INHALTSVERZEICHNIS

 
RÜCKSCHAU
   Kommunales GIS-Forum 2021 – vom Digitalen Zwilling bis zur Mobilität der Zukunft
Im Zentrum des in Kooperation mit der Stadt und dem Landkreis Neu-Ulm digital durchgeführten Kommunalen GIS-Forums am 9. November 2021 stand die Digitalisierung der Stadt, und mit ihr Themen wie der Digitale Zwilling, XPlanung und Mobilität der Zukunft.

 
   Trendanalyse erschienen
Während der INTERGEO 2021 recherchierte ein Team von Mitarbeitenden und Studierenden der TU München im Auftrag des Runden Tisch GIS e.V. aktuelle Branchenentwicklungen. Eine Zusammenfassung der Trendanalyse ist nun in den Fachzeitschriften zfv und gis.BUSINESS erschienen.

 
VORSCHAU

   Münchner GI-Runde 2022 – melden Sie sich schon jetzt an
In Abhängigkeit zur Covid-19-Situation wird die Münchner GI-Runde am 28. und 29.3.2022 in Präsenz oder digital stattfinden. Das Programm steht in Kürze bereit. Die Anmeldung ist schon jetzt eröffnet.
   Weiterbildung – Kommunale Kartenbereitstellung
Am 9. und 10. Februar 2022 wird jeweils von 9 bis 13 Uhr der Weiterbildungskurs: „Kommunale Kartenbereitstellung am Beispiel des Masterportals“ stattfinden. Bis zum 11.1.2022 gilt ein Frühbucherrabatt.
   Weiterbildungskurs Veröffentlichung von Geo-Applikationen mit Docker>
Im Februar 2022 ist wegen hoher Nachfrage erneut der Weiterbildungskurs Veröffentlichung von Geo-Applikationen mittels Docker geplant. Termin und Anmeldungsmöglichkeit folgen in Kürze.


AUS DER LEHRE

   Detection of Bicycle Racks from Geodata Using Deep Learning (Masterarbeit von Karin Erbe, Lehrstuhl für Geoinformatik an der TU München)
Das Fahrrad ist eines der zentralen Fortbewegungsmittel in München – es bietet eine emissionsfreie, schnelle, sportliche und fahrplanunabhängige Möglichkeit, den gewünschten Zielort zu erreichen. Neben sicheren Radwegen sind Parkmöglichkeiten ein wichtiger Bestandteil der Radinfrastruktur. Die Landeshauptstadt München stellt an etwa 350 Orten mehr als 34.000 öffentliche Fahrradständer bereit. Für die Verarbeitung dieser Informationen in einem Geoinformationssystem ist eine automatische Erfassung wünschenswert. Diese Arbeit betrachtet den Ansatz, mittels Deep Learning in Luftbildern unüberdachte Fahrradständer in München zu detektieren.


UNSER NETZWERK

   Neues Mitglied: Geo Engine GmbH
Die Geo Engine GmbH ist eine EXIST-geförderte Ausgründung der Philipps-Universität in Marburg. Die Vision des Gründerteams ist es, die Nutzung von Geodaten leichter zu ermöglichen und die Komplexität von Analysen zu verringern.
   Map and Route – ein Hidden Champion der Geobranche
Seit über 20 Jahren zählt die Map and Route GmbH & Co. KG zu den unaufgeregten „Hidden Champions“ der Geobranche – mit treuen Kunden vor allem in der Verlagswelt.
   Nachruf Dr. Rupert Haydn – der Pionier der angewandten Erdbeobachtung
Der Runde Tisch GIS e.V. trauert mit der GAF AG um deren Firmengründer Herrn Dr. Rupert Haydn, der am 2.11.2021 im Alter von 77 Jahren verstorben ist.
   Digitaler Zwilling für Starkregenereignisse im Landkreis Hof
Im Rahmen eines Smart City-Projekts integriert Virtual City Systems den Digitalen Zwilling ins Hochwasserrisikomanagement des Landkreises Hof.
   geoplana Projektbericht: Aktualisierung des Versiegelungskatasters
Zu den Kernkompetenzen von geoplana gehört – neben Befliegungen, Orthofotos, True-Orthofotos und Punktwolken – die Erstellung thematischer Karten aus Lufbildern. Viele Städte und Kommunen greifen auch bei der Berechnung der gesplitteten Abwassergebühr (GAG) auf Luftbildauswertungen zurück, um versiegelte, teilversiegelte und unversiegelte Flächen schnell, kostengünstig und aktuell zu erfassen.
   Zertifikatsprogramm „Digital Twins für Städte“ der Technischen Universität München
Das berufsbegleitende Zertifikatsprogramm “Digital Twins” startet im März 2022 erneut am TUM Institute for LifeLong Learning. Der Weiterbildungskurs vermittelt Fachkenntnisse über die Möglichkeiten der Methode des Digital City Modeling.
   Der Aktivitätenkatalog des Runden Tisch GIS e.V.
Der Runde Tisch GIS e.V. hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, einen Beitrag in der Verbreitung von Anwendungen mit Geoinformationen zu leisten. Um eine Breitenwirkung bei der Veröffentlichung von Beispielanwendungen der Ergebnisse zu erzielen, setzt der Runde Tisch GIS e. V. auf seinen Aktivitätenkatalog.

 



 

RÜCKSCHAU

Kommunales GIS-Forum 2021 – vom Digitalen Zwilling bis zur Mobilität der Zukunft

Im Zentrum des in Kooperation mit der Stadt und dem Landkreis Neu-Ulm digital durchgeführten Kommunalen GIS-Forums am 9. November 2021 stand die Digitalisierung der Stadt, und mit ihr Themen wie der Digitale Zwilling, XPlanung und Mobilität der Zukunft.

Digitales Planen und Bauen

250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten am 9. November 2021 das digital stattfindende Kommunale GIS-Forum des Runden Tisch GIS e.V. in Kooperation mit der Stadt und dem Landkreis Neu-Ulm. Das Programm verband die großen Themen Stadtentwicklung mit Geodaten, Mobilität der Zukunft und Geoinformation in der kommunalen Praxis. Der Digitale Zwilling wurde in seiner Funktion über den gesamten Lebenszyklus von Objekten bis hin zu ganzen Städten als Basis für Analysen, Simulationen und Was-Wäre-Wenn-Szenarien vorgestellt. Als Basis beim Planen und Bauen rückt immer stärker der Standard in der Bauleitplanung 'XPlanung' in den Mittelpunkt. Prozesse sollen durch Xplanung als „gemeinsamer Sprache“ verbessert und Datenaustausch in Planungsverfahren zwischen allen Beteiligten in Verwaltung, Recht und Wirtschaft effizienter werden. XPlanung soll als Grundlage dienen, um bayernweit alle Kommunen auf eine gemeinsame Ebene zu heben. Ziel ist dabei stets der fachübergreifende Datenaustausch und die -weiternutzung, damit einhergehend die Ziele höherer Verwaltungseffizienz und Wirtschaftlichkeit – gerade mit Blick auf die digitale Verwaltung von morgen. Das Modellprojekt „Smart Cities Smart Regions – Kommunale Digitalisierungsstrategien für Städtebau und Mobilität der Zukunft“ soll als eine Art Blaupause für die Digitalisierungsstrategie für andere Kommunen aufgebaut werden. Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg berichtete über das Projekt „Smart Villages“, in dem die Smart-City-Gedanken auf kleine und mittlere Kommunen angepasst werden.

Mobilität der Zukunft

Der zweite Themenblock des Kommunalen GIS-Forums widmete sich dem Thema Mobilität der Zukunft. Geodaten kommt beim Verkehrsmanagement auch heute schon eine wesentliche Rolle zu. Um die Mobilität in Augsburg besser verstehen und damit den Mobilitätsbedarf planen zu können, fließen immer mehr Daten zur Mobilität in das städtische GIS ein. Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) berichtete über sein Big-Data-Projekt, um den Kundinnen und Kunden Echtzeitinformationen zu deren Planungssicherheit und parallel auch Planungsalternativen zu bieten.

Geoinformationen in der kommunalen Praxis

Im Themenblock drei berichteten Referentinnen und Referenten über die Flächensparoffensive in Bayern, das Baulückenkataster im Landkreis Cham – im Kontext eines digitalen Siedlungsmanagements sowie über Möglichkeiten der 3D-Visualisierung von Planungs- und Bauvorhaben in Kommunen.

Hier lesen Sie den ausführlichen Nachbericht.

 

 

Trendanalyse erschienen

Während der INTERGEO 2021 recherchierte ein Team von Mitarbeitenden und Studierenden der TU München im Auftrag des Runden Tisch GIS e.V. aktuelle Branchenentwicklungen. Eine Zusammenfassung der Trendanalyse ist nun in den Fachzeitschriften zfv und  gis.BUSINESS erschienen.

Die Trendanalyse ist in der Langversion in der aktuellen Ausgabe der zfv und als Kurzversion in der Fachzeitschrift gis.BUSINESS erschienen und enthält unter anderem folgende Inhalte:

  • Der digitale Wandel von Städten hin zu „Smart Cities“ betrifft sämtliche Sektoren wie Mobilität, Energie, Sicherheit und Umwelt. Geo-IT wird effizientere, nachhaltigere und damit lebenswertere Städte ermöglichen.
  • 3D-Stadtmodelle und Digitale Zwillinge sind sowohl Basis für Visualisierung als auch für Analysen und Planungszwecke.
  • setzt sich als digitale Methode des Planen, Bauen und Betreibens von Gebäuden und zunehmend auch von Infrastrukturbauwerken fort.
  • Mobile Mapping und Laserscanning zeigen eine Fülle neuer Entwicklungen hinsichtliche Präzision und Anwendungen. 
  • Im Bereich geodätischer Messtechnik steht neben der Verbesserung von Genauigkeit und Zuverlässigkeit auch die Steigerung von Nutzerfreundlichkeit und Aufnahmegeschwindigkeit im Fokus.
  • Die Hauptentwicklung im UAV-Bereich besteht im Einsatz neuerer Sensoren sowie größeren möglichen Traglasten.
  • In der Fernerkundung und Erdbeobachtung sollen zentrale Produktzugänge und offene Formate zu stärkerer Nutzung führen.
  • Bei den amtlichen Geobasisdaten soll das„Smart Mapping“-Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) die Weichen für die Zusammenführung und Bereitstellung amtlicher Vermessungsdaten und Produkte stellen.

Die vollständige Trendanalyse finden Sie unter: https://rundertischgis.de/publikationen/trendanalysen.html

 

 

  

VORSCHAU

 Münchner GI-Runde 2022 – melden Sie sich schon jetzt an

In Abhängigkeit zur Covid-19-Situation wird die Münchner GI-Runde am 28. und 29.3.2022 in Präsenz oder digital stattfinden. Das Programm ist veröffentlicht. Die Anmeldung ist eröffnet.

Eines steht fest: Die GI-Runde als Kernveranstaltung des Runden Tisch GIS e.V. wird am 28. und 29. März 2022 stattfinden. Nicht abzusehen ist derzeit, ob die Konferenz, die sich zum Ziel gesetzt hat, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft an einen gemeinsamen Tisch zu bringen, als Präsenz- oder Digitalveranstaltung stattfinden wird. Entscheidender Faktor für die Art der Ausrichtung ist die Pandemielage. Die Programmplanung ist fast abgeschlossen und Anmeldungen sind ab sofort möglich. Im Innovationsforum, das kreative, neuartige Anwendungen und Lösungen rund um die Verwendung von Geoinformationen präsentiert, können noch bis zum 1. Februar 2022 Projekte eingereicht werden. Auch bei der stets zur Münchner-GI-Runde gehörenden Firmenausstellung gilt es nun, Plätze zu sichern. Der Sponsoring-Gemeinschaft der Münchner GI-Runde bietet der Runde Tisch GIS e.V. ein ganzes Paket an Präsentationsmöglichkeiten.

Weitere Informationen zu Anmeldung, Programm, Innovationsforum und Sponsoring erhalten Sie unter: https://rundertischgis.de/veranstaltungen/münchner-gi-runde.html

 

 

 

  Weiterbildung – Kommunale Kartenbereitstellung

Am 9. und 10. Februar 2022 wird jeweils von 9 bis 13 Uhr der Weiterbildungskurs: „Kommunale Kartenbereitstellung am Beispiel des Masterportals“ stattfinden. Bis zum 11.1.2022 gilt ein Frühbucherrabatt.

Die Kommunen der Länder sind durch die GDI-DE und die INSPIRE-Richtlinie angehalten, ihre Geodaten in digitaler Form durch Dienste und Geoportale bereitzustellen. Sie bieten ihre Daten meist als Geodatendienste an. Um die Interoperabilität und damit auch eine Komponentenunabhängigkeit zu gewährleisten, sollten in einer GDI ausschließlich standardisierte (OGC-) Webdienste verwendet werden. Der Weiterbildungskurs demonstriert, wie eine kommunale Bereitstellung interaktiver Online-Karten mit der OpenSource-Software Masterportal als Kartenanwendung umgesetzt werden kann. Bis zum 11.1.2022 gilt der Frühbucherpreis von 300 Euro.

Informationen und Anmeldung unter: https://rundertischgis.de/veranstaltungen/weiterbildungskurse/1296-masterportal22.html

 

 

 

Weiterbildungskurs Veröffentlichung von Geo-Applikationen mit Docker

Im Februar 2022 ist wegen hoher Nachfrage erneut der Weiterbildungskurs: Veröffentlichung von Geo-Applikationen mittels Docker geplant. Termin und Anmeldungsmöglichkeit folgen in Kürze.

Die hohe Nachfrage nach dem Weiterbildungskurs „Veröffentlichung von Geo-Applikationen mittels Docker“ zieht dessen Wiederholung im Februar 2022 nach sich. Ziel des Arbeitens mit Docker ist das Bereitstellen, Veröffentlichen, Verwalten und Orchestrieren von Geo-Applikationen. Zielgruppe der Veranstaltung sind Fach- und Systemadministratoren für Geo-Applikationen, Softwareentwickler und Verantwortliche für das Deployment von Geo-Applikationen. Der genaue Termin wird in Kürze bekanntgegeben.

 

https://rundertischgis.de/veranstaltungen/weiterbildungskurse.html

 

 

 

AUS DER LEHRE

Detection of Bicycle Racks from Geodata Using Deep Learning

Masterarbeit von Karin Erbe, Lehrstuhl für Geoinformatik an der TU München

Das Fahrrad ist eines der zentralen Fortbewegungsmittel in München – es bietet eine emissionsfreie, schnelle, sportliche und fahrplanunabhängige Möglichkeit, den gewünschten Zielort zu erreichen. Neben sicheren Radwegen sind Parkmöglichkeiten ein wichtiger Bestandteil der Radinfrastruktur. Die Landeshauptstadt München stellt an etwa 350 Orten mehr als 34.000 öffentliche Fahrradständer bereit. Für die Verarbeitung dieser Informationen in einem Geoinformationssystem ist eine automatische Erfassung wünschenswert. Diese Arbeit betrachtet den Ansatz, mittels Deep Learning in Luftbildern unüberdachte Fahrradständer in München zu detektieren.

Dazu wurde ein Mask R-CNN Deep-Learning-Modell mit ResNet-50 Backbone mit Hilfe der ArcGIS API für Python trainiert. Neben RGB-Bildern aus einer Winterbefliegung im Jahr 2019 wurden zusätzliche Rasterdaten hinzugezogen, um zu testen, inwiefern CIR (color-infrared), nDOM (normalisiertes digitales Oberflächenmodell) und NDVI (Normalized Difference Vegetation Index) das Training unterstützen können. Die Anwendung der trainierten Modelle erfolgte anschließend in ArcGIS Pro.

Die Arbeit analysiert, welche der Bandkombinationen das beste Ergebnis erzielt. Außerdem werden falsch negative und falsch positive Detektionen untersucht und mögliche Gründe aufgezeigt. Dabei stellt sich heraus, dass sowohl Schatten als auch die Zahl der abgestellten Fahrräder zum Zeitpunkt der Luftbildaufnahme einen Einfluss auf die Detektion haben. Des Weiteren untersucht diese Arbeit, inwiefern eine Klassifizierung der Fahrradständertypen möglich ist. Es wird deutlich, dass eine detaillierte Typunterscheidung nicht möglich ist, jedoch eine grobe Einordnung durch das trainierte Modell erreicht wird.

Die Masterarbeit von Karin Erbe finden Sie hier: https://mediatum.ub.tum.de/doc/1634128/1634128.pdf

 

 

UNSER NETZWERK

Neues Mitglied: Geo Engine GmbH

Die Geo Engine GmbH ist eine EXIST-geförderte Ausgründung der Philipps-Universität in Marburg. Die Vision des Gründerteams ist es, die Nutzung von Geodaten leichter zu ermöglichen und die Komplexität von Analysen zu verringern.

Dabei werden insbesondere die Hürden der Harmonisierung und Verarbeitung von großen Raster(daten)zeitreihen in Kombination mit Vektordaten abgebaut. Im Vordergrund steht die Entwicklung einer ganzheitlichen Plattform, die die vielfältigen Datenquellen miteinander verbindet und einheitlich zugreifbar macht. Die Verarbeitung der Daten wird durch Workflows abstrahiert, die sowohl selbst definiert als auch automatisch generiert werden können. So ermöglicht die Geo Engine direkt visuell-exploratives Arbeiten, statt aufwendiger Datenvor- und aufbereitungen. Eine webbasierte Benutzeroberfläche in Verbindung mit Jupyter Notebooks und standardisierte Datenzugriffe ermöglichen Analysen und Verarbeitungen direkt in der Cloud durchzuführen. Offene Schnittstellen helfen bei der Prozessintegration und Kombination mit bestehenden Systemen. Damit werden künftig unterbrechungsfreie Arbeitsprozesse von der Entwicklung der eigene Geodatenanwendungsfälle bis zur Verteilung an entsprechende Kunden und Interessengruppen leicht möglich. Mit diesem Ansatz konnten bereits früh erste Projektpartner für die Idee gewonnen werden (LOEWE-Projekt Natur 4.0, agriBORA, TerraNova — European Landscape Learning Initiative, FAIR-DS, NFDI).


Wir bedanken uns für die Unterstützung und freundliche Aufnahme im Verein Runder Tisch GIS und freuen uns auf den künftigen Austausch mit den anderen Mitgliedern.

Weitere Informationen unter: www.geoengine.de

 

 

Map and Route – ein Hidden Champion der Geobranche

Seit über 20 Jahren zählt die Map and Route GmbH & Co. KG zu den unaufgeregten „Hidden Champions“ der Geobranche – mit treuen Kunden vor allem in der Verlagswelt.

Die Verzeichnisse Gelbe Seiten, Das Örtliche und Das Telefonbuch nutzen die Kartendienste der Map and Route seit jeher – erst nur digital, dann zunehmend auch für Printprodukte und schließlich verstärkt für die Vertriebssteuerung. Über 1,5 Millionen jährliche Zugriffe auf die Kartenserver sorgen für ein gesundes Grundrauschen, zu dem sich zahlreiche Datenlizenzen für die Ausgestaltung der Auskunftsdienste gesellen.

Ein über die Jahre gewachsenes Netzwerk an hervorragenden Daten- und Lösungslieferanten lässt uns in der Map and Route schnell, flexibel und fundiert auf die mittlerweile verschiedensten Kundenanforderungen reagieren. Und diese erreichen uns mittlerweile aus weiteren Branchen wie etwa der Transportlogistik, der Infrastrukturplanung, der Verkehrsforschung und des Geomarketings.

Im April 2021 haben Anton Brucker und Christiane Matkey die Geschäftsleitung der Map and Route übernommen und sogleich wichtige Akzente hinsichtlich der vertrieblichen Ausrichtung gesetzt.

Map and Route wird nicht nur bereits seit 2019 im Rahmen des mFunds vom BMVI gefördert, sondern wurde nun auch in die Kommission für Logistik und Mobilität des größten Mittelstandsverbands BVMW berufen, um dort an Positionen des Mittelstands gegenüber der Politik mitzuwirken und GIS-Themen mehr Gehör zu verschaffen. In diesem Rahmen wird Map and Route einige Marketingaktionen wie Hackathons mit weiteren Verbänden und Industriepartnern initiieren. Natürlich sollten die TU München und der Runde Tisch GIS hierbei einbezogen werden, damit Studierende, Entwicklerinnen und Entwickler, Jungunternehmerinnen und -unternehmer wie viele andere auch neue Ansätze zu spannenden Zukunftsthemen kreieren können.

Die Herausforderungen gerade zu Pandemiezeiten sind enorm und erfordern auch neue Lösungsansätze aus Sicht der Geowissenschaften. Der Zusammenarbeit mit den Studierenden wird sich die Map and Route künftig stärker widmen und ihr Netzwerk entsprechend einbringen.

Weitere Informationen:

www.mapandroute.com

https://www.bvmw.de/themen/logistik-und-mobilitaet/kommission/

 

 

Nachruf Dr. Rupert Haydn – der Pionier der angewandten Erdbeobachtung

Der Runde Tisch GIS e.V. trauert mit der GAF AG um deren Firmengründer Herrn Dr. Rupert Haydn, der am 2.11.2021 im Alter von 77 Jahren verstorben ist.

Dr. Rupert Haydn war promovierter Geologe, der von 1972 bis 1985 im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit an der Zentralstelle für Geo-Photogrammmetrie und Fernerkundung am Geologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München mit seiner maßgeblichen Forschungs- und Pionierarbeit ein ganz neues Wissenschaftsfeld in Deutschland und Europa mit ins Leben rief, prägte und mitgestaltete: die satellitengestützte Erdbeobachtung. Sie wurde fortan sein Lebensthema und seine Passion. Mit seinen Arbeiten unter anderem zur digitalen Bildverarbeitung und Sensorfusion genoss er hohes Ansehen in ganz Europa und in den USA. Seine Erfolge und sein außergewöhnliches technisches Know-how führten dazu, dass er zusammen mit Prof. Johann Bodechtel die Zentralstelle für Geo-Photogrammetrie leitete.

Doch Rupert Haydn erkannte früh, dass in der praktischen Anwendung der Erdbeobachtung ein großes Potenzial steckt. So gründete er 1985 die GAF (Gesellschaft für angewandte Fernerkundung mbH) zusammen mit der damaligen Agrar- und Hydrotechnik (AHT) GmbH und dem Wittelsbacher Ausgleichsfond (WAF). Seine Vision: Erdbeobachtungsdaten kommerziell allgemein nutzbar zu machen und auf deren Basis ein breites Spektrum von Dienstleistungen anzubieten. Ein zu dieser Zeit sehr ambitioniertes Vorhaben, das er anfangs nur durch eine große Dienstleistungsbreite und die Einbeziehung benachbarter Technologiefelder, wie digitaler Bildverarbeitung, der Kartografie und GIS sukzessive erfolgreich umsetzte. Indem er Wirtschaftsunternehmen wie auch öffentlichen Auftraggebern erstmalig Leistungen im Bereich der Erdbeobachtung durch Satellitendaten anbot, wurde er zum Pionier und maßgeblichen Mitbegründer dieser Branche in Deutschland und Europa.

1996 ergänzte er das Spektrum der GAF mit einer weiteren Firmengründung in Deutschland– der Euromap Satellitendaten Vertriebsgesellschaft in Neustrelitz. Dies erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).  Zusammen mit der Tochterfirma Euromap, die 2014 mit der GAF fusionierte, avancierte die GAF zu einem herausragenden Anbieter von kommerziellen Erdbeobachtungsdaten und darauf basierenden Anwendungen in Europa.

Mit der Eingliederung der GAF in die Telespazio-Gruppe im Jahr 2003 bekam seine Vision eine neue Dimension: Die GAF ist seitdem erfolgreicher Teil eines weltweit agierenden Raumfahrtskonzerns.

Rupert Haydn lenkte und gestaltete die Geschicke der GAF über mehr als 22 Jahre als Geschäftsführer und Vorstand. Nachdem er sich aus der operativen Leitung zurückgezogen hatte, begleitete er die GAF als Berater und Aufsichtsrat bis zum Jahre 2018.

Heute ist klar, dass Rupert Haydn Recht behalten hat. Das komplette Potenzial der angewandten Erdbeobachtung ist immer noch nicht ausgeschöpft. Von einem kleinen Startup mit fünf Mitarbeitenden hat sich die GAF AG Dank seiner Vision und Inspiration, zu einem angesehenen, weltweit agierenden und prosperierenden Anbieter von Geoinformationsdiensten und -Produkten mit weit über 200 Mitarbeitenden entwickelt. Des Weiteren nimmt auch die Erforschung des Weltraums und unserer Erde weiter an Fahrt auf.

Wir verlieren nicht nur unseren Firmengründer und Freund, sondern auch eine der prägendsten Persönlichkeiten der angewandten Erdbeobachtung in Europa.

Seine Begeisterung, Tatkraft, Lebensfreude und seine Menschlichkeit haben jeden von uns und die Atmosphäre der GAF nachhaltig geprägt. Wir sind stolz darauf sein Vermächtnis weitertragen zu dürfen und wissen ihn immer bei uns.

Wir werden ihn nie vergessen.

Weitere Informationen: www.gaf.de

 

Digitaler Zwilling für Starkregenereignisse im Landkreis Hof

Im Rahmen eines Smart City-Projekts integriert Virtual City Systems den Digitalen Zwilling ins Hochwasserrisikomanagement des Landkreises Hof.

Wie die verheerenden Hochwasserereignisse im Ahrtal und auch im Landkreis Hof eindrücklich zeigen, dürfen Starkregen- und andere Extremwetterereignisse als Folge des Klimawandels nicht mehr unterschätzt werden. Um diesen Gefahren zukünftig besser vorzubeugen, bedarf es eines ganzheitlichen Hochwasserrisikomanagements. Zahlreiche Lösungen sind am Markt bereits seit langem etabliert und kommen täglich zum Einsatz. Ein neuer innovativer Ansatz stellt nun die Kopplung dieser bewährten Lösungen mit 3D-Stadtmodellen dar – es entsteht ein Digitaler Zwilling.

Der Landkreis Hof verfolgt diesen neuen Ansatz und wendet ihn auf Ereignisse in den Kommunen Selbitz und Köditz an. Im Rahmen des Smart City Projekts entsteht in Kooperation mit Virtual City Systems eine Kopplung von Hochwassersimulation, Prognosemodell und Frühwarnsystem mit dem 3D-Stadtmodell. Erstmals werden hier hydrodynamisch-numerische Simulationen mit detaillierten semantischen 3D-Stadtmodellen kombiniert.

Über eine in die VC Map integrierte Anwendung können Starkregenereignisse definiert und simuliert werden. Die Simulationsergebnisse können in Form von Wasserspiegellagen, Fließgeschwindigkeiten und Wassertiefen in der VC Map beziehungsweise dem Digitalen Zwilling photorealistisch visualisiert werden. Zudem erlaubt die Integration von Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes eine frühzeitige Warnung der Sicherheitskräfte und der Bevölkerung.

Der Landkreis Hof hat erkannt, dass das Thema Hochwasser längst nicht mehr nur Experten vorbehalten, sondern mit zunehmender Betroffenheit der Bürger in der Öffentlichkeit angekommen ist und dass der Handlungsdruck zum Hochwasserschutz wächst. Betroffene und interessierte Bürger möchten zum Thema Hochwasser aufgeklärt werden und die Risiken verstehen. Dafür braucht es Werkzeuge, die das möglich machen – Virtual City Systems schafft für den Landkreis Hof eine bessere Basis für die Information von Bürgern und Entscheidungsträgern und trägt zu einer Weiterentwicklung des modernen Hochwasserrisikomanagements bei.

 

geoplana Projektbericht: Aktualisierung des Versiegelungskatasters

Zu den Kernkompetenzen von geoplana gehört – neben Befliegungen, Orthofotos, True-Orthofotos und Punktwolken – die Erstellung thematischer Karten aus Lufbildern. Viele Städte und Kommunen greifen auch bei der Berechnung der gesplitteten Abwassergebühr (GAG) auf Luftbildauswertungen zurück, um versiegelte, teilversiegelte und unversiegelte Flächen schnell, kostengünstig und aktuell zu erfassen.

Unser Projekt aus der Praxis: Aktualisierung einer bereits bestehenden Versiegelungskartierung für die Wohnungsbaugesellschaft GAG. Grundlage hierfür waren True-Orthofotos und GIS-Dateien (shp) der Kommune. Im GIS bereits vorhandene Klassen und Attribute sollten übernommen werden.

Vorgabe war eine flurstückscharfe Auswertung. Die Berechnung der m² pro Versiegelungsart sollte pro Flurstück erfolgen und in eine Excel-Tabelle übernommen werden. Ein Neubaugebiet war zudem komplett neu zu erfassen.

Die Umsetzung: Zunächst wurden die tiff-True-Orthofotos in ein ecw-Format umgewandelt, da dies eine schnellere Performance im GIS ermöglicht.
Die True-Orthofotos wurden ins GIS geladen. Die bestehende Versiegelungskartierung wurde anschließend darübergelegt und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst.
In einigen Fällen war es lediglich notwendig, das Attribut zu ändern, sprich die Versiegelungsklasse anzupassen (z.B. wenn eine Rasenfläche zwischenzeitlich gepflastert wurde). In anderen Fällen wurden Flächen neu digitalisiert und klassifiziert. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass aufwändige Umwege etwa über CAD vermieden werden. In einem weiteren Schritt wurden in zusätzlichen Layern diejenigen Flurstücke markiert, in denen sich Flächen geändert haben. Zudem wurden die Daten in eine Excel-Tabelle exportiert.

Folgende Versiegelungsklassen wurden ermittelt und ausgewiesen:

verschiedene Dachformen wie Schrägdach, Flachdach und Gründach, vollversiegelte und teilversiegelte Flächen (Rasenpflaster oder Schotterflächen/ Tartanbahnen); Wasserflächen; unversiegelte Flächen; Baustellen.

Auf Basis dieser Daten können vom Auftraggeber nun die Versiegelungsgrade für die GAG aktuell neu berechnet und die Gebührenbescheide für die Bürger erstellt werden.

Weitere Informationen: https://www.geoplana.de/

 

 

Zertifikatsprogramm „Digital Twins für Städte“ der Technischen Universität München


Das berufsbegleitende Zertifikatsprogramm “Digital Twins” startet im März 2022 erneut am TUM Institute for LifeLong Learning. Der Weiterbildungskurs vermittelt Fachkenntnisse über die Möglichkeiten der Methode des Digital City Modeling.

Expertinnen und Experten aus allen Bereichen der computergestützten Modellierung, Simulation und Visualisierung versetzen die Teilnehmenden in die Lage, mit Hilfe des digital Twins Entscheidungen für ihre Projekte der Stadt- und Gebäudeplanung zu treffen. Der digitale Zwilling einer Stadt bezeichnet dabei ein virtuelles Abbild von Gebäuden, Straßenzügen und ganzen Stadtquartieren und ihrer Umwelt. Eine Vielzahl von Daten ergänzt den virtuellen Zwilling zu einem wertvollen Planungsinstrument, das jederzeit aktuelle Informationen und Prognosen liefern kann. Das Programm richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Stadtplanung, Architektur, Smart City, Vermessung oder Geoinformation bei Unternehmen und kommunalen Trägern.

Hier anmelden!

 

 

Der Aktivitätenkatalog des Runden Tisch GIS e.V.

Der Runde Tisch GIS e.V. hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, einen Beitrag in der Verbreitung von Anwendungen mit Geoinformationen zu leisten. Um eine Breitenwirkung bei der Veröffentlichung von Beispielanwendungen der Ergebnisse zu erzielen, setzt der Runde Tisch GIS e. V. auf seinen Aktivitätenkatalog.

Das neue Projekt „Einfache dienstbasierte Nutzung von 3D-Daten“ des Runden Tisch GIS e.V. ist dort bereits beschrieben. Sobald erste Ergebnisse vorliegen, werden sie im Katalog eingestellt. Man findet dort auch viele Online-Demos für Anwendungen von 3D-Geomassendaten wie 3D-Punktwolken, 3D-Oberflächenmodellen und 3D-Stadtmodellen.

Die Adresse des Katalogs lautet: https://katalog.rundertischgis.de