TISCHVORLAGE

Kommunales GIS-Form in Neu-Ulm

Das inzwischen fünfte Kommunale GIS-Forum des Runden Tisches GIS legt am 14. November in Neu-Ulm seinen Fokus auf die Chancen der Digitalisierung für die kommunale Selbstverwaltung.

Zum nunmehr fünften Mal sind am 14. November in Neu-Ulm wieder Verantwortliche aus Kommunen und Technischen Rathäusern zum Kommunalen GIS-Forum des Runden Tisch GIS e.V. eingeladen. Das Fachtreffen im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm nimmt in diesem Jahr die Digitalisierung zahlreicher kommunaler Arbeitsfelder in den Blick. Im Mittelpunkt stehen allerdings nicht in erster Linie die damit unbestreitbar verbundenen Herausforderungen, sondern der Fokus liegt auf den Chancen, die darin für die kommunale Selbstverwaltung liegen.
Interessenten können sich ab sofort direkt auf der Webseite des Runden Tisch GIS über das vollständige Programm informieren und sich anmelden. Angesprochen sind in erster Linie Entscheidungsträger und GIS-Verantwortliche aus Gemeinden, Städten und Landkreisen. Aber auch GIS-Anbieter und GIS-Dienstleister, Vertreter staatlicher und städtischer Vermessungsämter, öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und Vermessungsbüros, Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände, Kommunalpolitiker, Vertreter der GDIs aus Bayern und Baden-Württemberg sowie Vertreter kommunaler Fachmedien sind herzlich eingeladen.

 

Leitfaden „Geodäsie und BIM“ vorgestellt

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am ersten Tag der Intergeo haben der Runde Tisch GIS und der DVW – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement den Leitfaden Geodäsie und BIM vorgestellt.

Professor Robert Seuss wies bei der Vorstellung in Berlin unter anderem darauf hin, dass das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) einen Stufenplan vorgelegt hat, damit BIM ab 2020 der Standard für alle neu zu planenden Bauprojekte im Infrastrukturbereich ist. „Wer sich jetzt als Planer, Vermesser oder GIS-Experte nicht mit BIM befasst, wird schon in naher Zukunft den Anforderungen des Marktes nicht mehr gerecht“, betonte er. Vor diesem Hintergrund bietet der nun vorgelegte Leitfaden einen kompakten Einstieg ins Thema. Die Publikation bereitet das Thema BIM auf 182 Seiten erstmals ausführlich und logisch gegliedert für die gesamte Geobranche auf. Über 50 Autoren aus Unternehmen, Behörden, wissenschaftlichen Institutionen und nicht zuletzt auch einige Bauherren haben dafür ihr Know-how und ihre Erfahrung zusammengetragen. Eine strukturierte Darstellung vorhandener Software und Dienstleistungen erlaubt sogar einen ersten Marktüberblick. Der Leitfaden richtet sich gleichermaßen an Geodäten, Stadtplaner und GIS-Experten, die die Entwicklung und Einführung der BIM-Methode in der Bauwirtschaft aktiv gestalten und von ihr profitieren möchten.
Dr. Gabriele Aumann sah in dem Leitfaden einen weiteren Beleg dafür, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen bei der Etablierung neuer Technologien sei. „Das Thema BIM weist über den Tellerrand von Geodäsie und Geoinformatik hinaus“, sagte die Geschäftsführerin des Runden Tisches GIS bei der Vorstellung. Sie dankte allen Beteiligten und betonte die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit bei der Erstellung des Leitfadens. Das Erfolgsmodell „Leitfäden am Runden Tisch GIS“ sei in der Form nur möglich, weil der Runde Tisch GIS seit langem den Wissenstransfer im Fokus habe und in seinem Netzwerk die Experten aus unterschiedlichen Bereichen immer wieder zusammenbringe. „Von diesen langjährigen Erfahrungen konnten wir auch beim neuen Thema BIM profitieren.“ Der Leitfaden kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

 

Leitfaden Mobile GIS aktualisiert

Ein gutes Jahr nach seinem bislang letzten Erscheinen präsentiert sich der Leitfaden Mobile GIS des Runden Tisches GIS e.V. jetzt vollständig aktualisiert in seiner sechsten Auflage. Auch diese Version 3.0 konnte bereits kurz nach ihrem Erscheinen über 500 Downloads verzeichnen.

Das über 250 Seiten umfassende Werk richtet sich an jeden, der für die Bearbeitung von Daten automatisierte Positionierungsverfahren nutzen möchte oder bereits einsetzt. Mit umfassenden Checklisten und konkreten Handlungsempfehlungen enthält der Leitfaden außerdem praktische Arbeitshilfen für alle, die am Aufbau eigener professioneller mobiler Geodaten-Anwendungen in Kommunen, Fachverwaltungen und in Unternehmen interessiert sind.
Sichtbarste Neuerung der jüngsten, offiziell als Version 3.0 deklarierten Fassung des Leitfadens ist erstmals ein eigenständiges Kapitel zum Thema Datenerhebung mithilfe von Drohnen. Denn diese Methode zur schnellen und hochauflösenden Erfassung von Daten mit mobilen Systemen aus der Luft – im Fachjargon Unmanned Aircraft Vehicles (UAV) genannt – hat das Stadium von Pilot- und Forschungsvorhaben hinter sich gelassen und ist in der Praxis angekommen.
Die bewährte, vergleichende Darstellung von zahlreichen einzelnen Hard- und Softwareprodukten wurde ebenfalls aktualisiert. Die Kataloge mit Leistungsmerkmalen sollen den Anwender bei der Systemauswahl unterstützen und mit strukturierten Orientierungs- und Entscheidungshilfen einen schnellen Überblick über das breite Marktangebot erlauben. Ein umfangreiches Glossar sowie Links zu relevanten Userforen runden das Angebot ab. Der Leitfaden kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

 

Beiträge für Innovationsforen gesucht

Noch bis 15. Januar haben Unternehmen und Behörden die Gelegenheit, Beiträge für die Innovationsforen des Runden Tisches GIS auf der Münchner GI-Runde einzureichen. Das lohnt sich dieses Mal besonders, denn das Treffen wird 2018 ergänzt durch einen Kartographie- und einen Fernerkundungskongress. Das potenzielle Publikum erhöht sich dadurch beträchtlich.

Im kommenden Frühjahr findet die Münchner GI-Runde als kooperative Veranstaltung statt. Unter einem Dach und zeitlich parallel laden auch der 66. Deutsche Kartographie Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kartographie e.V. (DGfK) sowie die 38. Wissenschaftlich-Technische Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation e.V. (DGPF) vom 7. bis 9. März nach München ein. Zusammen mit der vor über 20 Jahren als „Münchner Fortbildungsseminar Geoinformationssysteme“ gestarteten Münchner GI-Runde sollen sich die traditionsreichen Fachveranstaltungen gegenseitig inspirieren, zugleich aber mit ihren jeweiligen Schwerpunkten eigenständig erkennbar bleiben. Aus Sicht des Runden Tisches GIS wird die Kernidee des Treffens, Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden gleichberechtigt zusammenzubringen – sie gewissermaßen an einen Runden Tisch zu bekommen – durch die Kooperation mit den anderen Fachverbänden im kommenden Jahr noch gestärkt. Der zusätzliche Vorteil für die Besucher: Sie können sich ihr Programm in den drei Tagen aus allen Vortragsreihen frei zusammenstellen. Die GI-Runde will auch in der Kooperation in bewährter Weise neben ihren wissenschaftlichen Inhalten sowie den Praxisvorträgen auch wieder neueste Technologien und Produktentwicklungen in den Innovationsforen präsentieren. Dafür sind ebenso noch Referenten gesucht, wie auch für einige weitere Vortragsreihen der gemeinsamen Tagung. Alle Fristen und Informationen finden sich auf der eigens eingerichteten Tagungshomepage.

 

Intergeo im Zeichen der digitalen Transformation

Mit Trendthemen wie Smart City, BIM und Big Data stand die Intergeo 2017 ganz im Zeichen der digitalen Transformation. Technologien wie Laserscanning, UAV-Datenerfassung, 3D-Stadtmodelle sowie Fernerkundungsprojekte wie Copernicus werden immer stärker zu unterstützenden Instrumenten in Prozessen des digitalen Managements. Das verändert auch das Berufsbild der Geodäten. Das sind die Kernaussagen der jüngsten Trendanalyse des Runden Tisches GIS zur diesjährigen Intergeo.

Auch in diesem Jahr machte sich ein Team des Lehrstuhls für Geoinformatik der TU München (TUM) im Auftrag des Runden Tisches GIS e.V. auf, um gemeinsam mit Studenten in Interviews mit den Ausstellern die aktuellsten Entwicklungen der Branche aufzuspüren. Die Ergebnisse wurden in der seit Jahren bekannten Trendanalyse zusammengefasst. Für Mitglieder des Runden Tisches GIS steht sie ab 1. November vorab zum Download bereit. Die Vollversion wird aber auch in der Zeitschrift für Vermessungswesen (ZfV) erscheinen. In der GIS Business wird eine Kurzfassung zu lesen sein.
Als Metathemen wurden vor allem Smart Cities, BIM und Big Data identifiziert. Alle drei stehen für eine fortschreitende digitale Transformation beim Umgang mit Geodaten. Trotz der großen Herausforderungen, die mit dieser rasanten Veränderung einhergehen, war die Stimmung bei den Ausstellern durchweg positiv, da sich durch den Zustrom an neuen Technologien und Konzepten neue Chancen ergeben. Damit einhergehend zeichnet sich ein Wandel im Berufsbild des Geodäten ab. Neben dem reinen geodätischen Fachwissen werden in Zukunft mehr IT-Wissen und Managementfähigkeiten gefragt sein. Zur Kernkompetenz wird künftig wohl auch zählen, dass geodätisches Know-how und Geodaten zum Gebrauch für den Nicht-Experten zur Verfügung gestellt werden können, eingebettet in Entscheidungs- und Managementprozesse, die weit jenseits der geodätischen Fachwelt spielen.

 

100 Freitickets Workshop BIM City

Nach einer erfolgreichen Premiere im Jahr 2016 mit über 2.000 Besuchern, 63 Rednern und 60 Ausstellern kehrt die BIM World MUNICH am 28. und 29. November 2017 nach München zurück – diesmal in das ICM Internationales Congress Center München. Für die Messe und die Workshops gibt es 100 Freitickets für Mitglieder des Runden Tisches GIS.

Die Konferenz und Messe mit zusätzlichen Workshops wird die neuesten Innovationen und Trends der Digitalisierung in der Bau- und Konstruktions-Branche präsentieren. Der Runde Tisch GIS hat zusammen mit dem Leonhard Obermeyer Center am 29. November das Programm des BIM-City Workshops gestaltet und wird dabei die Zusammenarbeit von GIS- und BIM-Lösungen in den Fokus rücken. Fragen der Datentransformation stehen ebenso auf der Tagesordnung, wie der Blick auf die internationalen Bemühungen, in diesem Bereich verbindliche Standardisierungen zu erreichen. Für Mitglieder des Runden Tisches GIS gibt es 100 Freitickets für den Besuch dieses und der anderen neun Workshops sowie der Messe, die die eigentliche Konferenz begleitet. Interessenten für diese Freitickets melden sich bitte zeitnah bei der Geschäftsstelle. Die Tickets werden in der Reihenfolge des Eingangs der Wünsche vergeben.

 

FERNSCHREIBEN

Open Data mit novaFACTORY

Das Thema Open Data hat im Hinblick auf Geodaten in der jüngeren Vergangenheit an Bedeutung gewonnen. M.O.S.S. ist als Anbieter der Plattform novaFACTORY bei vielen an dieser Diskussion beteiligten Anwendern natürlicher Ansprechpartner für die Themen Datenmanagement und Datenbereitstellung. Aus Sicht des Unternehmens sind zwei Themen von besonderer Bedeutung: Das Erhalten der hohen Qualität der Geobasisdaten und die Optimierung der Datenbereitstellung für eine Wertschöpfung auch außerhalb der Geodaten-Community.

Die Qualität der Geodaten spiegelt sich in den Kosten für deren Führung und Aktualisierung wieder. Der Erhalt der Qualität macht es zwingend erforderlich, dass der Ausfall von Mitteln, die in der Vergangenheit durch Datenbereitstellung erwirtschaftet werden konnten, auf anderem Wege kompensiert werden müssen. Diese Entwicklung ist noch nicht am Ende, aber die Erwartung, den voraussichtlichen Einnahmenausfall durch Einsparungen zu kompensieren, ginge voraussichtlich zu Lasten der Qualität und wäre damit kontraproduktiv zu den genannten Zielen und zur Maximierung der Wertschöpfung mit Geodaten.
Durch den Einsatz von novaFACTORY konnte in den vergangenen Jahren ein sehr hoher Automatisierungsgrad erreicht werden. Für die Optimierung der Datenbereitstellung kann M.O.S.S. mit novaFACTORY noch erheblich mehr Beiträge zum Thema Open Data leisten. Die prozessorientierte Datenführung erlaubt es im einfachsten Fall, die Aktualisierung der als Open Data Bestände veröffentlichten Dateien, als automatischen Regelprozess abzubilden und damit die Aufwände hierfür minimal zu halten. Die Automatisierung der Aktualisierung oder auch Synchronisation kann sich dabei auf die Daten selbst, Datenverzeichnisse oder Dienste beziehen. Dabei ist es nicht zwingend notwendig, dass die Daten selbst in novaFACTORY verwaltet werden, wenn es in erster Linie darum geht, die Prozesse zu automatisieren bzw. zu synchronisieren. Darüber hinaus kann novaFACTORY einen flexiblen und damit bedarfsgerechten Datenzugang ermöglichen, in dem sich räumliche Einteilung und inhaltliche Ausgestaltung der bereitgestellten Daten nicht an vordefinierten Dateistrukturen orientieren müssen, sondern eine individuelle Aufbereitung der Dateien stattfindet. Auf diese Weise wird dem Ziel Rechnung getragen, die Wertschöpfung aus Geodaten zu unterstützen.
Wesentliche Funktionalitäten für die Nutzung von novaFACTORY im Umfeld von Open Data sind im Standardumfang der Software enthalten. Diese kann mit der Workflowtechnologie in novaFACTORY sogar vom Anwender eigenständig an spezifische Prozesse und vorhandene Mechanismen angepasst werden. Damit bedeutet der Einsatz von novaFACTORY im Umfeld Open Data: „In-Wert-setzen vorhandener Ressourcen zur Maximierung der in-Wert-Setzung Ihrer Daten.“

 

LOC Center Day 2017

Am 3. November lädt das Leonhard Obermeyer Center (LOC) wieder zum jährlichen Center Day ein. Im Fokus der eintägigen Konferenz stehen aktuelle Entwicklungen und Trends im Themenfeld der digitalen Methoden zur Gestaltung und Erhaltung der bebauten Umwelt.

Mit den Themenschwerpunkten Geoinformationssysteme, Building Information Modeling (BIM) und gekoppelten Simulationsmodellen deckt das Fachtreffen im Technischen Zentrum der TU München zahlreiche Gebiete ab, die auch für Mitglieder des Runden Tisches GIS von Interesse sein dürften. Der Leitfaden Geodäsie und BIM (siehe oben) ist ebenfalls ein Programmpunkt der Konferenz. Daneben gibt es Informationen über BIM in Korea und Frankreich, über die Möglichkeiten des 3D-Druck in der Konstruktion, Planungen im intelligenten Stadtmodell sowie BIM als Werkzeug des Monitorings von Baustellen. Weitere Informationen, das genaue Programm sowie die Möglichkeit sich online zu registrieren finden Sie unter www.loc.tum.de. Für Mitglieder des Runden Tisches GIS gibt es ein Kontingent für eine kostenlose Teilnahme. Bitte melden Sie sich bei der Geschäftsstelle des Runden Tisches.

 

Existenzgründer ausgezeichnet

Das StartUp Building Scout von Studenten der Hochschule für Technik (HfT) Stuttgart konnte sich für ein Investoren-Pitch beim Green Innovation and Investment Forum 2018 in Stuttgart qualifizieren. Die Idee der Nachwuchswissenschaftler: Digitale Gebäudekarten nutzen, um Audits und Zertifizierungen im Bereich Umwelt-, Energie-, Arbeitssicherheit und Facility-Management kosteneffizienter zu gestalten.

Mit ihrem Online-Portal und zugehöriger Smartphone-App fand das Start-Up Building Scout von Studenten der Hochschule für Technik (HFT) Stuttgart das Interesse in einem wichtigen Investorenwettbewerb. Dabei wollte man ursprünglich die eigene Hochschule etwas energieeffizienter machen und entwickelte dafür eine App. Building Scout setzt dafür auf digitale Gebäudekarten, um Audits und Zertifizierungen im Bereich Umwelt-, Energie-, Arbeitssicherheit und Facility-Management kosteneffizienter zu gestalten. Es werden damit Anlagen, Arbeiten, Verbräuchen, Raumdaten, Auffälligkeiten etc. visualisiert und anerkannte Unternehmensstandards (ISO 14001/EMAS, ISO 50001, EDL-G) eingehalten.
Zusammen mit vielen anderen jungen Startups und Entrepreneuren mit Umweltfokus, die ihre nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen am Markt etablieren wollen, konnten sie sich damit auf der Green Summer School in Konstanz qualifizieren. Im Fokus stand die Validierung ihres Geschäftsmodells. Den Teams stand eine Woche Zeit zur Verfügung, um sich auf einen Pitch vor einer Expertenjury vorzubereiten. Die Gewinner sind nun zum Green Innovation and Investment Forum in Stuttgart eingeladen, um dort Investoren von ihrer Idee zu überzeugen. Die Green Summer School ist Teil des von der EU geförderten Interreg Danube EcoInn Projekts an dem sich Gründer aus ganz Europa beteiligen konnten.

 

Team der HFT Stuttgart gewinnt Collaboration Award

Die NASA Europa Challenge ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb für Anwendungen des digitalen Globus "World Wind". Ein Team von Studierenden aus dem Master-Studiengang Photogrammetrie und Geoinformatik hat an dem Wettbewerb teilgenommen und wurde als eines der besten sechs Projekte zur Preisverleihung für eine Woche nach Helsinki eingeladen.

In der Kategorie Zusammenarbeit wurde das Team sogar mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Die Studierenden waren zu einem Fünf-Tage-Programm eingeladen, bei dem sie ihr Projekt "Smart Pollen Monitoring" vorstellten und sich mit anderen Teams austauschten. Die Aufgabe bestand darin, innovative Lösungen zu finden, die das Leben in einer "Smart City" einfacher und nachhaltiger gestalten. Im Hinblick auf das Leben in urbanen Räumen bedeutete das, dem Begriff „Smart City“ gerecht zu werden und einen Vorteil aus steigender Vernetzung und der Verfügbarkeit von Echtzeitdaten zu ziehen. Die Lösungen sollten räumliche Analysen beinhalten, die mit Hilfe des von NASA und ESA entwickelten virtuellen Globus „WorldWind“ visualisiert wurden.
Das HFT-Team, das aus Thunyathep Santhanavanich, Giuliano Baumann, Patrick Würstle, Thilo Pfalzgraf und dem Runden Tisch GIS Beiratsmitglied Prof. Dr. Volker Coors als Mentor bestand, schickte die Web-Anwendung ”Smart Pollen Monitoring“ ins Rennen. Die Anwendung visualisiert die Verbreitung der Pollen von Bäumen, auf die Menschen allergisch reagieren. Das Besondere daran ist, die Darstellung der Pollenverbreitung für jeden einzelnen Baum anhand Echtzeitdaten über Windrichtung und Windgeschwindigkeit. Die Anwendung war noch im Teststadium und bot Raum für Erweiterungen. Sie lieferte jedoch bereits Erkenntnisse, auf die künftige Anwendungen aufbauen können.
Für die hervorragende Zusammenarbeit mit den anderen Teams wurden die Studierenden der HFT Stuttgart mit dem “Collaboration Award” ausgezeichnet! "Die NASA Europa Challenge war eine interessante Erfahrung und neben dem Einblick in die Schmiede des finnischen Raumprogramms, die Universität Aalto, ist besonders der Umgang mit all den verschiedenen Teilnehmern der anderen Teams in toller Erinnerung geblieben", erklären die Studierenden.