teilnehmer aus acht Ländern fanden dafür den Weg in die Bodenseestadt.

Wie in den Vorjahren bestimmten Vorträge den ersten Tag, während der zweite Tag der Vertiefung einzelner Themen in hochkarätig besetzten Workshops gewidmet war. Vor allem die Anwendungsszenarien des Datenstandards CityGML standen in einem Workshop mit Experten aus der SIG3D (Special Interest Group 3D) sowie der Standard Working Group des OGC (Open Geospatial Consortium) auf der Tagesordnung. Erstellung von INSPIRE-Gebäudemodellen aus CityGML-basierten 3D-Stadtmodellen und Fortführung von kommunalen 3D-Stadtmodellen lauteten die Überschriften. Unmittelbar zuvor hatte Andy Sohn vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg mit seinen vertiefenden Ausführungen über INSPIRE und 3D-Gebäudemodelle das Thema eingeläutet: Rechtliche Rahmenbedingungen und die Transformation von CityGML nach INSPIRE standen dabei im Vordergrund. Bereits im Eröffnungsvortrag der Tagung hatte Prof. Dr. Thomas H. Kolbe mit seinem Beitrag Internet of Things (IoT), Smart Cities und 3D-Stadtmodelle anschaulich geschildert, welche Chancen sich bei der weiteren Digitalisierung der Städte ergeben.
Unter der Überschrift „Architekten, Stadtplaner und die Weiterentwicklung des 3D-Stadtmodells Kassel“ zeigten Sandra Rus und Wolfgang Schmied von der Stadt Kassel die Aktivitäten der hessischen Großstadt auf. Der Praxisbericht, wie auch die Diskussion machten deutlich, wie wichtig die internen Abläufe und Verbindungen innerhalb einer Stadtverwaltung für die Weiterentwicklung des 3D-Stadtmodells sind.
Bei BIM-fähigen Datengrundlagen für die Infrastrukturplanung zeigte Dr.-Ing. Christian Manthe von der DB Engineering & Consulting Berlin, wie bei der Deutschen Bahn an effizienten und optimierten Prozessen gearbeitet wird, während Rico Richter vom Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam mit seinem Vortrag „Die intelligente Punktwolke - Potenziale und Nutzung“ deutlich machte, welche Möglichkeiten in der Visualisierung und Simulation in Punktwolken stecken. Die Generierung wichtiger Daten für EVU-Prozesse durch UAV und Mobile Mapping führte schließlich in den Bereich der Energieversorger. Auch hier kann man feststellen, dass der Bedarf an 3D-Gelände- und Gebäudedaten rasant wächst. Prof. Dr. Volker Coors von der Hochschule für Technik Stuttgart (HFT) begann die Vertiefungsthemen mit dem Beitrag „Webbasierte 3D-Visualisierung“. Dieses Thema ist gewissermaßen ein Dauerthema, da virtuelle Globen etc. permanenten entwicklungstechnischen Neuerungen unterliegen. „VR/AR Datenbrillen ein starker Trend - Stand der Technik und die weitere Entwicklung“, unter dieser Überschrift gab Ioannis Alexiadis vom Virtual Dimension Center (VDC) in Fellbach einen Überblick über eine sich schnell verbreitende Technologie.
Sechs Firmenworkshops wurden von den Unternehmen Esri Deutschland – zugleich Hauptsponsor der Tagung –, Cyclomedia Deutschland, M.O.S.S. Computer Grafik Systeme, Lothhammer & Zirn Consulting / DAT/EM Systems, UVM Systems und virtualcitySYSTEMS abgehalten. Insgesamt zählten 32 Unternehmen aus den Bereichen 3D-Visualisierung und -Simulation, GIS, Mobile Mapping, LIDAR, UAV sowie Photogrammetrie zu den Ausstellern. Im kommenden Jahr findet das 18. Internationale 3D-Forum Lindau am Dienstag und Mittwoch den 7. und 8. Mai 2019 wiederum in der Inselhalle Lindau statt.

 

RT GIS Lab: Hackathon in Augsburg

Rund 24 Stunden dauert ab dem 23. November in diesem Jahr der erste Hackathon des Runden Tisches GIS in Augsburg. Die Premiere des RT GIS Lab will neue Wege für die Mobilität in der Stadt finden. Die Stadtwerke Augsburg sind dafür der Partner, denn sie bieten schon jetzt zahlreiche innovative Angebote von Carsharing und Leihräder bis zur Infrastruktur für die künftige Elektromobilität. Noch entscheidender: Für den Hackathon öffnen die Stadtwerke sowie eine Vielzahl weiterer Partner ihre Datenkammern.

Die Stadt Augsburg bietet innovative Mobilitätsangebote für ihre Bürger. Kostenfreie Busse und Straßenbahnen im Innenstadtbereich werden aktuell als Antwort auf die Luftbelastung und Fahrverbote in der Innenstadt diskutiert. Die Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Augsburg verstehen sich als „Mobilitätsdienstleister für die Region“, die mehr bieten wollen als die Organisation des Öffentlichen Nahverkehrs. Für einen Ideenwettbewerb in Form eines Hackathons gibt es jetzt erstmals Zugriff auf zahlreiche Datenbestände unterschiedlichster Anbieter. Durch die Möglichkeiten der Digitalisierung mit einer Vielzahl von raumbezogenen Datenquellen etwa über die aktuelle Verkehrslage oder die Bewegungsdaten von Bussen und Straßenbahnen, oder Informationen zur Parkraumbelegung, kombiniert mit Statistikdaten, Wetterprognosen und aktuellen Umweltdaten kann das Thema vernetzte Mobilität völlig neu betrachtet und geplant werden. Modelle für die Mobilität von morgen werden möglich, neue Ideen können durchgespielt werden. Zusammen mit dem Runden Tisch GIS und der TU München wird aktuell eine umfangreiche Datenplattform zum Thema Mobilität für die Modellregion Augsburg aufgebaut. Sie gewährt tiefe Einblicke und ermöglicht neue und kreative Herangehensweisen an das Thema. Wir suchen dafür nun junge Menschen, die die Zukunft urbaner Mobilität gestalten wollen: Studierende, Young Professionals und Startups sind aufgerufen, sich an dem Hackathon zu beteiligen. Teams mit drei bis fünf Personen winken dabei attraktive Preise für die besten Ideen.
In einem intensiven 24-stündigen Meeting kreativer Geister, sollen in kurzer Zeit Ideen entwickelt, in Teams umgesetzt und präsentiert werden. Eine Jury tagt direkt im Anschluss und gibt unmittelbar die Gewinner dieses Hackathons bekannt. Interessenten könne sich jetzt schon unverbindlich für den 23. November vormerken lassen.

 
 

AUS DER LEHRWERKSTATT

Absolventen und ihre Themen

Hier stellen wir regelmäßig interessante Themen von Absolventen der Hochschulmitglieder des Runden Tisches GIS vor. Das soll zugleich die große Bandbreite möglicher Fragestellungen zeigen, die mit geographischen Daten verbunden sind. Diesmal:

Analyse von Gefahrenstellen zwischen Pkw- und Fahrradfahrern am Beispiel der Stadt Augsburg von Nicola Forster; Universität Augsburg in Kooperation mit GI Geoinformatik GmbH; Masterarbeit

Der Freistaat Bayern hat sich die Förderung des Fahrradverkehrs als Ziel gesetzt. Das Radverkehrsprogramm Bayern 2025 investiert in den Neubau und die Erneuerung vorhandener Radwege. Dadurch soll eine durchgehende Sicherheit im Radverkehrssystem gewährleistet werden. Mit der Bewerbung als Fahrradstadt befasst sich Augsburg mit Gefahrenquellen im Stadtverkehr. Bisher gab es jedoch keine umfassende und anerkannte Methode, die Gefahrenstellen zu identifizieren. Mithilfe verschiedener Geodatenquellen und Unfalldaten der Polizei wurde ein Bewertungsindex für Straßen und Kreuzungen bezüglich des Unfallrisikos für Fahrradfahrer entwickelt. Verschiedene Attribute wie z. B. das Vorhandensein von Ampelanlagen, Beschaffenheit der Fahrradwege oder der Verlauf von Straßenbahnschienen wurden bewertet. Der Bewertungsindex berechnet für jedes Attribut die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls.
Die Abbildung zeigt die Unfälle mit Fahrradfahrern aus dem Jahre 2016, bei denen es zu Verletzungen kam und gefährliche Kreuzungen laut des Bewertungsindex. Die orangefarbenen Punkte stellen die Kreuzungen dar, die laut Index als gefährlich eingestuft werden und an denen im Jahre 2016 ein Unfall passiert ist. Vergleicht man die Unfallstatistik mit Fahrradfahrern an den als gefährlich eingestuften Stellen, so ergibt sich, dass im Jahr 2016 86 Prozent der Unfälle an gefährlichen Kreuzungen, bzw. 83 Prozent an gefährlich eingestuften Straßensegmenten, passiert sind. Dies zeigt, dass der Geodaten-basierte Ansatz dieser Arbeit zur Risikobewertung für Radfahrer ein wichtiger Ansatz für die bestehende und zukünftige Fahrradwegeinfrastruktur in Augsburg ist. Diese Methode kann auch auf Städte ähnlicher Größe übertragen werden. Die Arbeit im Volltext.

 
Conception and Development of a Prototype for Using a 3D City Model as Data Integration Basis for Energy Relevant Geodata at the Example of Ludwigsburg von Patrick Würstle; HFT Stuttgart, Fachbereich Vermessung, Informatik und Mathematik - Master Thesis

The district of Ludwigsburg has a climate protection concept they want to follow. The aim of this concept is to improve their energy consumption, CO2 emission and other environmental factors. To achieve this, different actions have been defined. The action this research focuses on is the reduction of the Set Point Temperature in public buildings. To monitor these actions, Ludwigsburg simulates energy relevant data like heat demand based on the 3D model of the buildings and other relevant factors with the software SimStadt.
For this thesis a prototype that allows for the alteration of the Set Point Temperature through visualization has been developed. This Prototype is based on the technologies of Cesium, Node.js and PostgreSQL.
This can be used by the climate protection manager to adapt the values used for the simulation by the real-world temperatures. The prototype gives the simulation a new level by loosening the restriction of only being able to use features in CityGML. Some of the other actions can be adapted into the same workflow but by far not all of them. Die Arbeit im Volltext.

Visualization and Analysis of E-bike Usage in 3D City Model by Integration of Heterogeneous Sensor Data von Joe Thunyathep Santhanavanich; HFT Stuttgart, Fachbereich Vermessung, Informatik und Mathematik; Masterarbeit

According to the advances in information and communications technology, nowadays, the use of Internet of Things (IoT) has become a normal part of daily life as it allows interconnections among a wide variety of devices and sensors such as smartphones, smartwatches or any smart wearable devices, automobiles, or any object with a built-in sensor. However, these devices and sensors are developed by numerous different manufacturers which leads to the heterogeneity in the data management system. Consequently, a standard sensor protocol to sustain the interoperability among the various sensor systems is needed.

In this research, the main contribution is building a sensor data management system for monitoring E-bike usages in the HFT i_city E-bike sharing project in the downtown area of Stuttgart city. The heterogeneous sensors in the project are including the SMART E-bike, the smartwatch Garmin Fenix X5, and the temperature data from OpenWeatherMap at the time this research is being conducted while the project is still open for more sensor devices and data sources. As for a scheme to tackle this challenge, three candidates of sensor protocols including 1) OGC SensorThings API, 2) OGC Sensor Observation Service, and 3) Advanced Sensor Data Delivery Service are implemented to manage the sensor from different sources in various format.  Next, the performances by each sensor protocol are evaluated to find the best-qualified protocol. Last, all sensor data stored remotely by the selected protocol is used to develop a 3D web-based application for a visualization and analysis of the E-bike usage in 3D city model. (Abbildung)
To summarize the finding of this research, the OGC SensorThings API is the most competent IoT framework among the three candidate protocols. It serves all aspects including the IoT interoperability, understandability, and maintainability for developers and researchers which lead to the future expansion and development in terms of IoT devices and applications. It is also a successful sensor framework in the implementation for visualization and analysis of the E-bike usage in 3D City model by integration of heterogeneous sensor data. Die Arbeit im Volltext.

 
 

FERNSCHREIBEN

ProOffice: Digitale Hilfe für Verkehrssicherungspflicht

Egal ob im Rathaus, beim Bauhof oder im Außeneinsatz direkt am Baum: Die Stadt Süßen im Landkreis Göppingen hat ihre Daten stets im Blick. Seit Ende 2014 setzt Süßen ProOffice Baumkataster ein. Die Lösung wird im Rechenzentrum der AED-SYNERGIS gehostet. Dies ermöglicht der Stadt und ihren Dienstleistern einen durchgängigen Zugriff auf alle Daten.

Zunächst hatte ein Dienstleister der Stadt den ursprünglichen Datenbestand 2014 zur Übernahme nach ProOffice bereitgestellt. Das Unternehmen führt seitdem regelmäßige Baumkontrollen durch und erfasst neue Bäume direkt in ProOffice Baumkataster. Damit dies medienbruchfrei passiert, werden die Daten per WLAN oder Mobilfunk vom ProOffice Server inklusive Karteninformationen auf das mobile Panasonic Toughpad synchronisiert. Die Bearbeitung der Daten erfolgt über die Erweiterung ProOffice baum mobil+. Diese bietet die Möglichkeit, ohne Netzanbindung zu arbeiten. AED-SYNERGIS stellt mit ProOffice Baumkataster sowie ProOffice Baum mobil+ eine durchgehende Online-/Offline-Lösung zur Verfügung. Damit werden die Vorgaben zur Verkehrssicherungspflicht professionell umgesetzt.
Vor allem die GPS-gestützte „on the fly“ Verortung der Bäume auf Basis aktueller Geobasisdaten ermöglicht eine Nachjustierung der Bäume ohne großen Mehraufwand vor Ort. Die Daten werden über das Mobilfunknetz oder WLAN auf den Server synchronisiert und stehen dem Bauamt sofort zur Verfügung. Durch das Zusammenspiel von Kontrolle, Dokumentation und Pflege können Belange des Natur-  und Artenschutzes besonders berücksichtigt werden. Eine Maßnahme aus dem Naturschutz ist die Ausweisung von Naturdenkmälern. So können Bäume, die eigentlich gefällt werden müssten, erhalten werden, wenn die Kriterien für ein Naturdenkmal festgestellt und Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheitspflicht vorgenommen werden. In Süßen sind vier Linden vor einigen Jahren als Naturdenkmal ausgewiesen worden. Durch eine Kroneneinkürzung ist die Verkehrssicherheit trotz des hohen Alters der Bäume gegeben. Gut für alle: Fledermäuse finden in einer natürlichen Höhle Lebensraum und Bürger können sich unbesorgt an prächtigen alten Bäumen erfreuen.

 

OGC tagt in Stuttgart

Die Hochschule für Technik (HFT) Stuttgart setzt neue Standards: Vom 10. bis 14. September 2018 findet das 108. OGC Technical Committee Meeting (OGC TC Meeting) an der HFT statt.  Bei den OGC TC meetings werden die offenen Standards zur interoperablen Modellierung, Bereitstellung und Verarbeitung raumbezogener Informationen weiterentwickelt und verabschiedet.

Hier werden die Standards wie Web Map Service, Web Feature Service, 3D Portrayal Service und CityGML, um nur einige der über 30 OGC Standards zu nennen, entwickelt, die uns in der täglichen Arbeit mit Geodaten beschäftigen. Auch die INSPIRE Dienste basieren auf OGC Standards.
Neben dem Treffen der Standard Working Groups ist mit dem Sensor Things Summit diesmal ein besonderer Schwerpunkt zur Integration von Sensordaten geplant. Eine wesentliche Voraussetzung für Anwendungen wie Smart Cities ist die Integration von Geodaten und Sensordatenströmen – im Idealfall basierend auf interoperablen Standards wie dem Sensor Observation Service und der Sensor Things API. Es ist für die HFT Stuttgart eine besondere Ehre, Gastgeber des das OGC TC Meeting in diesem Jahr in Europa zu sein. Vor dem Hintergrund der Projekte iCity und M4_Lab ist es auch eine sehr schöne Gelegenheit, dem einflussreichsten Gremium in der Geodatenwelt die Aktivitäten der HFT Stuttgart vorzustellen. Zu dem TC Meeting werden etwa 200 Personen erwartet.
Das OGC ist eine gemeinnützige Organisation mit über 500 aktiven Mitgliedern, darunter Regierungsorganisationen, private Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Ziel ist die Entwicklung allgemeingültiger Standards für raumbezogene Informationen und Geodaten zum Zweck der Interoperabilität. OGC-Standards befähigen Technologieentwickler, Geoinformationen und -dienste für jede Anwendung verfügbar und nutzbar zu machen.